• GeschichtenAgentin - Buch-Blog und Lese-Tagebuch. Sachbücher und Ratgeber, Fantasy und Romane, Backlist und Neuerscheinungen – ich lese immer viele Bücher gleichzeitig. Dazu schreibe ich keine klassischen Rezensionen, sondern erzähle, was Bücher mit mir machen: persönlich und ehrlich, aus Leserinnen-Sicht und mit einem Blick auf die Buchbranche. Denn ich war Buchhändlerin und bin es tief im Herzen geblieben. Wenn ich nicht gerade lese oder blogge, bin ich in Museen unterwegs oder in der Pfalz und draußen im Wald – auch darüber schreibe ich. Stöber durch meine Rezensionen und Buchtipps, denn vielleicht ist dein nächstes Lieblingsbuch dabei!

Bücherbüffet in Karlsruhe

Nach der Buchmesse wird für mich in diesem Jahr vor der Buchmesse sein. Auf die große Buchmesse in Frankfurt folgt für mich als Kontrastprogramm das Bücherbüffet in Karlsruhe. Dort werde ich viele Buchmenschen treffen, lecker essen und mich über das Programm von rund 30 Verlagen informieren. Von diesen Verlagen kenne ich gerade mal drei und bei einer Handvoll weiterer habe ich eine grobe Vorstellung, was sie veröffentlichen. Der Rest wird für mich spannendes Neuland sein. Für mich steht an diesem Tag ein Wechsel der Blickrichtung an, auf den ich mich sehr freue. In meiner Selbstwahrnehmung habe ich mich schon immer über Kleinverlage informiert. Doch was ist für eine Buchhändlerin in einer großen Filialbuchhandlung mit Zentraleinkauf ein Kleinverlag? Wie klein ist klein? In der Welt der Buchhandelsketten gilt als Kleinverlag ein Verlag, der es nicht ins Zentrallager schafft. Die Titel dieser Verlage braucht ein großer Buchhändler seiner Meinung nach nicht und seine Kunden angeblich nur auf Bestellung.…

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Marcel Anders-Hoepgen – Yoga jeden Tag neu – Rezension

„Eine gute Yogastunde dauert 90 Minuten“ war jahrelang mein Credo, denn in diese Zeitspanne passen Anfangsentspannung, Atemübungen, eine ausgewogene Abfolge von Vor- und Rückbeugen und eine abschließende Meditation. Auch heute noch bevorzuge ich diese Form des Übens. Aber ich habe dazu gelernt: Yoga ist so vielfältig wie das Leben der Menschen. „Yoga jeden Tag neu!“ von Brahmadev Marcel Anders-Hoepgen aus dem Systemed Verlag ist für mich ein neuer Ansatz. Er löst Yoga aus dem starren Übungsschema und bietet einen reichhaltigen Fundus für kleine Übungen. Damit sind keine Übungen für zwischendurch gemeint, sondern es handelt sich um ein achtsam auszuführendes Kurzprogramm. Ist das Yoga? Kann so etwas Kurzes funktionieren? Ich habe es getestet und festgestellt, das es sich wirklich wie Yoga anfühlt. Es ist sozusagen ein „Yoga der kleinen Schritte“. Statt sich 90 Minuten vorzunehmen und am Ende des Tages gar nichts gemacht zu haben, übt man bei diesem Konzept ein bis drei einzelne Asanas. So hat der…

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Simone Dalbert – Papiergeflüster – Aus dem Leben einer Buchhändlerin – Rezension

So isses – genau so: Aus dem Leben einer Buchhändlerin Simone Dalbert bloggt als Papiergeflüster, facebooked als Buchhandlung Schöningh, twittert als Buchgeflüster und schreibt in ihrem wunderbaren Stil Erlebnisse aus dem Alltag einer Buchhändlerin auf. Diese Freude am Kommunizieren führte dazu, das sie jetzt ihr eigenes Buch verkaufen kann. „Papiergeflüster – Aus dem Leben einer Buchhändlerin“ enthält Anekdoten und Liebenswertes aus dem Berufsalltag und ich kann nur bestätigen: so isses! Genau so. Vom Schaufenster-Yoga bis hin zu dem loriot-haften „Das Buch war rot!“ habe ich alles schon so erlebt. Ein Klassiker des Buchhändlerlebens sind die Mißverständnisse am Abholfach. Am Tag der Bestellung weiß der Kunde den Autor nicht; wenn er das Buch abholen möchte, nennt er stolz den Autorennamen, dabei liegt das Buch auf den Namen des Kunden zurück. Ihre sehr schöne Sammlung möchte ich um zwei Dialoge ergänzen: „Auf welchen Namen haben Sie das Buch bestellt?“ „Auf meinen“ Noch schöner war folgende Antwort: „Auf Meier.“ „Und wie schreiben…

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God is a DJ: Musikwelten im REM Mannheim. Museumsbesuch

„God is a DJ“ – mit diesem Zitat beginnt die großartige Ausstellung „Musikwelten“ im Bassermannhaus des Reiss-Engelhorn-Museums in Mannheim. Vorher heißt es „Kopfhörer auf“ und reinlaufen in das geheimnisvolle Halbdunkel. Das ist kein klassischer Museumsbesuch, denn Musikinstrumente nur anschauen, das wäre öd … Eigentlich finde ich Führungen via Audioguide langweilig, denn der Kopfhörer kapselt mich von meinen Begleitern ab. Audioguide ist für mich die lasst-mich-doch-alle-in-Ruhe-Variante des Museumsbesuch, eine Notlösung. Diesmal nicht. Heh, ich habe in der Ausstellung getanzt! Die Ausstellung basiert auf der Freudenberg-Sammlung. Von den knapp 2000 Musikinstrumenten der Sammlung sind rund 200 zu sehen und viele davon zu hören. Das reicht locker für eine völkerkundliche Reise um die Welt – Musik der Götter, als Verbindung zu den Ahnen, als rituell-religiöses Element, höfisches Zeremionell (hier bringen sie auch kurz die Mannheimer Schule unter), Tanz und Trance … Dazu Verbindungen zu Klassik, Swing, Jazz, Gorillaz, Queen, Iron Maiden … Ich hatte den Eindruck, dass der Musik-Ethnologe, der…

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Iron Buchblogger – #ironBB

Mein neuestes Blog-Abenteuer: Iron Buch-Blogger Mein neuestes Blog-Abenteuer begann für mich mit einer kleinen Twitter-Meldung: „@IronBuchBlogger folgt Dir jetzt auf Twitter“. Bitte wer? Ich folgte dem Link zu einer damals noch recht kargen Internet-Seite, las und meldete sofort das Buchkind, meinen neuen Bilderbuch- und Kinderbuch-Blog an. Vernetzungsprojekten kann ich einfach nicht widerstehen … So kam es, dass ich quasi schon vor dem eigentlichen Start der „Iron Buchblogger“ dabei war. Eine Woche später liegen bereits über 30 Anmeldungen vor. Das Projekt trifft offensichtlich den Nerv vieler Buchblogger und das freut mich! Hinter dieser Idee stecken Leander Wattig und Charlotte Reimann. Wie man sich den Ehrentitel des „Iron Buchbloggers“ verdienen kann und was die beiden damit erreichen wollen, erklären sie ganz prima auf Ironbuchblogger.de. Doch woher kommt die Idee und wohin soll die Reise der „Iron Buchblogger“ gehen? Neugierig, wie ich nun mal bin, habe ich Charlotte diese zwei Fragen gestellt. Lest hier ihre Antworten: Wie ist die Idee zu…

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Yoga für die Ohren – Yoga CD – Tipp

Ein ganz eigener Weg: Yoga für die Ohren „Und jetzt legen wir ganz langsam das rechte Bein hinter das linke Ohr …“. Solche Sätze gibt es auf den CDs der Serie „Yoga für die Ohren“ nicht, denn es handelt sich nicht um eine weitere Yoga-Anleitungs-CD. Brahmadev Marcel Anders-Hoepgen hat mit seinen CDs etwas ganz anderes im Sinn. Um das zu erklären, möchte ich etwas weiter ausholen. Yoga besteht aus viel mehr als Körperübungen und Meditation. Meditation bedeutet wiederum mehr als einfach nur still sitzen. Yoga ist ein ganzheitliches System, das viele Wege zur Gotteserkenntnis anbietet. Da jeder Mensch anders ist, geht jeder Mensch seinen ganz eigenen Yoga-Weg und den auch nur so weit, wie es für ihn passt. Für manche Menschen ist es genau das Richtige, über achtsame Körperübungen zur Stille zu finden. Andere konzentrieren sich lieber auf ihren Atem und wieder andere finden über Klang und Gesang zu sich. Nada Yoga heißt dieser Weg – Yoga…

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Michael Firnkes – SEO & Social Media – Rezension

Fachbuch-Genuss: Gut erklärt, gut geschrieben Ich kann mich auch auf Fachbuch-Neuerscheinungen freuen – wenn sie außergewöhnlich gut geschrieben sind. Bei den Büchern von Michael Firnkes, dem „blogprofi“, ist das der Fall. Sein „Blog Boosting“ habe ich verschlungen und „Professionelle Webtexte“ mit Begeisterung durchgearbeitet. Auf „SEO & Social Media“ habe ich mich gefreut wie auf die langersehnte Fortsetzung einer Fantasy-Serie. Dabei gehöre ich gar nicht zur Zielgruppe des Buches, denn es ist laut Untertitel ein „Handbuch für Selbstständige und Unternehmer“. Da passe ich nicht so wirklich rein, denn ich blogge als GeschichtenAgentin einfach munter vor mich hin. Aber was „das Internet“ aus meinen Artikeln macht, das möchte ich schon wissen. Genau diese Erklärungen liefert mir der Blogprofi: was ist SEO, wofür ist SEO gut, was haben Social Media und Blogs damit zu tun und wie verschafft mir all das mehr Umsatz. Dabei hat Michael Firnkes ein sehr gutes Gespür dafür, welche Fachbegriffe erläutert werden müssen. Er versteht…

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Hari Crunchy – Yoga-Müsli und andere Dinge

Alles, was ich brauche Das Yoga-Müsli, die Klangschale und noch ein paar Dinge Eigentlich ist Yoga ein sehr preiswertes Hobby, denn man braucht dazu außer Körper, Atem und Geist nur noch etwas Raum. Sonst braucht man fast nichts. Eine Unterlage wäre vielleicht noch nicht schlecht … und damit begann die nahezu eigenständige Vermehrung meiner Besitztümer, die mit Yoga zu tun haben. Die Matte kam zuerst. Da ich mit Yoga begonnen habe, um mir und meinem Rücken etwas Gutes zu tun, wollte ich mir mit der Matte noch mehr Gutes tun. So wurde es die Matte aus Schurwolle. Diese ist leider jedoch für Yoga im Garten, wenn der Rasen noch feucht ist, völlig ungeeignet. Daher war die Anschaffung einer zweiten Yogamatte zwingend notwendig. Diese hat allerdings den Nachteil, dass ich an heißen Tagen zu sehr darauf rutsche. Ein spezielles Yoga Towel schafft hier Abhilfe. Anscheinend wollten die Matten nicht alleine sein. Drei Meditationskissen, Klangschalen und Räucherstäbchen…

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Museumsbesuch: Nur Skulptur! – Kunsthalle Mannheim

Erst Nutella, dann Bagger: Nur Skulptur! Mein Abschiedsbesuch in der Kunsthalle Mannheim Respekt! Wie sich die Mannheimer Kunsthalle in ihrer letzten Ausstellung vor dem Abriss vom Mitzlaff-Anbau verabschiedet, das hat Stil. Da werden wie in Vorwegnahme der Abriss-Bagger Wände durchbrochen, Geländer abgeflext, der Lagerbestand zum Abtransport vorbereitet und der Teppichboden so mit Nutella versaut, das er Sondermüll ist. Es werden die Möglichkeiten, die ein so radikaler Neustart bietet, konsequent genutzt für eine einzigartige Skulpturen-Ausstellung, die es in dieser Form kein zweites Mal geben wird. Unbedingt anschauen! Die Mannheimer Kunsthalle besitzt mit 840 Exemplaren eine sehr umfangreiche Skulpturensammlung von hoher Qualität. Vieles davon war in den letzten Jahren nicht zu sehen, da Platz für Ausstellungen gebraucht wurde. Auch einige meiner Lieblingsstücke schlummerten im Archiv. Etwa die Hälfte der Sammlung wird in der Abschieds-Ausstellung gezeigt und alle meine Lieblingstücke sind dabei. Ich liebe die Ausstellung schon allein deswegen, weil sie mir ein Wiedersehen mit alten Bekannten ermöglicht. Diese alten Bekannten setzen…

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Sommerhit – Projekt Mixtape

Eine ganz einfache Frage: Was ist dein Sommerhit? Diese Frage hatte „and so Annie waits“ für ihr Projekt Mixtape im Juli gestellt. Wie das so bei einfachen Fragen ist, fielen die Reaktionen darauf ganz unterschiedlich aus. Während ich mich sofort vor meinem inneren Auge auf der Fahrt nach Südfrankreich sah und ein ganz bestimmtes Lied hörte, verklebten meinem Kollegen vom Grooveblog* sofort die Ohren vor lauter Bacardi- und Langnese-Songs. Erst als ich ihm die Gehörgänge mit „Dancing in the streets“ und „Summertime“ in der Version von Ella Fitzgerald freispülte, fand er einen für ihn akzeptablen Sommerhit: „Sex in der Wüste“ von IDEAL. Feine Wahl. Der Sand ist heiß. Kein Schatten weit und breit. Die Cola kocht. Man liegt im eigenen Schweiß. Für mich ist der ultimative All-time-Sommerhit „Voilà l’été“ von Les negresses vertes. Es kann keinen anderen Sommerhit geben. Dieses Lied hatten wir immer auf der Urlaubsfahrt nach Südfrankreich dabei. Erst auf Cassette, dann auf CD.…

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Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher

Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher Warum dann negative Rezensionen schreiben? Ich schreibe nur sehr selten Verrisse. Wenn mir ein Buch nicht gefällt oder meine Erwartungen nicht erfüllt, lege ich es zur Seite. Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher. In ganz seltenen Fällen ist mein Leidensdruck als Leserin dann doch so groß, das ich eine negative Rezension schreibe. Doch dafür muss einiges zusammenkommen. Manchmal schreibe ich als enttäuschter Fan, da ich mir sicher bin, das der Autor es eigentlich besser kann. Meist jedoch schreibe ich eine negative Rezension dann, wenn folgende Mängel auftreten: Gute Bücher sind mir wichtig. Sehr wichtig. Mit solchen Mängeln wird für mich das Werk dem Medium Buch nicht gerecht. Derzeit schreiben wir ja alle. Ins Internet. Tag für Tag. Wer schreibt ist ein Autor. Autoren schreiben Bücher. Also kann jeder, der ins Internet schreiben kann, auch Bücher schreiben. Ist doch logisch, oder? Besonders anfällig für diese Theorie…

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R. Sriram – Wünsche Dir alles – Rezension

Sriram wünsch Dir was

Kann das gut gehen? Der Yoga-Philosoph und der Ratgeberverlag Was war ich skeptisch, als ich die Ankündigung zu „Wünsche Dir alles. Erwarte nichts und werde reich beschenkt“ las. Der große Yoga-Philosoph veröffentlicht jetzt bei dem populären Ratgeberverlag GU – kann das gut gehen? Und dann noch dieser Titel: „Wünsche Dir alles. Erwarte nichts und werde reich beschenkt“. Braucht die Welt wirklich noch ein weiteres Wunschbuch? Kurz: ja, die Welt kann dieses Buch meiner Meinung nach gut gebrauchen. Das Buch hingegen bräuchte einen anderen Titel – aber dann wäre es eben kein GU-Titel. Wie es sich für einen guten Lehrer gehört, holt R. Sriram den Schüler dort ab, wo er steht. So kann man das Buch auf verschiedene Arten lesen: als praktischer Lebensratgeber, als Streifzug durch die Bhagavad Gita oder als Möglichkeit, die eigene Yoga-Praxis zu vertiefen. Doch keine Sorge – Yoga-Vorkenntnisse braucht man für die Lektüre nicht. Die Asanas sind erstaunlich schlicht und einfach gehalten und natürlich genau deswegen…

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