Endlich lesen was ich will: Skulduggery Pleasant

eBook skulduggery pleasant jugendbuch mit einem Skelett im Anzug auf dem Cover

Endlich lesen, was ich will. Das dachte ich mir, als ich vor ein paar Jahren die Ladenfläche der Buchhandlung verließ und nicht mehr lesen musste, was verkauft werden sollte. Lust hatte ich aber auch auf Bücher, die ich jahrelang im Stapel verkauft hatte, ohne sie jemals selbst zu lesen. Warum auch? Ich war mir auch so sicher, dass sie gut sind. Manchmal hatte ich kurz reingelesen. Noch viel häufiger hatte ich mich auf das Urteil meiner Testleser-Gang verlassen. Wenn diese Kinder und Jugendlichen ihre Leseexemplare samt Bewertungsbogen zurück brachten konnte ich meist schon am Gesichtsausdruck erkennen, ob das Buch gut war. Bei Skulduggery haben sie alle gestrahlt – Jungs genauso wie Mädchen. Schock deine Eltern, lies Skulduggery Pleasant Endlich lesen, was ich will, dachten sich in der Tat auch viele Kids, die damals in der Buchhandlung anno 2007 zum ersten Band der Serie Skulduggery Pleasant griffen. Kaum ein Jugendbuch hat den…

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5 Dinge, die wir im Leben nicht ändern können

Buch-Cover: 5 Dinge, die wir nicht ändern können und das Glück das daraus entsteht - David Richo - Windpferd Verlag - Taschenbuch

Fünf Dinge, die wir nicht ändern können und das Glück daraus entsteht ist kein Buch für Menschen, die von sich erwarten, alles im Griff zu haben. Oder eben eines für genau diese Menschen. David Richo beginnt sein Buch ganz handfest und knackig. Die 5 Dinge, die wir nicht ändern können, benennt er gleich zu Beginn. Dann beginnt für den Leser eine Reise. Von den klaren, griffigen Fakten führt der Weg zu Philosophie und Spiritualität. Zeitweise ist die Poesie ein guter Weggefährte. Nach dem der Leser diese Gipfel hinter sich gelassen hat, wird der Weg wieder vertrauter und wir nähern uns der gewohnten Landschaft der westlichen Psychologie, die ab und an von etwas jungscher Analytischer Psychologie in ein unbekanntes Licht getaucht wird. Danach fühlt sich der Leser gestärkt. Er hat Gelassenheit entwickelt und ist bereit, das Leben zu akzeptieren. Zumindest bewegte sich meine Gemütsverfassung nach der Lektüre in diese Richtung. Doch…

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War alles schon immer so? Maschine steht still

Alles schon da gewesen, dieses online ist nichts Neues. Früher die Nachbarin am Küchenfenster, heute Facebook. Von heute nach gestern geschaut klingt das alles plausibel. Die Möglichkeiten sind neu, das menschliche Verhalten nicht. Wer aber Die Maschine steht still von E. M. Forster liest schaut von gestern auf heute und wieder zurück – und erschrickt. Das, was uns heute in unserer Online-Welt als problematisch oder sogar gruselig erscheinen könnte, hat er voraus gesehen. Dabei kümmert sich E. M. Forster weniger um technische Funktionen. Er stellt den Menschen und sein Verhalten in den Mittelpunkt, seine Bereitschaft, für Sicherheit und Bequemlichkeit eigenes Erleben aufzugeben. Dieser Spiegel stammt von gestern. Die Erzählung erschien 1909 zum ersten Mal. Müsste ein so alter Spiegel nicht blind sein? Müsste es nicht irgendwo eine Stelle geben, an der der Leser von heute sich mit einem „Ja, aber …“ an das sichere Ufer retten könnte. Gibt es nicht.…

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Unkonferenz – das Literaturcamp Heidelberg

Das Literaturcamp Heidelcamp ist ein offenes Barcamp, eine Unkonferenz rund ums Buch, die Literatur, das Schreiben und Veröffentlichen. Es machte seinen Namen diesmal alle Ehre – noch unkonferenziger als das, was ich in den zwei Tagen erlebte, geht kaum. Das begann mit dem Anfang: extra eine halbe Stunde früher starten als letztes Jahr um dann eine halbe Stunde mit der Technik rumschraddeln, bis endlich alles läuft. Das hätte man durchaus auch vorher proben können. Auch ein kleines Skript, was es alles zu sagen gibt, könnte helfen. Über die Hälfte der Anwesenden war noch nie auf einem Barcamp – da muss man auch ein wenig erklären, dass alles in Selbstorganisation abläuft. Dann müsste man auch am zweiten morgen nicht so schimpfen, dass Müll wegräumen und leere Flaschen in die Kästen zurückstellen nicht geklappt hat. Egal, ich hab Euch trotzdem lieb. Unkonferenz – jede Session ist unerwartet und anders Meine erste Session…

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SEO für Menschen, die lieber schreiben als sich um Technik zu kümmern

SEO für Menschen, die lieber schreiben als sich um Technik zu kümmern. Wie kann ich nur mit Text Google beeindrucken? Das war das Thema der Session, die ich am zweiten Tag des Literaturcamp Heidelbergs #litcamp17 angeboten haben. Wie versprochen stelle ich mein Skript für die Session online. Die echte Session lief natürlich anders. Dazu findet Ihr am Ende einige Anmerkungen. Danke für Eure Fragen und Erfahrungen! Wenn Ihr über die Session schreibt, verlinke ich Euch gerne. Und wenn ihr Fragen oder Ergänzungen habt, dann freue ich mich über Eure Kommentare! SEO für Menschen, die lieber schreiben Wieviele eurer Blog- oder Webseitenbesucher kommen über Google? Bei mir sind es 60% Lohnt sich also, ein bisschen SEO zu betreiben, damit mehr davon kommen. Ich skizziere euch einen Weg, der bei SEO das in den Mittelpunkt stellt, was ihr wahrscheinlich am liebsten macht: schreiben. Schreibt zuerst einen großartigen Text. Fertig? Fasst die Kernaussage…

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Auerhaus, in the middle of the street

Auerhaus. Roman von Bov Bjerg

Ja, so könnte es gewesen sein, genau so. Aber wäre ich schon vor meinem Abi in eine WG gezogen, dann hätte es dort mehr als nur ein Mixtape gegeben. Madness wäre sicherlich auch mit drauf gewesen, aber wahrscheinlich nicht mit ihrem Hit „Our house“. In meiner WG wäre es „Nightboat to Cairo“ gewesen. Aber ich bin erst nach meiner Ausbildung in eine WG gezogen. Das ist eine ganz andere Geschichte als die, die Bov Bjerg erzählt. Er erzählt von den zwei Jahren vor dem Abi. Dann, wenn es sich entscheidet, ob aus Zwangsbekanntschaften Freundschaften werden, die länger halten. Vielleicht sogar ein Leben lang. Nur, weil man in einer Klasse ist, muss man sich nicht mögen. Es braucht noch mindestens eine zweite Gemeinsamkeit: Musikgeschmack, soziale Schicht, gemeinsames Außenseitertum. Jahre später lässt sich das meist gar nicht mehr so genau nachvollziehen, wie es zur Freundschaft kam. Aber man kann sich genau daran…

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My Maifeld

Maifeld Derby Mannheim

Aus. Das Derby ist aus. Das siebte Maifeld Derby war mein drittes. Was war? Was bleibt? Wer will das wissen? Ich. Ich will das wissen. Die Erinnerungen an mein erstes Maifeld Derby überlagern sich mit dem zweiten. Wann habe ich Die Nerven gesehen? Metz? Freiburg? Human Abfall? Soft Moon? Und wie hieß diese andere Band mit S? Diesmal habe ich mir Notizen gemacht – auf Instagram, auf Facebook, auf dem Grooveblog. Solche Notizen sind vergänglich, rutschen nach unten, nach hinten, weg. Also muss eine Meta-Notiz her, hier, auf dem Blog. Ein Festival besteht aus Momenten. Das Grinsen von Gemma Ray. Staub, der auf einer Schicht von Sonnenmilch klebt. Technikausfälle am Keyboard, die vom Sänger überspielt werden. Eine Rückkopplung, ein Schwarm Krähen über dem Palastzelt, ein Marienkäfer in der Menschenmenge. Eine Textzeile, ein Beat. Ein Gefühl, ein wahrer Moment. Meine Sammlung an Band-Momenten beginnt mit Gemma Ray. Wie konnte ich sie…

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Wut ist ein Geschenk: Gandhis Enkel erzählt

Wut ist ein Geschenk, Arun Gandhi - Gandhis Enkel erzählt

Zu Beginn seiner Pubertät war Arun Gandhi ein aufbrausender Junge, der in viele Prügeleien verwickelt war. Dabei lebten seine Eltern nach den Prinzipien der Gewaltlosigkeit – genau wie sein Großvater Mahatma Gandhi. Doch Gandhis Enkel war wütend. Als Inder in Südafrika erlebte er Rassismus; als Schüler einer katholischen Schule Willkür. Seine Eltern ahnten, dass seine Pubertät so keinen guten Verlauf nehmen konnte und schickten ihn nach Indien, zu seinem Großvater Mahatma Gandhi in den Ashram. Gandhi war ein herzlicher, humorvoller Großvater. Einer, der sich Zeit für seinen Enkel nahm. Quality time würden wir das heute nennen. Seinem Enkel Arun brachte er zuallererst das Spinnen bei, denn sind die Hände beschäftigt, lässt es sich besser denken. Wenn sie zusammen am Spinnrad saßen, erzählte er seinem Enkel Geschichten, darunter auch viele aus seinem eigenen Leben. Gandhi war nicht von Geburt an friedvoll und so lautete die erste Lebensweisheit, die er seinem Enkel…

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Das Panama-Erbe – Amakuna-Saga Band 2

Es ist wieder passiert. Es wurde Sommer. Mein Leseverhalten ändert sich. Die Bücher, die ich lese, werden gleichzeitig dicker und leichter. Ein Trick, den nur Bücher beherrschen. Im Sommer 2015 habe ich den ersten Band der Amakuna-Saga von Susanne Aernecke gelesen. Über die Tochter des Drachenbaums habe ich hier geschrieben. Dann kam die Saga, die eigentlich dieses Jahr hätte beendet werden sollen, ins Stocken. Nun aber liegt mit Das Panama-Erbe endlich Band 2 vor, der mir sogar besser gefällt als der erste. Die Geschichte ist dichter und praller geworden, gleichzeitig aber auch straffer erzählt. Ich mag Genre-Grenzgänger sehr. Ein reiner Krimi oder eine Familiengeschichte interessiert mich nicht. Aber dieser Mix aus Familien-Saga, Thriller, Fantasy, historischen Roman, Zeitreise, Liebesgeschichte, Mystik und Spiritualität liegt mir. Ein Sommerbuch, dass man am besten draußen in der Natur liest, so dass man zwischendurch den Wolken nachschauen kann und dem Rascheln des Laubs an den Bäumen…

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Iggy Pop – der halbnackte Mann auf der Couch

Iggy pop biografie

In einem Tempo, in dem ich sonst nur Fantasy-Romane lese, habe ich die Iggy Pop Biografie „Open up and bleed“ von Paul Trynka durchgelesen. Nicht, weil sie so gut geschrieben wäre – das ist sie leider nicht -, sondern weil Iggys Leben einfach zu spannend ist. Zumindest in den ersten zwei Dritteln. Irgendwann kam ich an dem Punkt, an dem mich sein Lebensmuster „hart arbeiten, eine geniale Idee haben, zielsicher Mist mit Drogen bauen, David Bowie kommt und sorgt für ein Wunder, scheitern“ langweilte. In dieser Phase des Buches störte es mich dann besonders, dass der Autor Paul Trynka mehr damit beschäftigt war, chronologische Zeitabläufe zu schildern als Querverbindungen herzustellen und Zusammenhänge zu erläutern. Wer spielte wann in der Band, wer wurde aus welchen Gründen rausgeworfen, wann hat er sich wie auf der Bühne verletzt, welches Groupie erlangte mehr Bedeutung in seinem Leben und wann nahm er welche Drogen –…

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Die andere Seite – Ausstellung im Hack-Museum

Hack Museum Ludwigshafen - ausstellung die andere Seite

Stellt Euch vor, ihr kommt in ein Museum und merkt schon auf der Treppe, die zum Ausstellungsraum hinunter führt, dass diesmal etwas anders ist. Ist da nicht ein Geräusch? Plätscherndes Wasser? Ein Geruch? Frisches Holz, das nass geworden ist? Ihr werdet zielstrebig an den Highlights vorbei gehen, mit denen die Ausstellung eröffnet: Drucke von Alfred Kubin, die zu seinem Buch Die andere Seite gehören. Das macht nichts, ihr werdet eh mehrmals durch die Ausstellung kreisen und habt damit genug Gelegenheit, die Bilder von Kubin zu genießen. Doch euer Ziel auf diesen Runden durch das Museum wird jedesmal das Kunstwerk sein, das ihr schon beim reinkommen erahnt habt: Sans titre (Le Refuge) von Stéphane Thidet.   Ich behaupte, dass es so kommen wird, weil es eigentlich allen Teilnehmer beim zweiten Instawalk des Hack-Museums, dem #hackwalk_02, so erging. OK, ich war ein klein wenig stur und habe mich zuerst hingesetzt und ein wenig im Buch…

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Kae Tempest – wie das Maifeld Derby dafür sorgte, dass ich einen Roman las

Kate Tempest - Worauf du dich verlassen kannst - Roman

Kae Tempest sah ich 2016 auf dem Maifeldderby in Mannheim. Ich hatte das Programmheft nicht gelesen und war überrascht, statt in einem Konzert in einem Podiumsgespräch zu landen. Nun, Kae Tempest hatte das Programm wohl auch nicht gelesen und war überrascht, dass sie sich die Podiumsdiskussion selbst organisieren musste. Was mir fast ein Jahr nach ihrem gut gelaunten und hoch konzentriertem Auftritt im Gedächtnis geblieben ist, ist die Wucht, mit der sie ihre Texte vorträgt und die Liebe, die sie bei allem ausstrahlt. Wut wird zu Energie wird zu Liebe – eine bemerkenswerte Haltung, die ich so gerne viel häufiger erleben möchte. Dann ist mir noch ein Blick in ihre Schreibwerkstatt in Erinnerung geblieben. Kae Tempest erzählte, wie hart es für sie war, ihren Roman zu überarbeiten. Da stand die perfekte Beschreibung für einen Moment, für eine Emotion auf dem Papier und sie musste diese gelungene Formulierung streichen, weil sie…

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