Wirte und Stammtischler, Brauer und Köche: in fränkischen Wirtshäusern
Wer das Buch „In fränkischen Wirtshäusern“ liest, muss sich auf lange Dialekt-Passagen einstellen und damit etwas mitbringen, was den Wirten allesamt wichtig zu sein scheint: Zeit. Man mag Gäste, aber nicht jeden Gast. Reingehen, essen, ein Bier trinken und weiter – das geht gegen die Ehre eines fränkischen Wirts. Dafür macht er den Job nicht. Wahrscheinlich würde er seine Tätigkeit auch nicht als Job bezeichnen. Wirt, Wirtin – das IST man. Sonst funktioniert es nicht. Natürlich gab es auch in Franken ein Wirtshaus-Sterben. Für mich als Urlauberin fühlte es sich nicht so an, denn es ist immer noch eine beeindruckende Vielfalt an Brauereien und Gaststätten übrig. Tommie Goerz nahm die harte Recherche-Arbeit auf sich und hat eine Auswahl an typisch fränkischen Wirtshäusern zusammengestellt. Es klingt, als hatte er Spaß dabei. Sein Buch ist jedoch kein Reiseführer für Franken-Urlauber. Er stellt die Lebensgeschichte der Wirte und Wirtinnen in den Mittelpunkt. Wenn…
















