ABC der Inspiration – A wie Anfangen bis Z wie Zuhause

Lesender Gartenzwerg

Inspiration ist ein launisches Wesen. Manchmal kommt sie ungebeten und überfällt uns mit Ideen, während wir unter der Dusche stehen oder Wäsche aufhängen. Dann wieder lässt sie auf sich warten, obwohl wir händeringend nach ihr suchen. Wie kann man die Inspiration anlocken? Jede*r hat eigene Wege, die flüchtige Muse einzufangen. Manche meiner Ideen, Tipps und Rituale sind bewährt und vertraut – wie ein aufgeräumter Schreibtisch oder ein Spaziergang draußen. Andere sind sehr persönlich und vielleicht auch ein bisschen kurios – wie das Hochstecken meiner Haare oder der Duft von Kiefernöl an bestimmten Tagen. Dieses ABC ist meine ganz persönliche Sammlung dessen, was bei mir funktioniert. Mein ABC der Inspiration A wie Anfangen. Keine Inspiration in Sicht? Macht nichts. Einfach anfangen und darauf vertrauen, dass die Inspiration beim Arbeiten kommt. B wie Bleistift und Buntstift. Meine Ideen möchten mit der Hand aufgeschrieben und gekritzelt werden. C wie Cashew. Hirnfutter! Nüsse naschen hilft den Gedanken wieder auf…

weiterlesen

Herzblut – Ausstellung und Tweetup im Technoseum Mannheim

Herzblut Sonderausstellung im Technoseum

Nachts im Museum. Aber nicht alleine, sondern in Begleitung von 10 Menschen, die gerne twittern, instagrammen und bloggen – das sogar während einer Museumsführung. Das nennt sich Tweetup und genau dazu hat das Technoseum in Mannheim anlässlich der Ausstellungseröffnung „Herzblut – Geschichte und Zukunft der Medizintechnik“ eingeladen. Die Ausstellung zeigt Medizintechnik vom 16. Jahrhundert bis heute – das beginnt etwas abstrakt bei der Säfte-Lehre und endet ganz greifbar beim japanischen Pflegeroboter Paro. Ein Großteil der Ausstellungsobjekte stammen aus dem Archiv des Museums – unvorstellbar, was da noch alles lagert. Zweieinhalb Jahre dauert es, eine solch umfassende Sonderausstellung vorzubereiten. Ich bewundere die Kunst, aus der Vielzahl der möglichen Ausstellungsobjekte genau die passenden auszusuchen! Nachts im Museum Geschichte der Medizintechnik – das kann unter Umständen recht gruselig sein. Daher habe ich zuerst einen kurzen Moment gezögert, ob ich mir die neue Ausstellung „Herzblut – Geschichte und Zukunft der Medizintechnik“ im Technoseum in Mannheim wirklich anschauen möchte. Doch wie gruselig die Ausstellung wird…

weiterlesen

Mohsen Charifi – Ein Tag mit der Liebe

Mohsen Charifi Ein Tag mit der Liebe Cover klein

Eines Morgens begegnet das junge Mädchen namens Verliebtheit einem alten Mann – so beginnt die Erzählung „Ein Tag mit der Liebe“ von Mohsen Charifi. Die beiden werden den ganzen Tag zusammen verbringen. Verliebtheit wird zum ersten Mal ihren schweren Rucksack voller Hoffnungen, Enttäuschungen und Erinnerungen ablegen. Sie wird den Unterschied zwischen Brauchen und Lieben erkunden. Sie wird dem Ritter begegnen, der vielleicht auf den Namen Ego hören könnte. Sie wird viele Fragen stellen und noch mehr Antworten selbst finden. Und am Ende des Tages … nein, das verrate ich nicht, denn am Ende des Tages würde sogar die Sonne gerne ein wenig länger verweilen, nur um noch mitzubekommen, wie das Gespräch zwischen Verliebtheit und dem alten Mann namens Liebe ausgehen wird. Mohsen Charifi hat mit „Ein Tag mit der Liebe“ ein Buch geschrieben, das die Kraft hat, einen Lebensweg zu verändern. Es muss nur im passenden Moment im Leben eines Lesers erscheinen. „Ein Tag mit der…

weiterlesen

Focusing – Im Dialog mit dem Körper

Sachbuch: Im Dialog mit dem Körper Wie Sie mit Achtsamkeit Krankheitssymptome entschlüsseln und heilen

Focusing ist eine auf Achtsamkeit basierende Technik, mit der man Krankheitssymptome aller Art entschlüsseln und in Sprache übersetzen kann. Bei dieser Selbsthilfe-Methode werden alle notwendigen Heilungsschritte im inneren Dialog mit dem eigenen Körper entwickelt. Hier werden keine vorgefertigten Standard-Lösungen übergestülpt. Vielmehr geht Susanne Kersig davon aus, dass jeder seinen inneren Heiler selbst aktivieren kann. Achtsames Zuhören spielt dabei eine Schlüsselrolle. Susanne Kersig vermittelt knackig kurz das nötige Hintergrundwissen. Ihr Buch hat nur knapp 200 Seiten und trotzdem hatte ich nicht den Eindruck, dass mir irgendeine Information zum Focusing noch fehlen würde. So bleibt auf den wenigen Seiten erstaunlich viel Raum für Fallbeispiele aus ihrer Praxis als Focusing-Therapeut. Es sind interessante Geschichten mit überraschenden Lösungen, die sie präsentiert. Der Leser kann mit diesen Beispielen das achtsame Zuhören gleich üben. Auch die Übungsanleitungen sind sehr präzise formuliert und leicht nachzuvollziehen. Die Grenze zwischen „Diese Übung können sie problemlos alleine ausführen“ und „Hier nehmen sie besser eine Begleitperson dazu“ wird klar…

weiterlesen

Der kleine Buddha auf dem Weg zum Glück

Der kleine Buddha auf dem Weg zum Glück

Der kleine Buddha macht genau das, was der Leser von einem kleinen Buddha erwartet: er sitzt unter seinem Bodhi-Baum und meditiert. Doch manchmal hat er ein seltsames Gefühl, als würde etwas fehlen … was könnte das nur sein? Menschen fehlen ihm! Sein einziger Freund, der Bauer muss hart arbeiten und kann dem kleinen Buddha nicht immer Gesellschaft leisten. Aber er weiß Rat: Urlaub machen hilft bestimmt! So packt der kleine Buddha einen Apfel und einen Stein, der ihn an seinen Meditationsplatz erinnern soll, in seine Tasche, verabschiedet sich von seinem Bodhi-Baum und zieht los. Die große Stadt ist sein erstes Ziel, denn er braucht Abwechslung nach so viel Ruhe. Kindliche Naivität, große Gelassenheit, ein offenes Herz, die Bereitschaft zum Staunen und Neugier auf die Menschen, ihr Leben und ihre Erfahrungen – das zeichnet den kleinen Buddha aus und führt dazu, dass er auf seiner Urlaubsreise viele interessante Menschen kennenlernen wird. Jeder davon hat seine eigene…

weiterlesen

Think Content! – und schon ist die Beer geschält

Think Content! Fachbuch

Eigentlich könnte ich es mir mit der Rezension zu „Think Content!“ einfach machen: Pflichtlektüre. Punkt. Aus. Eventuell könnte ich noch so, wie es Buch-Blogger gerne tun, schreiben, dass es sich um ein Must-Read handelt; also ein Buch, das jeder, der in dieses Internet hineinschreibt und dort auch gefunden werden will, gelesen haben muss. Dann noch ein wenig den Klappentext des Buches umformulieren um auf eine Textlänge von mindestens 300 Wörtern zu kommen und schon „wär die Beer geschält“ wie der Pfälzer sagt. Anschließend noch den Link zur Rezension automatisiert auf allen sozialen Kanälen posten, sowie einen Beleglink an den Verlag schicken und hoffen, dass dieser aus meiner Rezension zitiert und mir vielleicht sogar einen Backlink spendiert. Allerdings wird er das bei einer Buchbesprechung, die auf Basis des Klappentextes entstanden ist, sicherlich nicht tun. Ja nun … Think Content! geht anders So hätte ich dann zwar einiges mit meinem Content, meiner Rezension, veranstaltet – aber von einer Content-Strategie und vom…

weiterlesen

Neil Young – ein Hippie träumt von der perfekten Modell-Eisenbahn

Autobiografie Neil Young

Neil Young eröffnet seine autobiographischen Fragmente mit Überlegungen und Schwärmereien zu seiner Lionel Modelleisenbahn. Das ist, gelinde gesagt, ein unerwarteter Einstieg in das Buch eines Rockstars. Überhaupt ist so einiges überraschend an seinen Erinnerungen, die munter zwischen den Jahrzehnten und Themen hin und her springen und doch völlig in der Gegenwart und seiner Person verwurzelt sind. Ja, man erfährt einiges über seine Musik, seine Weggefährten. Und ja, es gibt Anekdoten am Rande der Legalität. „Ein Hippie-Traum“ ist definitiv das Buch eines Rockstars. Doch es ist noch viel mehr.

weiterlesen

Mein Buchmessen-ABC

Schuhwerk fü die Buchmesse - Mein Buchmessen-ABC

A wie antizyklisch durch die Hallen, damit es mir nicht so voll erscheint. Morgens Belletristik und Kinderbuch, mittags Dienstleister und Sonderausstellungen. B wie Bagel Brothers. Ach nein, dort kann ich ja nur bei der anderen Buchmesse in Leipzig einkehren. C wie Catering, das es gerüchteweise an manchen Ständen wirklich noch gibt. D wie „da lang“. Würde ich ja gerne, da ist aber ein Rollkoffer im Weg. E wie „eigentlich sollte ich mal wieder an die frische Luft“ Ach, ein Gang geht noch … F wie #fbm14, #fbm15, #fbm16– ein Hashtag, den ich mir prima merken kann. G wie „Gang und Standnummer“. Würde bei der Orientierung auf der Buchmesse helfen, wenn man sie denn wüsste. H wie Hallenplan. Nach so vielen Jahren bin ich der Meinung, dass ich den Buchmessen-Hallenplan im Kopf hätte. Meist bleibt es beim „hätte“… I wie „Ist das nicht die …“ Liebe Ex-Kollegen, Weggefährten und Blogger*innen: helft einer vergesslichen Frau und sprecht sie…

weiterlesen

Sanspareil – ein Landschaftsgarten im Wald

Sanspareil - Weg im Felsengarten

Es gibt Orte, denen steht der Herbstnebel richtig gut. Der Felsengarten Sanspareil ist ein solcher Ort. Bei meinem letzten Besuch schien die Sonne. Das erzeugte zwar ein wunderschönes Licht zwischen den Buchen, aber diesmal, bei Herbstnebel und Laubgeraschel, verzauberte mich der eigensinnige Landschaftsgarten noch mehr. Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, die legendäre Schwester Friedrichs des Großen, ließ den Garten ab 1744 anlegen. Inspiriert wurde sie dabei von dem französischen Roman „Die Abenteuer des Telemach“, der die Grundprinzipien des vorbildlichen Herrschertums vermitteln soll. Zumindestens war das das Ziel des Autors François de Salignac de La Mothe-Fénelon, der dieses Werk für den Enkel von Ludwig XIV. schrieb. Sanspareil – Bildungsreise mit Telemach, Mentor und Kalypso So suchen wir also gemeinsam mit Telemach auf der Zauberinsel der Nymphe Kalypso seinen Vater Odysseus. Wir klettern durch Vulkanhöhlen, Sybillen- und Dianengrotten und begegnen Pan. Im Naturtheater träumen wir von weiteren Abenteuern und kehren geläutert und gebildet zum Ausgangspunkt zurück. Sanspareil – Reiseziel für…

weiterlesen

Housewives Tarot – Karten legen im Stil der 50er Jahre

Karten-Set: Housewives Tarot

Man muss keinen Martini trinken, um Spaß mit dem Retro-Tarot-Set „Housewives Tarot“ zu haben. Ein schöner Aperol Sprizz tut es auch. Die Test mit einem Gin Tonic stehen noch aus. Überhaupt sollte man bei diesem Orakel nicht alles so ernst nehmen, obwohl man das „Housewives Tarot“ durchaus auch als reguläres Tarot-Deck verwenden könnte. Alle Karten der großen und kleinen Arkana wurden liebevoll und mit viel Sachverstand in eine fiktive Welt der 50er Jahre übertragen. Auch die Legungen wurden neu interpretiert. Aus der klassischen Dreier-Legung wurde ein Eiskrem-Sandwich und das keltische Kreuz wird – ein wenig anders platziert – zum Martini-Glas. Pro-Tipp zu dieser speziellen Legung aus dem Beiheft: Anschließend kippen Sie den übrigen Martini hinunter und interpretieren die Karten nochmals mit neugewonnener Kreativität. Die Kelche wurden zu Cocktail-Gläsern, die Stäbe zu allerlei Putz-Utensilien und die Schwerter zu Küchenmessern und Cocktail-Spießchen. Das ist so konsequent und in sich verdreht, dass es einfach großartig ist! Housewives Tarot –…

weiterlesen

Eine gesunde Körperhaltung mit der Tai-Chi-Methode

Eine gesunde Körperhaltung mit der Ta-Chi-Methode von Marie Hock-Westhoff. Sachbuch aus dem Windpferd Verlag

Was macht eigentlich eine gesunde Körperhaltung aus? Ich brauche diesen Satz nur zu schreiben und beginne schon zu kontrollieren, wie ich jetzt in diesem Moment am Schreibtisch sitze. Bisher dachte ich, dass meine übereinander geschlagene Beine ein großes Problem seien. Nach der Lektüre des Buches „Die Tai-Chi-Methode für Haltungsgesundheit und einen schmerzfreien Rücken“ sehe ich das anders. Meine Aufmerksamkeit wandert zum Nacken und ich frage mich, warum ich schon wieder das Kinn nach vorne zum Bildschirm schiebe und so einen Knick in meiner Halswirbelsäule verursache. Genau diesen Knick werde ich später am Tag bereuen. Doch Selbstvorwürfe führen ganz bestimmt nicht zu einer gesunden Körperhaltung, sanftes Korrigieren schon eher. Dabei hilft das Buch von Marie Hock-Westhoff weiter. Sanftes Korrigieren und die Aufmerksamkeit auf die gesunde Körperhaltung lenken, das kann die Autorin wirklich gut. Diese Lenkung der Körperwahrnehmung beginnt mit drei einfachen Fragen (S. 75): Was macht mein Becken im Moment? Wie liegen meine Schulterblätter im Moment? Wie…

weiterlesen

Praxistipps für Corporate Blogs

Praxistipps für Corporate Blogs

Jede Menge Praxistipps für Corporate Blogs liefert das Buch von Meike Leopold. Ich muss diesmal auch nur ein ganz klein wenig und auch nur ganz kurz nörgeln und erledige das gleich hier am Anfang: Warum eigentlich geht auch dieses Buch wieder davon aus, dass Corporate Blogs nur in großen Konzernen entstehen? Dass dafür eine große Redaktion zur Verfügung steht und das unendlich viel Diplomatie für eine reibungslose Kommunikation zwischen Marketing-, Vertrieb- und sonstigen Abteilungen von Nöten sei? Meine Welt ist das nicht, ABER (hier endet das Nörgeln und die Begeisterung beginnt) fast alles lässt sich problemlos auch auf andere Arbeitssituationen übertragen. Damit bietet das Buch üppig Praxistipps für jeden Nicht-Hobby-Blogger: was spricht für einen Blog und warum sollte ich meine existierende Webseite um einen Blog ergänzen? Wo finde ich Themen und warum brauche ich sowohl einen Themen-Plan als auch einen Redaktionsplan? Wie schreibe ich gute Blogbeiträge? Was mache ich, wenn keine Kommentare kommen und was,…

weiterlesen