Frau Bauhaus – das Leben der Ise Frank

Jana Revedin JEDER HIER NENNT MICH FRAU BAUHAUS Das Leben der Ise Frank. Ein biografischer Roman

Was braucht eine Idee, um richtig groß zu werden? Einen Visionär. Jemanden, der an seine Vision glaubt, und Menschen, die die Arbeit machen. Das war Walter Gropius sicherlich bewusst, als er Ise Frank mit den Worten „Ise, ich brauche Sie!“ einen Heiratsantrag machte. Ehen, die auf gebraucht werden basieren, sind selten glücklich. So enthält dieser Anfang eigentlich schon die ganze Geschichte. Oder auch nicht. Denn auch wenn das Buch Jeder nennt mich hier Frau Bauhaus mit dem Kennenlernen von Walter Gropius und Ise Frank beginnt, so…

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Warum habe ich das nicht schon viel früher gelesen? Patti Smith – Just Kids

Patti Smith. Just Kides. Ihr Leben mit Mapplethorpe. Und noch so viel mehr.

Bei manchen Büchern kann ich es mir selbst nicht erklären, warum sie so lange ungelesen bleiben. Just Kids von Patti Smith lag gut vier Jahre bei mir. Obwohl ich so viel Gutes darüber gehört hatte, begann ich nicht damit. Warum nur? Vielleicht, weil ich dachte, dass sie vor allem über ein Ende schreiben würde. Auch in meinem Leben ging damals etwas zu Ende und ich interessierte mich mehr für Anfänge. Hätte ich geahnt, wie viel Anfang in dem Buch steckt, hätte ich es schon viel…

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Anders sein – Minderheiten, Ausgrenzung und Integration auf dem Dorf

Sachbuch: Anders. Anders? Ausgrenzung und Integration auf dem Land. Ein Buch der sieben Freilichtmuseen in Baden-Württemberg. Ausstellungskatalog.

Es gibt Bücher, die kann ich nur in Museumshops entdecken. Im Buchhandel sehe ich sie nicht, Online und auf Social Media begegnen mir keine Hinweise. Anders. Anders? Ausgrenzung und Integration auf dem Land, ein Gemeinschaftsprojekt der sieben Freilichtmuseen in Baden-Württemberg, ist so ein Buch. Entdeckt habe ich es im Museumsdorf Gottersdorf im Odenwald. Dabei hat dieses liebenswerte Museum noch nicht mal einen richtigen Museumsshop, sondern nur eine Auswahl an Büchern an der Wand im Kassenhäuschen. Hätte das Buch nicht im Armenhaus auf dem Museumsgelände ausgelegen, hätte ich nie…

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Our Piece of Punk – ein feministischer Blick auf Punk & DIY

Sachbuch: Our piece of Punk - ein queer feministischer Blick auf Punk und DIY.

Lies ein Buch und danach weißt Du, was Du Dir alles an Musik anhören solltest. Darauf hatte ich ein wenig gehofft, aber ganz so leicht wollten es mir die Autorinnen dann doch nicht machen. Our Piece of Punk ist kein Kanon, kein Überblick über die queere und feministische Punk- und DIY-Szene nach den Riot Grrrls. Es ist eher eine Collage, eine Sammlung an Meinungen, Lebensläufen und Ansichten, die in Streitgesprächen, Comics, Zeichnungen und persönlichen Berichten dokumentiert werden. Das so entstandene Gesamtkunstwerk passt in Herangehensweise und…

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Antifolk – ein bisschen DIY schadet keinem Musik-Genre

Antifolk von Martin Büsser aus dem Ventil Verlag

Das war mein erstes Buch von Martin Büsser. Die Folgen sind katastrophal: ich mag nun alles von ihm lesen, sowie alle Bücher, auf die er sich bezieht, und einfach alles hören, was er in Antifolk erwähnt. Ich beantrage am besten Lese-Urlaub, nein: Bildungsurlaub. Dabei war das Buch sozusagen nur Beifang. Ich wollte mir Our piece of punk bestellen, stöberte noch ein wenig durch das Programm des Ventil Verlags und dachte mir: Antifolk. Weiß ich nichts darüber, klingt gut, kostet nicht viel und der DJ meines…

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Wie das Handbuch Popkultur meinen Hair-Metal-Konsum steigerte

Handbuch Popkultur - Sachbuch

Popkultur als Wissenschaftsdisziplin und Forschungsfeld – darum geht es im »Handbuch Popkultur« das im Metzler Verlag erschienen ist. Ich, obwohl »nur« interessierter Laie mit leichtem Hang zum Nerdtum, habe es trotzdem gelesen – mal mit Genuss und Informationsgewinn, mal mit Kopfschütteln, mal mit einem klar sichtbaren Häh? auf meiner Leserinnen-Stirn. Der Einstieg: Gattungen und Medien Grandios war für mich der Einstieg ins Buch. Der Überblick über die Musikgeschichte von Rhythm & Blues bis Hip-Hop führt dazu, dass ich ständig online nach Musik suchte, Künstler neu…

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Einfach nur Musik machen: Kurt Cobain. 1967 – 1994.

»I don't have a gun«. Die Lebensgeschichte des Kurt Cobain. Jugendbuch. Biografie.

Ein Jugendbuch über Kurt Cobain zu schreiben, ist eine fast unlösbare Aufgabe. Wie soll man für diese sensible Zielgruppe über einen Musiker schreiben, dessen Leben von unglaublich viel Talent, Drogen und alten Wunden geprägt wurde, sehr früh mit einem Selbstmord endete, und der heute noch als Ikone der Rockmusik verehrt wird? Ein solches Unterfangen gleicht einer schwierigen Gratwanderung. Informieren, aber nicht verherrlichen. Empathisch schreiben, aber nicht zur Nachahmung anregen. Kurz: Ich hätte es nicht schreiben wollen. Aber lesen. Vielleicht verstehe ich ja danach die Heldenverehrung,…

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Schule des Sehens: gebt dem Zufall eine Chance

Sachbuch: Die Schule des Sehens von Peter Jenny

Wie lernt man schreiben? Ein berühmter SF-Schriftsteller* antwortete mal auf die Frage eines Fans: „Schreibe eine Million Wörter und dann komme wieder zu mir.“ Wie lernt man demnach fotografieren? Mit jedem Blogbeitrag lerne ich ein wenig mehr über das Schreiben. Mit jedem Smartphone-Foto ein wenig mehr über das Fotografieren. Veröffentlichen ist dabei Teil des Lernprozesses. Ich mache mein Üben damit sichtbar – und nehme es selbst dadurch ernster. Die Suche nach neuen Themen und Motiven ist ein zweiter wichtiger Ansporn. Nicht ausruhen auf dem, was…

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Lee Hollis: schreiben statt schreien

Lee Hollis, Sänger der Hardcore Bands Spermbands und Steakknife, hat im Ventil Verlag Kurzgeschichten veröffentlicht

Am 1. Oktober 1995 trat Lee Hollis zum ersten Mal als Spoken-Word-Künstler auf – und das gleich im Vorprogramm von Lydia Lunch. Kein schlechter Start, den er so beschreibt: It was the first time I ever spoke to an audience, instead of screaming at one. Daraus könnte man eine Geschichte machen. Macht Lee Hollis aber nicht. Er verwendet dieses Schnipsel einfach nur für den Abspann des Buches. Das Spiel mit den Erwartungshaltungen des Publikums hat er perfektioniert. Manche seiner Kurzgeschichten sind von vornherein in einem…

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Leere Räume, Kunst erwartend: die neue Kunsthalle Mannheim

Blick aus der neuen Kunsthalle Mannheim auf die Jugendstil-Anlage am Wasserturm

Wie ist sie nun geworden, die neue Kunsthalle Mannheim? Die Räume, das Licht und die Blicke nach draußen sind großartig. Ich habe mich gleich dort wohlgefühlt. Der Lichthof ist eine wahre Pracht und die Kunstwerke, die dort schon hängen, sind klug gewählt. Die Instagram-Gemeinde hatte jetzt schon Spaß damit! Nur von außen ist die neue Kunsthalle Mannheim keine Schönheit und nein, sie fügt sich weder harmonisch in das Jugendstil-Ensemble am Wasserturm ein, noch setzt sie einen mutigen Kontrapunkt. Sie ist einfach nur da. Allein das…

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NTM goes Pop. Wie weit gehe ich da mit?

Disco-Kugel über der Bühne im Nationaltheater Mannheim.

Erst Superflu, jetzt Andreas Henneberg und The Glitz: da hat sich das Orchester des Mannheimer Nationaltheaters ja was ins Haus geholt. Techno, House, elektronische Musik. Bei beiden Konzerten hatten meine Gedanken vorher ungefähr diese Struktur: „Orchestermusik und Techno. Klasse, ich verstehe von beidem nix. Also muss ich da hin.“ Womit der Musikvermittlungsauftrag eindeutig erfüllt wurde. Zumindest bei mir. Nachhaltig. Super Flu höre ich mir seit dem häufiger an. Zweimal elektronische Musik, zweimal Techno und House. Den Unterschied könnte ich wohl immer noch nicht erklären, aber…

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Farewell Photography – Foto Biennale – Hack Museum

Biennale für aktuelle Fotografie 2017 – Farewell Photography. Hack Museum Ludwigshafen

Nein, das Wilhelm Hack Museum hat nicht vergessen, aufzuräumen. Das gehört so und ist Teil der Biennale für aktuelle Fotografie Mannheim / Ludwigshafen / Heidelberg. Die Ausstellung im Hackmuseum war die erste, die ich mir innerhalb der Biennale angeschaut habe. Hier geht es stark um den technischen Prozess des Fotografierens und seine Auswirkung auf das Bild. Nun, das war das erste Problem, das ich mit der Ausstellung hatte: das ist nicht nur nicht mein Blickwinkel auf Fotografie, es ist ein mir sehr fremder Blickwinkel. Aber…

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Parthenon of books – Tempel der verbotenen Bücher

Nun ist er selbst im Kunsthimmel, der Tempel der verbotenen Bücher auf der Documenta 14. Ich hatte mich sehr darauf gefreut. Dann stand ich davor, daneben und darin – und wurde nicht so recht warm damit. Seltsam, oder?   War mir der Tempel der verbotenen Bücher zu groß? Nein, eigentlich nicht. Er war groß, sehr groß. Aber der Standort hat das gut vertragen und gegen Kunst im öffentlichen Raum, die sich nicht einfügt, sondern sperrig und laut ist, habe ich gar nichts einzuwenden. Ganz im…

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Nick Cave – Graphic Novel von Reinhard Kleist

Die Graphic Novel über Nick Cave und mein Knie auf der Couch. Erotischer wird es heute nicht mehr.

Als ich mit der Graphic Novel „Nick Cave – Mercy on me“ von Reinhard Kleist auf der Couch lag gingen mir drei Gedanken durch den Kopf: Eine Graphic Novel liest sich also auch nicht schneller als ein Buch. Verdammt, ich habe kein Vokabular um angemessen über die Illustrationen zu schreiben. Wie um Himmels Willen konnte ich Anita Lane bisher übersehen? Verdammnis, der Himmel und die Frage nach der Zeit – daraus könnte Nick Cave gleich einen richtig guten Song machen. Ich gehe es ein paar…

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Documenta. Meine erste.

Hätte man mich vor meiner Fahrt nach Kassel gefragt, welche Art Kunst ich auf der Documenta erwarte, wäre dieses Bild die passende Antwort gewesen: Stahlbarren in Säcken. Kunst, für die man ein Handbuch braucht. Kunst, die ohne den dazugehörigen Diskurs unverständlich bleibt. Kunst, bei der der theoretische Überbau schon vorhanden ist, bevor der erste Pinselstrich, der erste Schlag mit dem Meisel getan ist. Zum Glück habe ich auf der #documenta14 sehr viel andere Kunst gefunden. Sehr andere. Das hat gut getan. Liebe Documenta, was erwarte…

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My Maifeld

Maifeld Derby Mannheim

Aus. Das Derby ist aus. Das siebte Maifeld Derby war mein drittes. Was war? Was bleibt? Wer will das wissen? Ich. Ich will das wissen. Die Erinnerungen an mein erstes Maifeld Derby überlagern sich mit dem zweiten. Wann habe ich Die Nerven gesehen? Metz? Freiburg? Human Abfall? Soft Moon? Und wie hieß diese andere Band mit S? Diesmal habe ich mir Notizen gemacht – auf Instagram, auf Facebook, auf dem Grooveblog. Solche Notizen sind vergänglich, rutschen nach unten, nach hinten, weg. Also muss eine Meta-Notiz…

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Iggy Pop – der halbnackte Mann auf der Couch

Iggy pop biografie

In einem Tempo, in dem ich sonst nur Fantasy-Romane lese, habe ich die Iggy Pop Biografie „Open up and bleed“ von Paul Trynka durchgelesen. Nicht, weil sie so gut geschrieben wäre – das ist sie leider nicht -, sondern weil Iggys Leben einfach zu spannend ist. Zumindest in den ersten zwei Dritteln. Irgendwann kam ich an dem Punkt, an dem mich sein Lebensmuster „hart arbeiten, eine geniale Idee haben, zielsicher Mist mit Drogen bauen, David Bowie kommt und sorgt für ein Wunder, scheitern“ langweilte. In…

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Die andere Seite – Ausstellung im Hack-Museum

Hack Museum Ludwigshafen - ausstellung die andere Seite

Stellt Euch vor, ihr kommt in ein Museum und merkt schon auf der Treppe, die zum Ausstellungsraum hinunter führt, dass diesmal etwas anders ist. Ist da nicht ein Geräusch? Plätscherndes Wasser? Ein Geruch? Frisches Holz, das nass geworden ist? Ihr werdet zielstrebig an den Highlights vorbei gehen, mit denen die Ausstellung eröffnet: Drucke von Alfred Kubin, die zu seinem Buch Die andere Seite gehören. Das macht nichts, ihr werdet eh mehrmals durch die Ausstellung kreisen und habt damit genug Gelegenheit, die Bilder von Kubin zu genießen.…

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Kae Tempest – wie das Maifeld Derby dafür sorgte, dass ich einen Roman las

Kate Tempest - Worauf du dich verlassen kannst - Roman

Kae Tempest sah ich 2016 auf dem Maifeldderby in Mannheim. Ich hatte das Programmheft nicht gelesen und war überrascht, statt in einem Konzert in einem Podiumsgespräch zu landen. Nun, Kae Tempest hatte das Programm wohl auch nicht gelesen und war überrascht, dass sie sich die Podiumsdiskussion selbst organisieren musste. Was mir fast ein Jahr nach ihrem gut gelaunten und hoch konzentriertem Auftritt im Gedächtnis geblieben ist, ist die Wucht, mit der sie ihre Texte vorträgt und die Liebe, die sie bei allem ausstrahlt. Wut wird…

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Documenta, ich komme – und wähle die Route durch Provinz und Märchenwald

Ich hatte es geahnt: ein Reiseführer zur Documenta, der „Schneewittchen und der kopflose Kurator“ heißt, ist garantiert kein Baedeker-Ersatz. Aber auf das, was dann kam, war ich nicht vorbereitet. Gleich auf der ersten Seite befand ich mich im Wald. Das ist schön, im Wald fühle ich mich wohl. Ob das ein typisch deutscher Anteil in mir ist? Im deutschen Wald lauern hinter jedem Baum die Brüder Grimm und machen den Wald zum Märchenwald. Daraus könnte man eine direkte Verbindung zu Kassel, der Grimm-Stadt, aufbauen. Aber nein:…

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Tomás Saraceno: Fotografieren im Museum erwünscht!

Museumsselfie. Tomás Saraceno Ausstellung im Wilhelm Hack Museum Ludwigshafen.

Na, das ist doch mal eine Ausstellung nach meinem Geschmack: Tomás Saraceno – Aerosolar Journeys. Fotografieren ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. So sehr erwünscht, dass am Eingang zur Ausstellung gleich ein Schild steht, dass die passenden Hashtags nennt. Die Ausstellung lässt den fliegenden Skulpturen von Tomás Saraceno viel Raum. Platz zum drumherum gehen, zum sich darunter legen, zum Ausprobieren, zum Blickwinkel wechseln. Alle Skulpturen bewegen sich allein durch die Thermik. Ein Lufthauch genügt und schon verändert sich etwas: ein Glitzern, eine neue Reflexion, ein Hauch…

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Eigentlich für Kinder, aber: Frankfurter Museumsarchitektur – anschaulich erklärt

Museen in Frankfurt und ihre Architekur. Museumsarchitektur erklärt für Kinder

OK, es dürfte nur wenige Kinder geben, die ihre Eltern mit Fragen wie „Warum hat das Museum so ein spitzes Dach? Wieso hat dieses Museum Säulen und das hier keine?“ löchern. Dafür gibt es um so mehr Erwachsene wie mich, die sich freuen, wenn komplexe Zusammenhänge einfach erläutert werden. So wie in dem Buch „Anschaulich. Frankfurter Museumsarchitektur für Kinder.„ Museen müssen praktisch sein, sie sind Landmarken, Orte, an die man sich erinnert und Erinnerungsorte, sie sollen zeigen, dass der Stifter ein toller Hecht war. Vor…

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Rheinisches Landesmuseum Trier

Eingang zum Rheinischen Landesmuseum Trier

Ein großes, begehbares Geschichtsbuch: so kam mir das Rheinische Landesmuseum in Trier vor. Eines dieser Museen, bei denen man sich erinnern sollte, dass es keinerlei Verpflichtung gibt, sich jedes einzelne Schaustück anzuschauen. Geht auch gar nicht, denn dazu gibt es einfach zu viele Funde im Raum Trier. Ein wenig Frühzeit, sehr schöne Objekte aus der Zeit der Kelten, etwas über die Franken, das Mittelalter. Dazwischen vor allen Dingen Römer in allen Varianten: Leben und lieben, wohnen und arbeiten, Krieg und Spiele. Landesmuseum Trier – viele…

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Musik 2016 – Spotify und tote Künstler

Musik 2016: nicht nur Spotify sondern auch Konzerte

2015 hatte ich schon keine Top Songs für meinen Kollegen vom Grooveblog – darüber hatte ich hier gebloggt. Dieses Jahr ist das auch nicht anders, aber trotzdem ist alles besser. Viel besser. Nicht nur, weil der Student über mir, der im letzten Jahresrückblick eine entscheidende Rolle spielte, ausgezogen ist. Ich habe so viel Musik gehört wie schon lange nicht mehr; darunter auch viel Neues, sehr viel Neues. Ich habe so viel Musik gehört, dass kein Song es geschafft hat, ein Jahreshit zu werden, denn es…

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Nur schöner Schein? Barock Ausstellung in Mannheim

Barock Ausstellung im Engelhorn Museum Mannheim

Nicht überzeugen konnte mich die Ausstellung „Barock. Nur schöner Schein?“ im Reiss Engelhorn Museum in Mannheim. Das begann schon damit, dass ich mir eine Taschenlampe gewünscht hätte. Die Barock Ausstellung ist sehr schlecht ausgeleuchtet. Die Schilder auf den Vitrinen haben eine weiße Schrift auf grauen Grund was im Zusammenspiel mit dem Licht dazu führte, dass ich einiges nicht lesen konnte. Auch mit dem Aufbau der Ausstellung wurde ich nicht warm. „Ausgewählte Exponate präsentieren Vielschichtigkeit des barocken Zeitalters“ heißt es auf der Webseite zur Ausstellung und genau…

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Schlossgarten Schwetzingen durch die Kamera von Horst Hamann

Bildband Schwetzingen Schlossgarten hamann

Welchen Schwetzinger Schlossgarten hätten’s denn gerne? Den der Hochzeitpaare mit dem satten grünen Rasen, dem ewig blauen Himmel und den majestätischen alten Bäumen? Dieser Schlosspark war nie meiner. Oder den der Familienausflüge, die hier besonders harmonisch gelingen, weil die mäandernden Spazierwege es erlauben, dass jeder seinen eigenen Gedanken nachhängt? Der gefällt mir schon besser. Oder den Schlossgarten meiner Kindheit, prall voll mit magischen Orten wie dem Ende der Welt, dem majestätischen Hirsch und dem bemoosten Pan? Diesen Schwetzinger Schlossgarten besuche ich noch immer gerne. Oder…

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Franz Marc Museum – Kunst im 20. Jahrhundert

Franz Marc Museum

Das Franz Marc Museum in Kochel am See ist für mich so etwas wie ein Sonntagsspaziergang unter den Museen. Nett und vertraut ist es hier, die Bilder sind alte Bekannte, die höflich grüßen lassen. Das kann man einfach genießen. Wer möchte, kann versuchen, Franz Marc weiterzudenken. Eine Wand im Museum ist seinen Skizzen aus dem Krieg gewidmet. Wie hätte er wohl nach dieser einschneidenden Erfahrung gemalt? Das Museum öffnet sich immer wieder zur Landschaft hin und an sonnigeren Tagen ergeben sich sicherlich wunderbare Zwiegespräche zwischen…

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Pop up! Marilyn, Pop-Art und mein Amerika-Bild

Marilyn und ich bei Pop up im Hack Museum

Gar nicht so bunt wie erwartet, dafür viel politischer als erhofft: das war mein erster Eindruck von der neuen Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen. Am Wochenende wurde sie mit einem großen Fest eröffnet – Popcorn! Cola! Farben! Siebdruck! Musik! Pop up – Bildikonen der 60er und 70er Jahre ist eine vielschichtige Ausstellung, die fast durchgehend aus Werken der Sammlung Beck bestückt wurde, die seit 1988 dem Hack Museum gehört. Doch Andy Warhols Marilyn in sechs der zehn Farbvariationen hätte auch das in diesem Bereich gut…

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Wie Freiherr von Drais fast an meiner Haustür vorbeifuhr

Eingang zur Drais Ausstellung technoseum mannheim

Mittlerweile habe ich sie ins Herz geschlossen, diese schwarze Box am Ende des Erdgeschoss im Technoseum in Mannheim, die mir anfangs wie ein störender Fremdkörper im Museum vorkam. Heute ist sie für mich ein Ort, der kompakte Ausstellungen mit einer hohen Informationsdichte und einem großen Schauwert verspricht. So auch diesmal: 2 Räder – 200 Jahre. Freiherr von Drais und die Geschichte des Fahrrades. Die erste Radtour der Welt fand in Mannheim statt und führte bis fast vor meine Haustür. Freiherr von Drais startete mit seinem Laufrad –…

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Und am Ende des Stegs steht ein Museum am See

Buchheim Museum der Phantasie am Starnberger See

Ach, dieser Name: Museum der Phantasie! Das riecht schon so nach André Heller, das schmeckt nach Hundertwasser und mutiert dann wahrscheinlich doch nur zu Rosina Wachtmeister. Meine Befürchtungen vor dem Museumsbesuch waren groß. Doch es kam anders. Zum Glück. Es gibt zwar solche Ecken im Haus und es gab tatsächlich eine Hundertwasser-Ausstellung, die ich weitestgehend ignoriert habe. In diesen Ecken zeigt das Museum einen eingefrorenen Stand der Phantasie, garniert mit ein paar Objets trouvé. Symptomatisch für mich ist der Schreibtisch, der so voll gestellt wurde…

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