Buddhistische Geschichten – Die Kuh, die weinte

Buddhistische Geschichten - Die Kuh, die weinte

Nicht überzeugen konnte mich der Bestseller „Die Kuh, die weinte – Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück“ von Ajahn Brahm. Das liegt nicht an den Geschichten selbst – die finde ich durchaus unterhaltsam und manche auch inspirierend. Es ist das Drumherum: die Interpretationen und die Show. Ajahn Brahm schreibt in seinem Vorwort „Da jede Erzählung für sich spricht, habe ich mich bei den Kommentaren zurückgehalten.“ Da möchte ich gar nicht wissen, was passiert, wenn dieser Entertainer im Mönchsgewand so richtig in Fahrt kommt! Für mich hätte es all diese Anekdoten aus dem Waldkloster und aus dem Leben des Autors nicht gebraucht. Leider sind sie so mit den buddhistischen Geschichten verwoben, dass ich sie kaum überlesen konnte. Infos zum Buch: Ajahn Brahm Die Kuh, die weinte Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück Lotos Verlag Als Buch und Hörbuch erhältlich Update Juli 2015: Mittlerweile ist das zweite Buch von Ajahn Brahm…

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ZKM – Museumsbesuch auf der Baustelle

Museumsbesuch ZKM 2014

Ganz Karlsruhe ist eine Baustelle. Das ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe – macht da keine Ausnahme. Ich war trotzdem dort. Zum Glück. Nur das Erdgeschoss ist derzeit zugänglich – wobei die Zugänglichkeit auch in spannenden Umwegen bestehen kann. Macht nichts, denn die Mitarbeiter des Museums sind auskunftsfreudig und helfen auch verirrten Besuchern zurück auf den richtigen Weg – also auf den Weg, für den die Eintrittskarte gilt. Derzeit laufen zwei große Ausstellungen. „Jean-Jacques Lebel: Die höchste Kunst ist der Aufstand“ ist vom ersten bis zum letzten Objekt beeindruckend. Einen Eindruck vermittelt ein Artikel bei Kultur-Online.net – aber die Wucht und Energie der Kunstwerke vermitteln die Fotos nicht. Eine ganz eigene Entdeckung innerhalb der Lebel-Ausstellung waren für mich die Bilder von Erró – diesen Maler werde ich weiterverfolgen. Die zweite Ausstellung „Beuys Brock Vostell“ war für mich ein erneuter Versuch, mich dem Phänomen Beuys anzunähern. Großartig aufgebaut, klasse…

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Deftig vegetarisch oder: Rezepte, die nicht so grün schmecken

deftig vegetarisch - Rezepte

Eines vorneweg, bevor ich Euch über meine Erfahrungen mit „Deftig vegetarisch“ berichte: aus mir wird wahrscheinlich keine Vegetarierin mehr. Das meiste schmeckt mir einfach … nun … zu grün, zu gedünstet, zu salatig. So, jetzt ist es raus. Karma-Bonuspunkte verspielt. A propos Karma: eine Ausnahme gibt es. Für ein geschmacksexplosiv gewürztes indisches vegetarisches Menü lasse ich jedes deutsche Schnitzel stehen. Beim echten Wiener Schnitzel hingegen läuft es nur auf ein Unentschieden hinaus. Doch zurück zum grünen Geschmack, der mir zu rohköstlerisch-salatig ist. „Deftig vegetarisch“ zeigt, dass es auch anders geht. Zum Beispiel mit Röstaromen. DAS klingt doch gleich viel besser für mich! Herzhaft-bodenständige Gerichte. Ja – gerne doch! Das Kochbuch ist nach den Zubereitungsarten unterteilt: Braten, schmoren, rösten (lecker), panieren, gratinieren, frittieren (oh ja!), grillen, marinieren und karamellisieren (happy!). Kein dünsten, keine Rohkost – dieses Buch ist mein Freund. Ein Pommes-Rezept ist auch drin. Und Spinatnocken. Gebackener Camembert mit Tomaten-Ingwer-Konfitüre.…

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Wenn heilige Kühe ins Gras beißen

Wenn heilige Kühe ins Gras beißen - Sachbuch

Zwei Dinge haben mich auf das Buch „Wenn heilige Kühe ins Gras beißen“ neugierig gemacht: Das Cover mit dem Sternbild der heiligen Kühe und die Vorgeschichte der Autorin. Betsy Chasse war die Produzentin des Films „What the Bleep do we know“, der in meinem esoterisch-spirituell interessierten Umfeld durchaus den Status einer Heiligen Kuh hat. Ich selbst habe den Film zwar nicht gesehen, wurde aber doch ständig von Buchhandelskunden darauf angesprochen und kenne daher viele Zusammenfassung des Inhalts. Vor allen Dingen konnte ich beobachten, wie der Film beim Zuschauer Interesse für ganz neue, andere Themen weckte. Wie geht das Leben nach so einem spirituellen Erfolg weiter? Betsy Chasse genehmigt dem Leser einen Panoramablick durch das Schlüsselloch auf ihr Leben nach „What the Bleep do we know“. Manchmal dachte ich mir, dass ich es so genau gar nicht wissen möchte. Nach dem Film ging also ihre Ehe in die Brüche, sie ist…

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Räuchern mit Kräutern und Harzen – Buch-Tipps

Der Sommer ist nass, die Schnaken sind wieder da – das ist meine aktuelle Ausrede, um wieder nach Herzenslust zu räuchern. Der Rauch von Kräutern und Harzen hilft in der Tat gegen die Stechmücken und so lange sich die Nachbarn nicht beschweren (was nicht mehr lange dauern kann) räucher ich kräftig weiter. Derzeit habe ich, je nach Stimmung, ein Faible für Kampher und für Lavendelblüten. Überhaupt experimentiere ich gerne mit allem, was der Garten hergibt: Mädesüß, Salbei, Rosmarin, Beifuß oder auch Gänseblümchen haben sich schon bewährt. Wobei ich betonen möchte, dass ich am liebsten im Freien räucher – in der Wohnung sind mir viele Düfte dann doch zu intensiv. Dort bevorzuge ich Räucherstäbchen, Räucherkegel und Duftöle. Natürlich habe ich auch in diesem Fall zu Büchern gegriffen. Diese beiden kann ich zum Einstieg empfehlen: Räuchern mit heimischen Pflanzen – meine Buch-Tipps Wer nicht so gerne experimentiert, keine geeigneten Räucherpflanzen im Garten hat und…

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Eine Reise entlang des Ganges

Eine Reise entlang des Ganges - Reisebericht von Ilija Trojanow

Ilija Trojanow tut sich schwer als Indien-Versteher. Auf seiner Reise entlang des Ganges überfordert ihn das Land mit seiner unlogischen Vielfalt. Das gibt er offen zu und versucht trotzdem tapfer, Erklärungen zu finden. Mir ging es auf meiner Indien-Reise nicht anders. Gerade das macht mir sein Buch so sympathisch, obwohl es für meinen Geschmack auf weiten Strecken sehr spröde daherkommt. Es sind insbesondere die Umweltverschmutzung und der achtlose Umgang mit der Natur, die den Autor fassungslos machen. Wie kann man die heilige Mutter Ganges in so eine Kloake verwandeln? Wieso stören sich nur so wenige Menschen daran? Eine seiner Erklärungen beruht gerade auf der Göttlichkeit des Flusses. Ein Mensch kann eine Göttin nicht verschmutzen und er kann ihr auch nicht dabei helfen, sauber zu werden. Dafür müsste die heilige Ganga schon selbst sorgen. Für den allgegenwärtigen Lärm versucht er erst gar nicht, eine Erklärung zu finden – der gehört einfach…

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Einfach genial – Handbuch der Inspiration

Handbuch zur Inspiration Einfach genial

Wo ist die Muse, wenn man sie braucht? Kann man kreative Ideen erzwingen? Das wohl kaum, aber es gibt Mittel und Wege, Inspiration und Kreativität im eigenen Leben zu verankern. Regine Rompa erzählt in „Einfach genial – Kleines Handbuch der Inspiration“ von Genies, Forschern und Künstlern und ihren ganz persönlichen Tricks und Kniffen im kreativen Alltag. Da wäre zum Beispiel die Kunst des klugen Hinterfragens, die Sir Isaac Newton praktiziert hat: Warum hat Gott die Welt da erschaffen, wo sie ist und nicht einen Meter weiter links? Natürlich dürfen die faulen Äpfel, deren Duft bei Friedrich Schiller für kreative Höhenflüge sorgten, nicht fehlen. Mein persönlicher Liebling ist die Geschichte von Nick Cave, dem Rockstar, der jeden Morgen wie ein Bankangestellter in sein Kellerbüro geht, um Songs zu schreiben. Doch die Autorin erzählt nicht einfach Anekdoten. Die Geschichten aus dem Leben berühmter Persönlichkeiten dienen nur dazu, grundlegende Bedingungen der Kreativität zu erläutern.…

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Tiere in der Stadt – Von Füchsen und Parasiten

Tiere in der Stadt Sachbuch von Bernhard Kegel

Der Fuchs, der Euch auf dem Buchcover entgegen läuft, begegnet dem Leser erst gegen Ende des Buches. Bernhard Kegel weiß, wie man eine gute Geschichte aufbaut. Er weiß, dass auch ein Sachbuch über Tiere in der Stadt einen Spannungsbogen braucht und deswegen zögert er die Begegnung mit Fuchs, Waschbär & Co bis zum Schluss hinaus. Vorher berichtet er über kleinere und ungeliebtere Tiere, die sich den Lebensraum mit den Menschen teilen. Parasiten zum Beispiel. Noch früher erzählt er von Tierkolonien. Viele Individuen auf engem Raum, Stress, Lärm, schlechte hygienische Verhältnisse – Tierkolonien und menschliche Städte haben vieles gemeinsam. Parasiten zum Beispiel. Tiere in der Stadt – ein heilloses Durcheinander? Stadtnatur ist vielseitig. Sie besteht aus mehr Individuen als nur aus Spatzen und Amseln, aber auch aus mehr als nur Ratten und Bettwanzen. Zur Stadtnatur gehören die Brennesseln auf den Brachen, sich schnell verbreitende Götterbäume, Graureiher und Störche im Stadtpark und sehr…

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Vertraue dem Meister in Dir – Praxisbuch

Remo Rittiner Vertraue dem Meister in Dir

Remo Rittiner hatte mich schon mit seinem Yoga-Therapiebuch begeistert. Deswegen war es klar, dass ich sein neues Buch „Vertraue dem Meister in Dir“ unbedingt lesen wollte. Doch wie es manchmal so ist – das Buch und ich, wir fanden erst einmal nicht zusammen. Ich habe es sogar ungelesen aus dem Urlaub zurück gebracht. Es ist definitv eines dieser Bücher, für das man den genau passenden Zeitpunkt abpassen muss, sonst rauscht es einfach so an einem vorbei. Jetzt war der Zeitpunkt da. Achtsame Lebensführung, nachhaltige Ernährung, spirituelle Praktiken sind wichtige Bausteine in seinem Konzept. Doch vor allen Dingen führt der Weg zum inneren Meister durch Jetzt, Stille und Klarheit: Zunächst kommt es darauf an, überhaupt anwesend und wach zu sein für das, was um uns herum und in uns vor sich geht. Um sich der Fülle unseres Leben bewusst zu werden, gibt es drei wertvolle Schlüssel – das Jetzt, die Stille und…

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Baba Jaga – ganz besondere Urban Fantasy

Toby Barlow, Baba Jaga, Roman, Urban Fantasy

Spione aus aller Herren Länder, alte russische Hexen, die immer schön bleiben, und häßliche alte Hexen, die seit Anbeginn der Zeit Männern Unglück bringen, Liebhaber und gehörnte Ehemänner, erfolglose Literaten und Jazzmusiker kurz vor dem Durchbruch – all diese Figuren treffen in „Baba Jaga“ im Paris der Nachkriegszeit aufeinander. Damit wir uns auf gar keinen Fall langweilen gibt es noch korrupte Polizisten, übereifrige Detektive, die in einen Floh verwandelt werden, verrückte Wissenschaftler, ein junges Mädchen mit einem Huhn und jede Menge Eulengewölle, die geraucht werden. Fehlt noch was? Ja klar – die große Liebe, für die es nie zu spät ist, spielt eine wichtige Rolle. Aber ob sie Glück bringt? Baba Jaga, der Jazz und der Rhythmus der Figuren So faszinierend die Geschichte ist, ein wenig mehr Feinschliff hätte ihr gut getan. Damit meine ich nicht nur die gelegentlichen Wortwiederholungen, die die Sätze holpern lassen. Toby Barlow verleiht jeder Figur…

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Warum Du (k)ein Buddhist bist – ich übrigens auch nicht

Weshalb sie (k)ein Buddhist sind - Buch-Tipp

Eine räucherstäbchen-freie Einführung in die Philosophie des Buddhismus – genau das bietet das Taschenbuch „Weshalb Sie (k)ein Buddhist sind“ des jungen Lamas Dzongsar Jamyang Khyentse. Keine Mantras, keine Meditationsübungen – der Autor klärt kurz, warum der Buddhismus keine Religion ist und dringt dann gleich zum Kern der buddhistischen Philosophie vor. Sein Thema sind die Vier Siegel; die vier Lehrsätze des historischen Buddhas, auf denen alles weitere aufbaut. Wer diese vier Sätze nicht verstanden und verinnerlicht hat, kann für den Autor kein Buddhist sein – auch dann nicht, wenn er meditiert und Achtsamkeit praktiziert und dadurch zum friedlicheren Menschen wird. In der Übersetzung von Staphan Schuhmacher lauten diese Kernthesen des Buddhismus wie folgt: Danach folgt noch die Empfehlung des Buddhas „Glaube nichts, hinterfrage alles“ und die philosophische Achterbahnfahrt kann beginnen. Spätestens beim Konzept der Leere wurde mir persönlich schwindelig. Zum Glück ist Dzongsar Jamyang Khyentse ein aufmerksamer Lehrer, der genau weiß, was er…

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Alle meine Wünsche

Alle meine Wünsche - Roman

Gerade mal 127 Seiten genügen Grégoire Delacourt, um das Leben seiner Protagonistin Jocelyne völlig umzukrempeln. Sehnlichst habe ich mir – ganz gegen meine sonstigen Lesegewohnheiten- ein Happy End gewünscht. Doch der Autor lässt mich zurück mit etwas, was eine Wendung zum Besseren sein könnte und mir doch das Gefühl gibt, das nun alles einfach nur anders, aber nicht besser ist. Alles bleibt anders, nachdem es auf den ersten Blick 25 Jahre lang gleich blieb. Doch die Geschichte schält sich wie eine Zwiebel. Alle meine Wünsche und der Sparschäler Machen Wünsche das Leben besser? Jocelynes Mann hat viele Wünsche, Konsumwünsche. Sie hingegen hatte Träume, mit denen sie in einem ganz normalen Leben gestrandet ist. In ihrem einfachen Leben fühlt sich zuhause; sie hat gelernt, zufrieden zu sein. Kuschelig wirkt dieses Leben zuerst auf den Leser. Doch dieser Anschein verfliegt, sobald der Autor die nächste Schicht der Geschichte freilegt. Mit jeder neu…

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