Welttag des Buches: Lesefreude für Schefflenz

Blogger schenken Lesefreude

Meine Aktion zum Welttag des Buches: Gemeinsam füllen wir den Bücherschrank in Schefflenz! Ihr kommentiert, ich spende. So geht es: Erzählt mir in den Kommentaren eine Lesefreude-Geschichte! Ich spende dafür Bücher für den Bücherschrank in Schefflenz, der gerade entsteht. Die Anzahl der Bücher ist abhängig von der Anzahl Eurer Kommentare, die bis zum 1. Mai, Mitternacht, hier eintreffen. So möchte ich die Bücherspende, die aus einer bunten Mischung von Kinderbüchern, Romanen, Sachbüchern und Ratgebern bestehen wird, staffeln: Für die ersten 20 Kommentare je ein Buch Vom 21. bis 50. Kommentar für jeden zweiten Kommentar ein Buch – also 5 Bücher für 10 Kommentare. Sollten noch mehr Kommentare eintreffen, spende ich bis zum 100. Kommentar je 3 Bücher für 10 Kommentare. Das macht bis hierhin 50 Bücher, 50x Lesefreude für Schefflenz. Und wenn noch mehr Menschen teilnehmen? Dann bin ich erstens baff und lasse mir zweitens etwas einfallen. Versprochen! Warum diese Aktion? Und warum Schefflenz? Schefflenz…

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Outdoor-Kulturtipp: das berühmteste Wildschwein Mannheims

Spiegelung Heinrich Vetter Weg Skulpturen Mannheim Luisenpark

Mannheims berühmtestes Wildschwein lebt nicht im Rheinauer Wald und auch nicht im Wildgehege des Käfertäler Walds. Eigentlich lebt es auch gar nicht, es ist aus Metall, massiv, und steht auf einem Steinsockel in einem Park. Von allen Skulpturen, die entlang des Heinrich Vetter Wegs im Luisenpark stehen, ist es sicherlich die am häufigsten fotografierte. Auch ich habe schon viel mit diesem Motiv rumgealbert. So, wie auf dem Foto, sahen Wildschwein und ich 1999 aus. Doch andere Skulpturen entlang des Spazierweges faszinieren mich deutlich mehr. Diese hier zum Beispiel lädt mich jedes Mal aufs Neue zum drumherum laufen, zum drunter und drüber schauen, zum beobachten ein. Je nach Wetter, Licht und Jahreszeit bietet sie mir ein neues Blick-Erlebnis an. Der Heinrich-Vetter-Skulpturenweg im Luisenpark Mannheim ist mein Beitrag zur Blogparade von Kulturnatur: Mein Outdoor-Kulturtipp. Berge, Meere und Täler wären gewünscht gewesen, Kultur jenseits der Städte. Ich bin jetzt doch erst einmal in der Stadt geblieben, in einem Park, in dem…

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Historische Eisenbahn Mannheim – Museumsbesuch

Historische Eisenbahn Mannheim Museum und Verein

In der Pfalz gibt es den Spruch: Wann’s Licht brennt is uff. An den musste ich denken, als ich heute vor dem großen grünen Tor zum Gelände mit den historischen Eisenbahnen stand. Kein Schild mit Öffnungszeiten, kein Hinweis, ob Besucher erwünscht sind. Man muss es wissen oder einfach mutig die Klinke herunterdrücken. Das Tor war offen, also war wohl auf. „Historische Eisenbahn Mannheim“ ist kein Museum, sondern ein sehr lebendiger Verein. Auf dem Vereinsgelände stehen restaurierte Loks und Waggons, aber auch viele, die noch auf Arbeitseinsatz und Sponsoren warten. Aus der Werkstatt klangen Geräusche, dort werkelte ein Mann. Er sah sehr glücklich aus. Das Gelände ist selbst schon fast ein Museum. Fahrleitungsmeisterei steht noch auf dem Schild am Gebäude und auch sonst ist einiges aus der Zeit, als hier noch die Deutsche Bahn zu Hause war, erhalten. Das Bürogebäude könnte aus den 50er Jahren stammen, die Werkstätten wirken noch älter. Daneben die Gleise, die zum Mannheimer Rangierbahnhof führen.…

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Bier ist gut, sagte der Arzt: Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot im TECHNOSEUM in Mannheim

Sudhaube

Bier ist gut, sagte der Arzt früher tatsächlich einmal und empfahl Kindern, Kranken und stillenden Müttern alkoholarmes Nährbier. Auch heute hat so ziemlich jeder, egal ober er oder sie Bier trinkt oder nicht, eine Meinung zum Thema Bier. Genau das macht einen Besuch der Ausstellung „Bier. Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot“ im Technoseum in Mannheim zu einem vergnüglichen Ausflug. Einfach mal in den mittleren Teil der Ausstellung stellen, dort wo die alten Werbeschilder hängen, und die Ohren spitzen. Heidelberger Schlossqual und Karlsruher Friedhofsbräu – in diesem Raum fliegen im Publikum die Sprüche und Verballhornungen tief. Bellemer und Parkbräu – da werden Party-Erinnerungen unterschiedlichster Qualitäten wach. Das Kölsch, das nicht zu Alt werden darf – Grabenkämpfe flammen auf, befeuert von regionalen Spitzfindigkeiten. Bier ist ein hoch emotionales Thema. Wer eine Ausstellung dazu machen will, braucht Fingerspitzengefühl, um alle Befindlichkeiten von Anonymen Alkoholikern über Braumeister bis hin zu Craftbeer-Fans einzusammeln. Dazu bedarf es noch einer besonderen Gründlichkeit,…

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Wie leben? Wie wohnen? Wie arbeiten? Zukunftsbilder im Hack Museum

Im Hack Museum war ich nun schon lange nicht mehr, was nicht daran liegt, dass es für eine Mannheimerin wie mich auf der falschen Rheinseite liegt. Ehrlich! Für eine gute Ausstellung fahre ich sogar nach Ludwigshafen. Allein, es gab schon lange keine Ausstellung mehr, die mich gelockt hätte. Aber jetzt: Wie leben? Zukunftsbilder von Malewitsch bis Fujimoto Wie wollen wir leben? Wie wollen wir wohnen? Wie wollen wir arbeiten? Welche Gedanken haben sich Künstler dazu gemacht? Das ist ein Ausstellungsthema, das perfekt zu Ludwigshafen passt. Diese Stadt leidet noch heute unter den Folgen städtebaulicher Visionen vergangener Zeiten: marode Hochstraßen, verödete Fußgängerzonen und einem Bahnhof, bei dem das Umsteigen vom Regional- in den Fernverkehr zum Wanderevent mutiert. (Immerhin wurde in Ludwigshafen 1902 der Pfälzerwald-Verein gegründet.) Was noch möglich gewesen wäre Mit etwas mehr Mut oder einem größeren Budget oder mit etwas weniger Sponsoring durch die BASF hätte man genau das zum wichtigen Neben-Thema der Ausstellung machen…

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Enzensberger, die Nagelfeile und die Bibliothek in meinem Vorort

Bücher für die Vorortbibliotheken

Bücher lesen und ausleihen: da lächelt die Bibliothekarin von heute milde, wenn der Leser damit die Aufgaben einer Bücherei umschreibt. Dass Vorlesenachmittage und ein Recherche-Portal angeboten werden ist noch vorstellbar, doch wie ich bei der tollen Führung durch die Stadtbibliothek Mannheim beim #bookupDE gelernt habe, hört der Service damit noch lange nicht auf. Das Veranstaltungsangebot und die Vielzahl an Dienstleistungen sind beeindruckend, doch wie sieht es mit dem Buchbestand aus? Auf den ersten Blick sehr, sehr gut. Eine große Auswahl an Fach- und Sachbüchern in der Zentrale im Stadthaus Mannheim erfreut mein Leserherz; über den Bestseller-Service freuen sich andere. Doch ich lebe nicht in der Innenstadt, meine Bibliothek ist die im Mannheimer Vorort Rheinau. Buchstützen sind wichtig geworden in meiner Stadtteilbibliothek Damals, als ich noch Schülerin war, war meine Vorort-Bibliothek prall gefüllt. Angeschafft wurde, was wichtig war. Der Bildungsauftrag stand im Vordergrund. Ausleihzahlen waren nicht ganz so wichtig. Das hat sich geändert. Heute kann man in meiner Stadtbibliothek…

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Alles Quack! Duckomenta in Mannheim

Es ist fast ein wenig schade, dass die Anatiden anscheinend mit der Mond-Mission die Erde verlassen haben. Aber gut, dass das Reiss-Engelhorn-Museum sich die Mühe gemacht hat, dass Wirken der Anatiden in der Welt- und Kunstgeschichte zu erforschen! Unser Leben wäre ärmer ohne sie. Was wäre die Welt ohne die Maler Monente und Manente? Ohne Duckfretete? Und was die Architektur ohne die Baumaus-Bewegung? Was für ein Glück, dass sich ein renommiertes Museum diesem Thema widmet. Noch besser, dass ich einen schönen Sonntag Nachmittag mit Freunden in dieser Ausstellung mit Gute-Laune-Garantie verbringen konnte. Doch plant bitte ausreichend Zeit für den Besuch der Duckomenta ein, denn die Ente steckt im Detail. Es lohnt sich, alle Erklärungstexte zu lesen! Informationen zur Duckomenta-Ausstellung: Die Duckomenta Weltgeschichte neu ENTdeckt Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim 13. September 2015 bis 24. April 2016 Alle Informationen zur Duckomenta auf der Seite des Museums Den aktuellen Stand der Forschung könnt Ihr hier verfolgen. Ein Museum, das bestens…

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Auf einmal war Mannheim cool: Schwefel

LP-Cover der Band Schwefel aus Mannheim

Natürlich war Mannheim in den 80er Jahren für mich langweilig. Die Stadt war unschuldig. Ich war ein Teenager und wusste es nicht besser. Die Tatsache, dass ich heute immer noch in Mannheim lebe, zeigt, dass sich meine Haltung zu meiner Heimatstadt geändert hat. Ich kann auch genau den Abend benennen, an dem sich mein Mannheim-Bild zu verändern begann. Wie so vieles, was für mich wirklich wichtig war und blieb, fand auch dieses Ereignis im Cafe Old Vienna statt. Das Lokal ist Geschichte. Seine Reinkarnation nach dem Abriss des Gebäudes, das New Vienna, habe ich deswegen nie betreten. Wahrscheinlich hatte ich mir dieses Konzert im Old Vienna, das mein Mannheim-Bild änderte, nicht bewusst rausgesucht. Entweder war ich sowieso schon seit dem Nachmittag dort und blieb einfach. Oder ein guter Freund empfahl mir die Band eindringlichst*. An dem Abend, irgendwann in den 80er Jahren, trat im Old Vienna die Band Schwefel auf. Musik aus Mannheim, auf der Höhe…

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Zum Glück kein Heimatroman: Die letze Nacht des Matze Blitz

Matze Blitz

Eigentlich befinde ich mich seit ein paar Jahren in einer Roman-lese-Flaute, die mich allerdings nicht sonderlich stört. Meine Neugier treibt mich zu Sachbüchern und wenn ich mal Lust auf eine gute Geschichte habe, greife ich zum Kinderbuch. „Die letzte Nacht des Matze Blitz“ hat sich ganz hinterhältig auf der Regional-Schiene angeschlichen und bevor meine innere Bücherhüter-Stimme „nur Sachbücher“ aussprechen konnte, hatte ich schon ja zu diesem Buch gesagt. Zum Glück – mir wäre sonst viel Spaß entgangen! Matze wächst in den 90er Jahren in Schwetzingen auf. Schwetzingen schätze ich aus zwei Gründen sehr: für den Schlossgarten und für seine schönen Biergärten, die sich für mich in nicht-sportlicher Fahrradnähe befinden. Aber ich bin mit Matze völlig einer Meinung: aufwachsen möchte ich dort nicht. Schwetzingen ist für Jugendliche nicht das passende Biotop. Zu viel Barock, zu viel Idylle und die nächsten echten Städte – Mannheim und Heidelberg – gerade eben ein Stück zu weit weg. Der Zug…

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Jüdisches Museum in Worms – Museumstipp

Synagoge Worms im Frühling

Synagoge, Mikwe und jüdisches Museum – all das kann man in Worms ganz entspannt an einem Vormittag besichtigen. Und es lohnt sich! Die Synagoge wurde 1174, zeitgleich mit dem romanischen Dom in Worms, erbaut; das Ritualbad, die Mikwe, wurde 1185 erbaut. 1938 wurde die Synagoge niedergebrannt und in den Folgejahren komplett verwüstet. 1961 entschlossen sich Stadt und Bürger, die Synagoge unter Verwendung der wenigen noch existierenden Original-Bauteile wieder aufzubauen. Eine jüdische Gemeinde existiert in Worms allerdings bis heute noch nicht wieder. Neben der besonderen Geschichte der Synagoge hat mich bei meinem Museumsbesuch das Ritualbad und seine Atmosphäre beeindruckt. Das Jüdische Museum besteht aus drei kleinen Räumen mit einer wohl durchdachten Sammlung. Im ersten Raum wird etwas zur Geschichte der Juden in Worms und zu den SchUM-Städten erzählt, die seit 2012 UNESCO-Weltkulturerbe sind. SchUM setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen, hebräischen Namen der drei Städte zusammen und ist der Begriff, den die Juden selbst für ihre…

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Loblied auf die Buchhandlung im Vorort und den #Indiebookday

Indiebookday in der Buchhandlung im Vorort

Jedes Frühjahr taumeln wir glückselig von einem Buch-Feiertag zum nächsten. Leipziger Buchmesse! Indiebookday! Welttag des Buches! Blogger schenken Lesefreude! Und dann noch die Buchgeschenke von Weihnachten, Valentinstag, Welt-Frauentag und Ostern … Bücherherz, was willst Du mehr. Mehr Bücher will das Herz natürlich. Hatte ich doch auf der Leipziger Buchmesse schon wieder so viele tolle Bücher entdeckt, die ich noch nie in einer Buchhandlung gesehen habe. Noch nicht mal in einer großen Buchhandlung mit viel, viel Fläche. Deswegen habe ich am Indiebookday erst gar nicht versucht, Indie-Bücher in einer Buchhandlung zu finden. Und wenn überhaupt, dann wären dort wieder Romane gelegen. Wenn ich mal viel Zeit übrig habe – also irgendwann nach unserer Aktion Blogger schenken Lesefreude – gründe ich den Interessen-Verband „Sachbuch- und Ratgeber-Leser“. Ich habe also mal wieder bestellt. In einer Buchhandlung im Vorort. Da „mein“ Vorort, Rheinau, seinen Ruf als Arbeiter-Vorort mit vielen Nationalitäten wohl nie loswerden wird – was er wegen mir auch nicht muss…

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Lieblings-Bestell-Buchhandlung: Bücherinsel Brühl

Leseecke Bücherinsel Brühl Schwetzingen

Es gibt Orte, da sollte man einfach keine Buchhandlung eröffnen. Auf jeden Fall würde das einem ein Betriebsberater raten und er würde es sehr vernünftig und nachvollziehbar begründen: der Ort sei zu klein, es gäbe keine funktionierende Innenstadt, überhaupt zu wenig Einzelhandel in der Innenstadt und die nächsten attraktiven Einkaufsstädte liegen einfach zu nah. Kurz: hier können sie nicht mit ausreichend Kundenfrequenz rechnen; lassen sie es einfach bleiben. Brühl, zwischen Mannheim und Schwetzingen gelegen, war für mich immer so ein Ort. Ein Schlaf-Dorf. Der größte Einzelhändler im Zentrum von Brühl war einmal der Drogeriemarkt Schlecker und das ist schon lange her. Zum Glück habe ich mich geirrt. In Brühl gibt es die Bücherinsel. Sie liegt direkt am Marktplatz, der an den meisten Wochentagen einfach ein Parkplatz ist. Damit liegt die Bücherinsel genau zwischen dem Eiscafé und der Bäckerei mit Café. Also genau an dem Ort, der das komplette urbane Leben Brühls ausmacht. Wer jetzt ein stilles…

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