Wie die Industrie nach Mannheim kam
Auch wenn es mir nicht so vorkommt: Meine Heimatstadt Mannheim ist eine Industriestadt. Doch wie wird eine Stadt, die um 1875 noch keine 50.000 Einwohner hatte und einem eher beschaulichen Rhythmus folgte, binnen weniger Jahrzehnte zur Heimat so vieler Unternehmen und Menschen? Davon erzählt das Buch „Wie die Industrie nach Mannheim kam“ und verknüpft die Geschichte des industriellen Wandels eng mit der Biographie Friedrich Engelhorns. Er hatte in Mannheim schon viele Betriebe gegründet, so eine Fabrik für „Portatives Gas“ und eine Zinkhütte im Jungbusch. Doch er hatte Größeres vor. Wäre das Mannheimer Bürgertum nicht dagegen gewesen, stünde die BASF heute dort, wo jetzt das Nationaltheater steht, und würde sich über den Luisenpark am Neckar entlang bis nach Seckenheim ausdehnen. Unvorstellbar, oder? Doch dieses Detail war nicht das Einzige, was mir, einer Mannheimer Ingenieurstochter die sich sehr für Industriekultur interessiert, neu war. Ob frühe Schwefelsäureproduktion im heutigen Vorort Wohlgelegen, die Bedeutung…
















