Katja Behrens – Adam und das Volk der Bäume – Rezension
Das Volk der Bäume: Was ist der Mensch ohne Wurzeln? Manche Menschen entspannen sich am Meer, andere in den Bergen. Berge oder Meer? Das ist mir egal, Hauptsache es gibt dort einen Wald. Wenn ich Wald sage, meine ich einen richtigen Wald, keine in praktische Planquadrate aufgeteilte Forstplantage mit lauter altersgleichen Bäumen und schnurgeraden Wegen, auf denen man morgens schon sieht, wen man nachmittags zum Kaffee treffen wird. Ich meine auch keine pädagogische Erziehungs- und Ertüchtigungsanstalt mit grundschulgerechten Schautafeln und einer für Jogger optimierten Wegeführung. Ich meine einen richtigen Wald; einen, in dem man vor lauter Wald die Bäume nicht sieht. In solch einem Wald würde ich mich gerne unter einem Baum setzen und warten, dass sich ein Rotkehlchen auf meine Schulter setzt. Mir ist das noch nie passiert. Für Adam, den Helden aus Katja Behrens „Adam und das Volk der Bäume“, ist das jedoch die Normalität. Rotkehlchen sind zwar sehr neugierige Vögel, aber wahrscheinlich…
















