Museumsbesuch – Fit fürs Museum – Rezension

Lust auf einen Ausflug mit der Kultursportgruppe? Fit fürs Museum – wie Museen Spaß machen „Fit fürs Museum“ von Andreas Blühm aus dem Hatje Cantz Verlag ist ein glücklicher Bibliotheksfund. So ganz werde ich die Systematik, nach der Bibliotheken ihre Bücher präsentieren, nie verstehen. Das macht aber nichts, denn es bereitet mir viel Vergnügen, planlos an den Regalen entlangzustreifen und zu warten, welches Buch mich anspringt. „Fit fürs Museum“ ist genau so ein Buch, das sich mir vorlaut in den Weg gestellt hat und „Lies mich!“ rief. So kam ich zu einer vergnüglichen Lesestunde. Kurzweilig, launig und amüsant ermutigt Andreas Blühm seine Leser, sich das Museum zu erobern. „Kommen Sie mit Familie oder in einer Gruppe, dann können Sie auch ausschwärmen und sich nach einer halben Stunde wiedertreffen un besprechen, welche Abteilung Sie sich in Ruhe vornehmen wollen. Aber dies sind nur Möglichkeiten. Es ist nämlich nicht verboten, bei Saal…

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"20 Dinge über mich" Blogstöckchen

Ertappt - ein frühes Foto der GeschichtenAgentin

Ihr habt mich angesteckt!In den letzten Tagen habe ich so viele wunderbare „20 Dinge über mich …“ Blogstöckchen gelesen, dass ich mir jetzt mein eigens Stöckchen zurecht geschnitzt habe. Viel Spaß damit und vielleicht habt ihr ja Lust, das aufzugreifen! 20 Dinge über mich. 20 Dinge, nach denen mich niemand fragt. 1. Ich rede lieber über Themen, die mich begeistern, als über das, was mich stört. 2. Teebeutelvergesser. 3. Meine Ballett-Lehrerin hat immer gesagt, Spitzenschuhe gibt es erst, wenn die Füße halbwegs ausgewachsen sind. Daher hatten meine ersten Spitzenschuhe die Größe 34. Heute habe ich Schuhgröße 42 und mache kein Ballett mehr. 4. Wir standen mal auf der Reise nach Südfrankreich vor Lyon im Stau und der Motor des Toyota begann, heiß zu laufen. Daraufhin habe ich bei 30 Grad Außentemperatur die Heizung voll aufgedreht. Das hat geholfen. 5. Ohne Wald mag ich nicht sein. Könnte an 7. liegen. 6.…

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Andreas Séché – Namiko und das Flüstern – Rezension

Namiko und das Flüstern - Roman von Andreas Séché

Japan, die Liebe und ein alter Traktor „Namiko und das Flüstern“ Ein junger Journalist recherchiert in Japan zum Thema Gärten. Er sieht die Pflanzen, er erkennt die Struktur der Gärten, doch er begreift sie nicht. Durch seine Zufallsbegegnung mit Namiko wird sich das ändern, denn durch sie lernt er, das Leben, die Liebe und Japan zu verstehen. Für Japan wird er am längsten brauchen. Um sich dem Phänomen Japan anzunähern reicht Neugier alleine nicht. In eine Japanerin verliebt sein erhöht sicherlich die Motivation. Doch letztlich führt das, was man im Zen als Anfänger-Geist beschreibt, zum Ziel: eine offene, nicht-wertende Geisteshaltung. Es ist ein weiter Weg für unseren durch und durch europäischen Helden, bis er in der Lage ist, in einem alten Traktor ein Symbol für Lebensfreude zu sehen. Ohne Namiko und ihre Art, japanische Gärten über eine Mauer zu betreten, hätte er noch nicht einmal den Eingang zu diesem Weg…

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Altes, Neues, Unerwartetes – Frankfurter Buchmesse 2013

Meine 27. Frankfurter Buchmesse

Wenn ich richtig gezählt habe, war die #fbm13 meine 27. Frankfurter Buchmesse. 2x war ich als Schülerin dort, 24x als Buchhändlerin. Das klingt nach Messe-Routine. Trotzdem verlaufe ich mich pro Messe mindestens einmal und staune jedes Mal aufs Neue über die schiere Größe der Buchmesse. Meine letzten Buchmessenbesuche waren im Vorfeld einfach zu organisieren. Diesmal war die Ausgangslage für mich komplexer: Ich habe gelacht, geredet, geknuddelt, geflauscht, gestaunt, gelesen und Visitenkarten verteilt. Ein besonderes Gute-Laune-Highlight war für mich das Gespräch mit den Verlegerinnen des Südpol-Verlags. Ihre Unternehmensphilosophie würde ich mit „Machen, ausprobieren, lernen, Erfolg haben“ umschreiben. Ein gutes Beispiel dafür sind die Fotos auf ihrer Facebook-Seite, die dokumentieren, wie aus einem Haufen Bretter allmählich ein Buchmessen-Stand wird. Ich hätte nie gedacht, das die Mini-Kojen der Buchmesse so stimmungsvoll sein können! Vom Kleinverlag zu den ganz Großen: Random House hatte knapp 100 Buchblogger zu sich eingeladen. Die Bloggerbetreuung durch die Mitarbeiter…

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Museumsbesuch – Belgische Comic-Zentrum – Brüssel

Mein Besuch im Comic-Museum Brüssel

Ein Museum für Fans: Das Comic-Museum in Brüssel Yippie! Schon die Eingangshalle des Belgischen Comiczentrums und die Tatsache, das fotografieren erlaubt ist, sorgen für gute Laune. Bevor man im ersten Stock an der Kasse angekommen ist, hat man garantiert schon das erste Dutzend Fotos geknipst. Die Rakete aus Tim und Struppi, Gastons 2CV oder die wunderschöne luftige Halle mit Glaskuppel des Jugendstilkaufhauses von Victor Horta aus dem Jahr 1906 sind echte Hingucker. Wie präsentiert man Comics in einem Museum? Comics sind kleinformatig und für eine Wandpräsentation schlecht geeignet. Eine Comicseite ist ein Gesamtkunstwerk. Würde man Einzelbilder nehmen und sie vergrößern, würden die Zeichnungen schnell ihren Reiz verlieren. Daher werden meist ganze Seiten präsentiert. Außerdem will ein Comic gelesen werden. Das bringt es mit sich, das man länger vor den Museumsobjekten stehen bleibt, insbesondere dann, wenn wie bei mir die Französischkenntnisse zu wünschen übrig lassen. Sollten dann noch Schulklassen anwesend sein,…

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Wut im Quadrat – Mannheim-Krimi – Rezension

L6, Spaghetti-Eis, der Waldhof und ein Mord ohne Leiche „Wut im Quadrat“ ist der erste Mannheim-Krimi von Olivia von Sassen. Ach Quatsch , von Alexander Emmerich. Autor und Hauptfigur kann man schon mal verwechseln, wenn man mit der Heldin eines Romans twittert, bevor man das Buch in den Händen hält. Aber Alexander Emmerich hat das so gewollt und seiner Prinzessin Livi, wie ihr Polizei-Kollege Moritz sie gerne nennt, viel Raum außerhalb des Buches gegeben. Den füllt sie nicht nur mit Werbung zum Krimi, sondern auch mit schönen Bildern von Mannheim. Oder verwechsel ich da schon wieder etwas? Nebenbei macht das Sonnenscheinchen Mannheim ein gutes Stück sicherer und löst innerhalb von drei Tagen ihren ersten Fall. Die Hauptrolle in einem Mannheim-Krimi spielt natürlich die Stadt selbst. Alexander Emmerich bindet die Mannheimer Geographie geschickt, präzise und stimmungsvoll in seinen Krimi ein. Mannheim ist keine schöne Stadt, aber eine Stadt mit schönen Ecken.…

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Bücherbüffet in Karlsruhe

Nach der Buchmesse wird für mich in diesem Jahr vor der Buchmesse sein. Auf die große Buchmesse in Frankfurt folgt für mich als Kontrastprogramm das Bücherbüffet in Karlsruhe. Dort werde ich viele Buchmenschen treffen, lecker essen und mich über das Programm von rund 30 Verlagen informieren. Von diesen Verlagen kenne ich gerade mal drei und bei einer Handvoll weiterer habe ich eine grobe Vorstellung, was sie veröffentlichen. Der Rest wird für mich spannendes Neuland sein. Für mich steht an diesem Tag ein Wechsel der Blickrichtung an, auf den ich mich sehr freue. In meiner Selbstwahrnehmung habe ich mich schon immer über Kleinverlage informiert. Doch was ist für eine Buchhändlerin in einer großen Filialbuchhandlung mit Zentraleinkauf ein Kleinverlag? Wie klein ist klein? In der Welt der Buchhandelsketten gilt als Kleinverlag ein Verlag, der es nicht ins Zentrallager schafft. Die Titel dieser Verlage braucht ein großer Buchhändler seiner Meinung nach nicht und seine…

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Marcel Anders-Hoepgen – Yoga jeden Tag neu – Rezension

„Eine gute Yogastunde dauert 90 Minuten“ war jahrelang mein Credo, denn in diese Zeitspanne passen Anfangsentspannung, Atemübungen, eine ausgewogene Abfolge von Vor- und Rückbeugen und eine abschließende Meditation. Auch heute noch bevorzuge ich diese Form des Übens. Aber ich habe dazu gelernt: Yoga ist so vielfältig wie das Leben der Menschen. „Yoga jeden Tag neu!“ von Brahmadev Marcel Anders-Hoepgen aus dem Systemed Verlag ist für mich ein neuer Ansatz. Er löst Yoga aus dem starren Übungsschema und bietet einen reichhaltigen Fundus für kleine Übungen. Damit sind keine Übungen für zwischendurch gemeint, sondern es handelt sich um ein achtsam auszuführendes Kurzprogramm. Ist das Yoga? Kann so etwas Kurzes funktionieren? Ich habe es getestet und festgestellt, das es sich wirklich wie Yoga anfühlt. Es ist sozusagen ein „Yoga der kleinen Schritte“. Statt sich 90 Minuten vorzunehmen und am Ende des Tages gar nichts gemacht zu haben, übt man bei diesem Konzept ein bis drei…

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Simone Dalbert – Papiergeflüster – Aus dem Leben einer Buchhändlerin – Rezension

So isses – genau so: Aus dem Leben einer Buchhändlerin Simone Dalbert bloggt als Papiergeflüster, facebooked als Buchhandlung Schöningh, twittert als Buchgeflüster und schreibt in ihrem wunderbaren Stil Erlebnisse aus dem Alltag einer Buchhändlerin auf. Diese Freude am Kommunizieren führte dazu, das sie jetzt ihr eigenes Buch verkaufen kann. „Papiergeflüster – Aus dem Leben einer Buchhändlerin“ enthält Anekdoten und Liebenswertes aus dem Berufsalltag und ich kann nur bestätigen: so isses! Genau so. Vom Schaufenster-Yoga bis hin zu dem loriot-haften „Das Buch war rot!“ habe ich alles schon so erlebt. Ein Klassiker des Buchhändlerlebens sind die Mißverständnisse am Abholfach. Am Tag der Bestellung weiß der Kunde den Autor nicht; wenn er das Buch abholen möchte, nennt er stolz den Autorennamen, dabei liegt das Buch auf den Namen des Kunden zurück. Ihre sehr schöne Sammlung möchte ich um zwei Dialoge ergänzen: „Auf welchen Namen haben Sie das Buch bestellt?“ „Auf meinen“ Noch schöner war folgende Antwort:…

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God is a DJ: Musikwelten im REM Mannheim. Museumsbesuch

„God is a DJ“ – mit diesem Zitat beginnt die großartige Ausstellung „Musikwelten“ im Bassermannhaus des Reiss-Engelhorn-Museums in Mannheim. Vorher heißt es „Kopfhörer auf“ und reinlaufen in das geheimnisvolle Halbdunkel. Das ist kein klassischer Museumsbesuch, denn Musikinstrumente nur anschauen, das wäre öd … Eigentlich finde ich Führungen via Audioguide langweilig, denn der Kopfhörer kapselt mich von meinen Begleitern ab. Audioguide ist für mich die lasst-mich-doch-alle-in-Ruhe-Variante des Museumsbesuch, eine Notlösung. Diesmal nicht. Heh, ich habe in der Ausstellung getanzt! Die Ausstellung basiert auf der Freudenberg-Sammlung. Von den knapp 2000 Musikinstrumenten der Sammlung sind rund 200 zu sehen und viele davon zu hören. Das reicht locker für eine völkerkundliche Reise um die Welt – Musik der Götter, als Verbindung zu den Ahnen, als rituell-religiöses Element, höfisches Zeremionell (hier bringen sie auch kurz die Mannheimer Schule unter), Tanz und Trance … Dazu Verbindungen zu Klassik, Swing, Jazz, Gorillaz, Queen, Iron Maiden … Ich hatte den…

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Iron Buchblogger – #ironBB

Mein neuestes Blog-Abenteuer: Iron Buch-Blogger Mein neuestes Blog-Abenteuer begann für mich mit einer kleinen Twitter-Meldung: „@IronBuchBlogger folgt Dir jetzt auf Twitter“. Bitte wer? Ich folgte dem Link zu einer damals noch recht kargen Internet-Seite, las und meldete sofort das Buchkind, meinen neuen Bilderbuch- und Kinderbuch-Blog an. Vernetzungsprojekten kann ich einfach nicht widerstehen … So kam es, dass ich quasi schon vor dem eigentlichen Start der „Iron Buchblogger“ dabei war. Eine Woche später liegen bereits über 30 Anmeldungen vor. Das Projekt trifft offensichtlich den Nerv vieler Buchblogger und das freut mich! Hinter dieser Idee stecken Leander Wattig und Charlotte Reimann. Wie man sich den Ehrentitel des „Iron Buchbloggers“ verdienen kann und was die beiden damit erreichen wollen, erklären sie ganz prima auf Ironbuchblogger.de. Doch woher kommt die Idee und wohin soll die Reise der „Iron Buchblogger“ gehen? Neugierig, wie ich nun mal bin, habe ich Charlotte diese zwei Fragen gestellt. Lest hier ihre Antworten:…

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Yoga für die Ohren – Yoga CD – Tipp

Ein ganz eigener Weg: Yoga für die Ohren „Und jetzt legen wir ganz langsam das rechte Bein hinter das linke Ohr …“. Solche Sätze gibt es auf den CDs der Serie „Yoga für die Ohren“ nicht, denn es handelt sich nicht um eine weitere Yoga-Anleitungs-CD. Brahmadev Marcel Anders-Hoepgen hat mit seinen CDs etwas ganz anderes im Sinn. Um das zu erklären, möchte ich etwas weiter ausholen. Yoga besteht aus viel mehr als Körperübungen und Meditation. Meditation bedeutet wiederum mehr als einfach nur still sitzen. Yoga ist ein ganzheitliches System, das viele Wege zur Gotteserkenntnis anbietet. Da jeder Mensch anders ist, geht jeder Mensch seinen ganz eigenen Yoga-Weg und den auch nur so weit, wie es für ihn passt. Für manche Menschen ist es genau das Richtige, über achtsame Körperübungen zur Stille zu finden. Andere konzentrieren sich lieber auf ihren Atem und wieder andere finden über Klang und Gesang zu sich. Nada Yoga…

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