• GeschichtenAgentin ist der Buch-Blog und das Lese-Tagebuch von Dagmar Eckhardt. Sachbücher und Ratgeber, Fantasy und Romane, Backlist und Neuerscheinungen: Ich lese immer viele Bücher gleichzeitig und erzähle hier auf meinem Buchblog, was sie mit mir machen. Keine klassischen Rezensionen, sondern persönliche, ehrliche Eindrücke aus Leserinnen-Sicht und mit einem Blick auf die Buchbranche. Denn ich war Buchhändlerin und bin es tief im Herzen geblieben. Abseits der Bücher findest du mich in Museen oder in der Pfalz und im Wald, auch darüber blogge ich. Stöber durch meine Buchtipps und Rezensionen und finde dein nächstes Lieblingsbuch!

Kelten, Kulte, Anderswelten: Reiseführer für Schwarzwald, Schwäbische Alb, Oberschwaben und Elsass

Der Menhir von Betenbrunn, eingemauert in einer Kirche. Der Magdalenenberg bei Villingen, der größte keltische Grabhügel Europas. Aber auch Schalensteine, alte Linden oder einfach nur Plätze, um die sich Mythen ranken: für mich sind sie ein guter Grund, eine Autofahrt zu unterbrechen und anzuhalten. Dabei sind mir die kleinen Sehenswürdigkeiten und die stillen Orte meist lieber als die großen Sensationen wie der Odilienberg. Allein – wie von ihnen erfahren? Den meisten Reiseführern sind sie bestenfalls eine Randnotiz wert. Das ist der Grund, warum ich immer…

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Sich gesund schreiben – ein 12-Wochen-Programm

Schreibend sich selbst erkunden, um so einen Heilungsprozess einzuleiten: Darum geht es in dem Buch „Ich schreibe mich gesund“ von Prof. Dr. med. Silke Heimes. Sie hat ein 12-Wochen-Programm mit Schreibimpulsen für jeden Tag entwickelt. Anhand klarer Fragen wird das eigene Befinden und Empfinden erkundet mit dem klaren Ziel, sich gesund zu schreiben. Dabei wechseln sich sehr konkrete Fragen ab mit offenen Einladungen. So wird mal der Ist-Zustand erkundet, mal ungenutzte Ressourcen erforscht und mal eine Vision von einem gesünderen Ich entwickelt. Sie gehen am…

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Wirte und Stammtischler, Brauer und Köche: in fränkischen Wirtshäusern

Wer das Buch „In fränkischen Wirtshäusern“ liest, muss sich auf lange Dialekt-Passagen einstellen und damit etwas mitbringen, was den Wirten allesamt wichtig zu sein scheint: Zeit. Man mag Gäste, aber nicht jeden Gast. Reingehen, essen, ein Bier trinken und weiter – das geht gegen die Ehre eines fränkischen Wirts. Dafür macht er den Job nicht. Wahrscheinlich würde er seine Tätigkeit auch nicht als Job bezeichnen. Wirt, Wirtin – das IST man. Sonst funktioniert es nicht. Natürlich gab es auch in Franken ein Wirtshaus-Sterben. Für mich…

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Was wäre, wenn die Architektur ein Geheimnis verbirgt?

Wenn ich jetzt schreibe, dass die Graphic Novel „Der Magnet“ von Lucas Harari ein Thriller ist, verrate ich schon fast zu viel. Andererseits hilft diese Schubladisierung dem Leser auch nicht weiter, da sie das Geheimnis der Geschichte nicht umfassend beschreibt. Also kann ich das erstens hier stehen lassen und zweitens einen neuen Ansatz suchen. „Der Magnet“ von Lucas Harari ist eine genauso minimalistische wie atmosphärisch dichte Graphic Novel für Menschen, die bereit sind, sich ganz und gar auf einen Ort einzulassen. Die wissen, dass der…

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Ein gut getarntes Lehrbuch der Hauswirtschaft – lässig und nützlich

Dieses Buch teilt das Schicksal vieler Ratgeber: Es wird häufiger gelesen als darüber gesprochen und geschrieben wird. Ob Fußpilz, Haushaltsführung oder versterbende Zimmerpflanzen: Einen Ratgeber liest man, weil man ein Defizit verspürt. Wenn es sich dabei um ein schickes Thema wie Female Empowerment oder Anti-Rassismus handelt, zeigt man noch gerne: Ich empfinde einen Mangel und ich möchte ihn beheben. Doch wer mag schon Nachholbedarf bei grundlegenden Hauswirtschafts-Themen wie Putzen oder Wäsche waschen zugeben? Ich bin jetzt über 50 und gestehe, dass es immer noch genug…

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Was wäre, wenn eine Welt drei Sonnen hätte?

Nein, ich werde erst gar nicht versuchen, eine Rezension zu Cixin Lius „Die drei Sonnen“ zu schreiben – ich würde mich eh nur verheben. Um dieses Werk einzuordnen, kenne ich mich einfach zu wenig mit Science Fiction aus. Der Vergleich mit Arthur C. Clarke erscheint mir schlüssig und ich kann mir gut vorstellen, dass es sich um einen Meilenstein der Science-Fiction-Geschichte handelt. Mich hat das Buch auf jeden Fall beeindruckt! Was mich aber fast noch mehr fasziniert ist ein Leseerlebnis, das ich offensichtlich mit vielen…

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Vom Reiz einer richtig guten Bausünde

„Die klassische deutsche Bausünde ist besser als ihr Ruf!“ Das ist noch einer der harmloseren Sätze aus dem großartigen Bildband von Turit Fröbe, der mich nicht nur wegen der exquisiten Auswahl an unglaublich seltsamen Gebäuden, sondern auch wegen seiner scharfzüngigen Architektur-Analysen begeistert. Turit Fröbe hat offensichtlich ein großes Herz für Häuser, die unseren Blick stören. Für Anbauten, die sich nicht einfügen. Für Fassaden, bei denen sich manch ein Betrachter nach alten Fachwerk-Zeiten zurücksehnt. Sie nicht, denn „Eine gut gemachte, originelle Bausünde zeichnet sich durch Mut,…

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Heimaturlaub: 101 deutsche Orte

101 deutsche Orte, die man gesehen haben muss – ein solcher Titel löst wohl automatisch reflexartiges Zählen aus. An wie vielen Orten war ich schon? Wohin haben mich meine Eltern geschleppt, offensichtlich gegen meinen Willen, wie Familienfotos beweisen? Was davon steht immer noch auf meiner Reise-Wunschliste? Aber halt, Reflexen muss man nicht gleich folgen. Vor dem Zählen sollte man prüfen, ob die Auswahl überhaupt für einen passt. Ist das überhaupt mein Buch über Deutschland? Es ist. Für mich ist die Auswahl an Sehenswürdigkeiten, Städten und…

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So klappt’s mit dem Welt retten: enkeltauglich leben

Ratgeber enkeltauglich leben

Enkeltauglich leben – das war die Formulierung in der Klima-Debatte, bei der ich Hoffnung schöpfte. Mit diesem emotionalen und nach vorne gewandten Begriff muss doch jeder verstehen, worum es geht! Ganz so kam es dann doch nicht. Aber „enkeltauglich Leben“ ist immer noch ein Begriff, der Menschen in ihren Bemühungen vereint. Gleichzeitig ist „Enkeltauglich Leben“ eine Initiative, die im Graswurzel-Stil versucht, die Welt zu retten. Jede kleine Aktion hilft – und dieses Handbuch zur Initiative ist voll von kleinen Aktionen, die sich leicht umsetzen lassen!…

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Gutmensch, Frühsexualisierung, Tag X: Rechte Wörter.

Ich hatte lange gehofft, dass ich mich nicht intensiver mit rechter Ideologie und rechter Sprache auseinandersetzen muss. Dass die Lektüre von Zeitungsartikeln und Blog-Beiträgen genügt, um zu verstehen, was in unserem Land passiert. Dass ich auch so jederzeit fundiert argumentieren kann, warum ich nicht nur bestimmte Wörter aus meinem Sprachschatz habe verschwinden lassen, sondern mich auch aktiv um einen Sprachwandel bemühe. Mittlerweile habe ich eingesehen, dass mein eigenes Sprachempfinden keine ausreichende Basis ist, um in Diskussionen zu überzeugen. Augenöffner war einmal, dass ich Menschen begegnet…

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Es ist so still auf einmal. Torsten ist tot.

Dass sich 2020 zu einem so stillem Jahr entwickelte, erschien mir nur angemessen. So konnte Torsten Walker, alias RRRSoundz, der von einer Krebserkrankung ausgebremst wurde, keine Konzerte verpassen. Jetzt ist das Jahr noch stiller geworden. Torsten ist tot. Der DJ meines Vertrauens legt nicht mehr auf und ich habe einen guten Freund verloren. Es war für mich kaum vorstellbar, dass es irgendetwas gibt, das er nicht mit seinem großen Herz, seinem Kampfgeist und seiner Ausdauer bewältigen konnte. Eine gute Woche bedeutete für ihn drei Konzerte,…

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Über alte Wege

Dieses Buch und ich, wir kamen dann doch nicht zusammen. Dabei beginnt „Über alte Wege. Eine Reise durch die Geschichte Europas.“ von Mathijs Deen grandios. Er erinnert sich an Reisen seiner Kindheit, Fahrten, die ihn über die alte Europastraße, die damals noch keine Autobahn war, führten. Ausgehend von diesen Kindheitserinnerungen an Landstraßen, die wirklich noch über Land führten, erkundet er zunächst die Geschichte der Europastraßen, die angelegt wurden, um Völker im Frieden zu verbinden, die zuvor miteinander Krieg geführt hatten. Doch auch diese Straßen verlaufen…

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Einatmen, ausatmen? Da geht noch mehr: Atemtechniken

Einatmen, ausatmen. Klappt doch. Warum sollte ich dafür ein Buch benötigen? Das entsprach in etwa meinem Denken und meinem Wissensstand, bevor ich mit Yoga anfing und bevor ich Markus Schirners Buch „Atemtechniken“ für mich entdeckte. Von Atempausen oder der Tatsache, dass man auch in die Schulterblätter atmen kann, hatte ich damals noch nichts gehört. Noch schlimmer: Ich hatte es auch noch nie erfahren. Das, was so trocken im Yoga-Unterricht als „vollständige Yoga-Atmung“ beschrieben wurde, war der erste Augenöffner. So viel Raum im Körper! So viel…

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Goodbye New York – der Abschluss der Brooklyn-Trilogie

Jetzt sind sie also wieder hier in Deutschland. Zu sagen, sie wären zurück, käme mir unpassend vor. Denn das, was wie die Heimkehr einer Familie nach 2 Jahren in New York aussieht, ist genauso ein Neuanfang wie ein Anknüpfen. Wieder lässt uns Stephanie Hanel in tagebuchartigen Einträgen an ihren Erlebnissen, Gedanken und Gefühlen teilhaben. Als klar wird, dass die Tage der Familie in Brooklyn gezählt sind, taucht sie noch einmal richtig in das Leben New York ein und nimmt uns mit. Hier ein Museumsbesuch, dort…

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Ziele setzen. Das Werkzeug ist da, aber …

Vielleicht wäre manches in meinem Leben anders gelaufen, wenn mein jüngeres Ich schon ein solches Buch und die zugrunde liegende Methodik gekannt hätte. Ziele setzen, das ist nichts, was mir in die Wiege gelegt wurde. Ich bin die, die immer vom Schwebebalken gefallen ist, sich geschüttelt hat und weitergemacht hat – ohne sich das Ziel zu setzen, besser zu werden. Mich hat das Runterfallen einfach nicht gestört. In der Schule war mein Ziel, gute Noten zu schreiben – ohne jemals zu definieren, ab wann eine…

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Eine Einführung in die Musikethnologie

Musikethnologie war diesmal die Wissens-Insel, zu der mich meine Neugier trieb. Das kam so: Yoga machen, Mantras hören. Neugierig werden. Bücher über Mantras lesen. Auf das Thema Raga stoßen. Konzerte in der OMM, der Orientalischen Musikakademie Mannheim, besuchen. Noch neugieriger werden. Versuchen, das System der Ragas zu verstehen. Genussvoll daran scheitern. Neugierig bleiben und sich für Weltmusik zu interessieren beginnen. Für mein Leseverhalten typisch: Neue Themen und Bücher treten immer zusammen auf. Dabei greife ich auch gerne zu Büchern, die eigentlich nicht für mich geschrieben…

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Ein Comic zum immer wieder lesen: Das verrückte Unkraut

Warum eigentlich lese ich Romane immer nur einmal, Comics aber gerne mehrmals? Zu „Die neuen Abenteuer von Herrn Hase: Das verrückte Unkraut.“ habe ich in vergangenen Winter gleich mehrmals gegriffen. Und jetzt, zu Corona-Zeiten, passt die postapokalyptische Story, in der Herr Hase immer wieder in eine von Pflanzen überwucherte Welt gerät und dort ums Überleben kämpft, sowieso perfekt. Weil ich mich in den letzten Jahren erschreckend wenig um die Comic-Szene gekümmert habe, hatte ich gar nicht mitbekommen, dass Lewis Trondheim diese Story zuerst auf Instagram…

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Farne, Nerds, Mexiko: Die feine New Yorker Farngesellschaft

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mit dem Buch „Die feine New Yorker Farngesellschaft. Eine Reise nach Mexiko“ so richtig warm wurde. Später wurde mir klar: Dem Autor Oliver Sacks erging es nicht anders. Auch er hat etwas gebraucht, bis er seine Distanz zur Reisegruppe, mit der er sich auf einer Exkursion zu den Farnen Südmexikos befindet, überwunden hat. Doch dann hat er sie richtig ins Herz geschlossen, diese Enthusiasten der amerikanischen Farngesellschaft, denen ein vertrockneter Farnwedel wichtiger ist als alle Sehenswürdigkeiten Mexikos. Die…

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Die Schattenkönigin

Überhaupt mag ich mehr Fantasy lesen. Vor allem wenn sie so daher kommt wie „Der Onyxpalast – Die Schattenkönigin“ von Marie Brennan: ein intelligenter Plot, den zumindest ich noch nicht einhundertmal gelesen habe. Und fast noch wichtiger: Es wird zwar auch hier gekämpft und gestorben, aber die Handlung schreitet ohne Gewaltorgien und Blutbäder voran. In diesem Fantasy-Roman stehen Intrigen und Ränkespiele im Mittelpunkt. Wir befinden uns am Hof von Königin Elisabeth, der letzten Monarchin der Tudors. Doch wir befinden uns auch unter ihrem Hof, im…

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Ein Ersatz für Konzerte, die ich nie sah: Bowie – als Comic

Das einzige Mal, dass ich Bowie live sah, kam er als Gentleman im Anzug daher. Die Bühnenpräsenz war beeindruckend und sein klug platziertes Lächeln strahlte bis zu mir ganz hinten, auf dem Hügel am anderen Ende des Festivalgeländes. Trotzdem hätte ich ihn gerne einmal anders erlebt – nämlich so, wie in diesem Comic: Bowie – Sternenstaub, Strahlenkanone, Tagträume. Laura Allred, Michael Allred und Steve Horton schwärmen von dem frühen David Bowie, dem schillernden Superhelden der Popkultur. Fast ein wenig schade, dass sie ihre Schwärmerei in…

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Mit Ilija Trojanow auf Reisen – egal wohin

Was bringt mir das Reisen in Gedanken und auf den Buchseiten? Mir jede Menge. Ich war ein wenig skeptisch, ob mir Aufenthalte in fremden Ländern via Buch zu Pandemie-Zeiten gut tun. Der Frühjahrsurlaub fiel für mich aus, die nahe Grenze zu Frankreich ist noch immer geschlossen. Erinnern mich Berichte von fremden Ländern dann nicht zu sehr an das, was fehlt? An das Nicht-reisen-können, an das zuhause-bleiben-sollen? Macht ein Buch, das von der Lust am Reisen handelt, nicht depressiv in diesen seltsamen Tagen? Mitnichten. Im Gegenteil.…

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Dichterinnen & Denkerinnen

Auf dem Gymnasium habe ich genau eine Autorin gelesen: Christa Wolf. Mir fiel nicht auf, dass das nicht so hätte sein müssen. Aber mir fiel sehr wohl auf, dass insbesondere die Jungs in meiner Klasse mit der dreifachen Exotik aus Frau – DDR – Frauenfigur aus der griechischen Mythologie überfordert waren. Doch Fragen zu solchen Phänomenen muss man sich nicht stellen, um Spaß an Katharina Herrmanns großartigem Buch „Dichterinnen & Denkerinnen. Frauen, die trotzdem geschrieben haben“ zu finden. Dieses Buch funktioniert auf so vielen Ebenen,…

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Wie Pflanzen kommunizieren: eine kurze Geschichte der Pflanzenevolution

Erst seit relativ kurzer Zeit können Wissenschaftler nachweisen, dass Pflanzen Sinnesempfindungen haben und miteinander kommunizieren. Für diesen Nachweis war zweierlei nötig: verfeinerte Messmethoden und eine Loslösung vom anthropozentrischen Weltbild. Wer davon ausgeht, dass nur Menschen miteinander kommunizieren können, kommt erst gar nicht auf die Idee, Pflanzen dahingehend zu erforschen. Dafür, dass uns die Erkenntnis so spät ereilte, ist sie mit dem „Wood Wide Web“ dann doch recht schnell im Mainstream angekommen. Peter Wohlleben sei Dank dafür (auch, wenn ich sein Buch „Das geheime Leben der…

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Alltagstauglich & gesund: indische Küche

Gesundes Indien – als ich den Titel des Kochbuchs las, kam mir diese Formulierung wie ein weißer Schimmel vor. Kann denn eine so gemüse-lastige Küche wie die indische ungesund sein? Okay, die Süßspeisen haben es in sich, Laddoos sind pures Hüftgold und zu viel Nan dürfte die gleiche Wirkung haben wie unser Weißbrot. Aber was bitte könnte an einem Curry aus frischem Gemüse nicht gesund sein? Der Untertitel bringt die Lösung: Es geht um einfache indische Gerichte für jeden Tag. Chetna Makan ist Hobbyköchin und…

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Wohltuende Lektüre: Ikigai – japanische Lebenskunst

Lebenskunst ist ein Begriff, bei dem ich sofort aufhorche. Für mich enthält er ein Versprechen: Es ist möglich, ein gutes Leben zu führen – egal, wie die Ausgangsbedingungen sind. Nimm, was Du vorfindest, und mach das Beste daraus. Das Buch „Ikigai – Die japanische Lebenskunst“ hat mich nicht enttäuscht. Ikigai ist ein Konzept, dass sich durch die gesamte Kultur Japans zieht. Ken Mogi erklärt nicht nur diese grundlegende Philosophie, er zeigt auch kenntnisreich auf, wo wir überall die Auswirkungen dieser Lebensweise finden können. Die fünf…

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Mannheims verlorene Pracht: die Spuren der Belle Époque

Was wäre aus Mannheim geworden, wenn es keine Weltkriege gegeben hätte? Um 1900 war Mannheim eine Stadt im Aufbruch. Hafen und Bahnhof entstanden. Wasserturm, Rosengarten und die Jugendstilanlage wurden gebaut. Die BASF zog zwar nach Ludwigshafen, doch Mannheim glänzte mit Luftschiffen, dem Benz-Werk und Traktoren von Heinrich Lanz. Die Entwicklung wurde durch den Ersten Weltkrieg ausgebremst. Der Zweite Weltkrieg zerstörte viel von dem, was in der Gründerzeit entstand. Doch wer weiß, wo er hinschauen muss, findet auch heute noch Spuren der Belle Époque. Das Buch…

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Nur echt mit Dubbeglas: Gebrauchsanweisung Pfalz

In der Pfalz ist es derzeit ruhig. Beim Wandern trifft man nur wenige Menschen und selbst die Pälzer Krischer scheinen leiser zu sein als sonst. Unglaublich – aber Corona macht es möglich. Also ab in den Pfälzer Wald, Seele lüften! Aber wandern, ohne in einer Pfälzer Hütte einkehren zu können, ist auch nicht das Wahre. Da fehlt einfach ein elementarer Bestandteil, etwas von dem, was die Pfalz so einzigartig macht. Was hingegen wunderbar funktioniert und alles enthält, was die Pfalz so einzigartig macht, ist dieser…

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Jenseits der Lehrmeinung: der Heiler und die Bienen

Es ist ein bisschen so, als würde man mit dem Heiler und Imker Edgar Zimmermann am Küchentisch sitzen und ihm zuhören. Er erzählt, lamentiert, grummelt, schmunzelt und kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen. Am Ende hat er alles gesagt, was er sagen wollte, doch der Weg dahin ist eigen. Zu erzählen hat er viel. Wie es sich anfühlt, als Kind seine Gabe zu entdecken, und sich dann autodidaktisch zum Heiler auszubilden. Was für ihn Heilen bedeutet und warum der Klient immer mitarbeiten muss. Wie er das…

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Einmal quer durch die Stadt: Leipzig zum Lesen

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Reise-Anthologien. Aber Leipzig ist nun mal meine Lieblingsstadt und das machte den Reclam-Band „Leipzig zum Verweilen“ für mich zur Pflichtlektüre. Ich habe es nicht bereut! Der literarische Streifzug durch Leipzig bietet einen äußerst facettenreichen Blick auf die Stadt, die so viel mehr zu bieten hat als nur Auerbachs Keller, Thomas-Kirche und Völkerschlachtdenkmal. Herausgeberin Marianne Eppelt bewundert mit uns den Leipziger Hauptbahnhof, führt uns durch das Graphische Viertel, lädt zum Bummeln am Karl-Heine-Kanal ein, radelt an den Cospudener See…

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Kurz, kürzer, SF: Micro Science Fiction

In ganz seltenen Fällen wäre ich gern mal einen Tag lang Gast im Gehirn eines Autors. Einfach nur um herauszufinden, wie jemand denkt, der sich so etwas wie 200 Zeichen lange Kürzest-Science-Fiction, die alle noch einen Plot-Twist enthalten, ausdenkt. Also so jemand wie O. Westin. Zum Vergleich: Diese Einleitung für meinen Blog-Beitrag hat bereits 281 Zeichen. Sie ist damit deutlich länger als jede Geschichte aus dem Buch „Micro Science Fiction“. Und, da bin ich realistisch, sie enthält auch deutlich weniger Aliens, KIs, Zeitreisen und Spannung.…

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