Ich und die Comics. Und wie uns die Mangas in die Quere kamen.

Blogparade: Ich und die Comics. So wurde ich zum Comic Leser.Bücher, Zeitschriften, Comics – als Kind habe ich einfach alles gelesen, was ich in die Finger bekommen habe. Gefühlt war Lesestoff immer Mangelware. Bücher wurden vor allen Dingen ausgeliehen, gekauft eher selten. Doch ab und an gab es wohl im Supermarkt reduzierte Comics – das war wohl eine Quelle. Die andere Quelle waren die Jungs aus der Nachbarschaft: dort habe ich mir vor allem Donald Duck und Asterix ausgeliehen; ab und an auch mal Superhelden.

Meine Mutter musste sich noch verteidigen, dass sie ihrem Kind Comics zu lesen gab – ich bin Jahrgang 1968. Doch selbstbestimmtes Lesen war ihr wichtiger als irgendein literarischer Bildungsauftrag und meine sehr guten Deutsch-Noten nahmen den Kritikern dann eh den Wind aus den Segeln. Sie hatte als Kind auch immer gefühlt zu wenig zu lesen gehabt und war auf die Fortsetzungsromane der Gartenlaube ausgewichen. Geschadet hat ihr das ebenfalls nicht.

Eine Leidenschaft für Comics habe ich damals aber nicht entwickelt. Ich las einfach alles, was ich bekam. Die Wende kam eigentlich erst während meiner Ausbildung zur Buchhändlerin – also 1989/90.

Hallo Comic-Abteilung – hallo Dagmar!

Aus meiner Comic SammlungComics spielten damals im Buchhandel keine Rolle. Kaum ein Buchhändler hatte welche vorrätig. Es zählte das Totschlag-Argument aller Buchhändler: unsere Kunden wollen das nicht. Das Wort Schund fiel so gerade eben nicht mehr.

Doch dann landete ich in einer Filiale der Buchhandlung, die gegründet wurde, um zu experimentieren. Buch Kober im Stadtgarten lag gegenüber von WOM – World of Music. Wer mit CDs zur Kasse wollte, musste durch die Buchhandlung. Dort gab es die größte Science-Fiction und Fantasy-Abteilung des Rhein-Neckar-Raums, die Noten der angesagten Bands und eben Comics, viele Comics. Ein Nerd-Paradies innerhalb einer normalen Buchhandlung mit Schwerpunkt Taschenbuch. Hell, großräumig, fast nur Frontalpräsentation.

Gelesen habe ich zu dem Zeitpunkt fast nur Cartoons und Comic-Strips: Gary Larson, Hägar und Garfield. Nun stand ich auf einmal vor den Comics und dachte mir: ich kenne euch nicht, aber ich soll euch ab jetzt verkaufen. Also begann ich zu lesen. Lesen hilft immer.

Begonnen habe ich mit Tim und Struppi, die etwas statischeren Bildern und das ruhigere Erzählen kamen mir entgegen. Ich las mich quer durch das Carlsen- und Ehapa Programm und bald auch quer durch alles, was mir in die Finger kam: Marsipulami, Valerian und Veronique, Gaston, Blueberry, Natascha, Modesty Blaise, Manara …

Der Comic-Markt war damals im Umbruch. Weniger Kinder-Comics wie Yakari, mehr Comic-Art. Lauzier, Prado, Moebius und Jodorowsky. Was auch immer kam – ich las. Die nächste Wende wurde durch Akira eingeleitet.

Vorhang auf für Mangas

Akira war der erste Manga, der mir auf dem deutschen Markt begegnete. Großformatig und in europäischer Leserichtung – etwas anderes hatte sich der Verlag nicht getraut. Ich las – und stieg aus. Das war mir zu schnell, ich fand nicht in die Bildsprache hinein, verstand die Emotionen nicht und die hektischen Schnitte machten mich nervös. Nur ein Manga konnte mich fesseln: Battle Angel Alita, ebenfalls in europäischer Leserichtung.

Aber das ich mich mit den Mangas nicht anfreunden konnte machte nichts, denn es gab ja noch die vielen Alben von Verlagen wie Schreiber & Leser oder Splitter. Ständig kamen neue Serien auf den Markt und die Alben wurden immer teurer. Wie gut, dass ich Buchhändlerin war: Ich konnte alles in der Mittagspause lesen und anschließend wieder in das Regal stellen – paradiesisch!

Auf das, was dann kam, war ich nicht vorbereitet. Es war blond, hatte große Augen und den Kampfruf „Mondstein flieg und sieg!“. Sailor Moon brachte mein ruhiges, planbares Leben als Buchhändlerin mit Comic-Abteilung durcheinander – und das war gut so!

Manga-bedingte Lesepause

Mit den Mangas wurde alles anders. Statt männlicher Nerds, die alle aussahen als würden sie Maschinenbau studieren, standen auf einmal junge Mädchen im Laden und brachten Leben in die Bude. Die Verlage stellten sich rasch darauf ein. Statt großer, teurer, opulenter Comic-Alben kamen kleine, handliche Mangas in japanischer Leserichtung auf den Markt.

Damit gab es für mich als Comic-Leserin erst mal eine Pause. An Mangas lesen konnte ich mich nie gewöhnen, verkauft habe ich sie immer gerne.

Auf einmal war ich wieder Zielgruppe

Den Comic-Verlagen ist dann wohl irgendwann gedämmert, dass sie eine komplette Zielgruppe, nämlich den klassischen Comic-Leser, ignorieren. Sie begannen, Sammelausgaben der alten Serien auf den Markt zu bringen. Zu stolzen Preisen. Um die Gesamtausgabe von Valerian und Veronique schleiche ich immer noch drum herum.

Seltsam finde ich, dass ich nie so richtig den Zugang zu Graphic Novels, dem anderen großen Hoffnungsträger der Comic-Branche, gefunden habe. Mir war das immer zu kopflastig.

42 Jahre Comics lesen – Was ist geblieben?

Moebius Comics

Vieles aus meiner Comic-Sammlung hat sich aufgelöst, ist aus dem Leim gegangen und wurde entsorgt. Insbesondere die Alben von Carlsen waren zwischendurch von übler buchbinderischer Qualität.

So ist meine Sammlung erstens sehr klein und zweitens sehr zufällig.

Zwei Lese-Leidenschaften sind geblieben: Comic-Strips und der opulente, künstlerische Comic.

Und ein Idol: Moebius.

 

 

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade „Ich und die Comics. Wie alles begann.“ Ihr wollt wissen, wie diese Blogparade funktioniert und wer alles teilgenommen hat? Dann schaut bei booknapping vorbei – hier findet Ihr die Zusammenfassung mit allen 18 Beiträgen!

 

Sachbücher & Ratgeber – 11 Fragen und 11 Buchempfehlungen. Ein Blogstöckchen

Sachbücher & Ratgeber - 11 Fragen und 11 Buchempfehlungen - Blogstöckchen

Komm Sachbuch, hol das Stöckchen!
11 Fragen und 11 Buchempfehlungen

Was macht ein gutes Sachbuch oder einen guten Ratgeber aus?

Wie wichtig sind Dir Illustrationen?

eBook oder Buch? Leihen oder kaufen? Online-Shop oder Buchhandlung?

Ein Sachbuch-Autor, von dem Du alles liest?

Hast Du einen Lieblingsverlag für Sachbücher oder Ratgeber?

Was war das schrägste Thema, über das Du ein Buch gelesen hast?

Ein Buch, aus dem Du viel für deinen Alltag gelernt hast?

Hat ein Sachbuch schon einmal Dein Verhalten, Deine Sicht auf die Welt oder sogar Dein Leben verändert?

Welches Sachbuch ist aus Deiner Sicht von so hoher literarischer Qualität, dass es Teil eines Literaturkanons sein sollte?

Register und Literaturverzeichnis – nützlich, Quelle für weitere Inspiration oder ungenutztes Anhängsel?

Joker-Frage: Du darfst eine Frage streichen und Dir selbst eine neue stellen. Oder eine Frage ergänzen und beantworten, die Du vermisst.

Zum Abschluss bitte noch, wenn möglich, je eine Buchempfehlung:

Kindersachbuch – Kochbuch – Natur/Garten/Tiere – Lebenshilfe/Gesundheit – Naturwissenschaft/Technik –Kunst/Fotografie – Philosophie/Spiritualität – Psychologie – Geschichte/Biographie – Zeitgeschehen/Politik – Lexikon.

Und nun: schnappt Euch das Stöckchen und beantwortet die Fragen auf Eurem Blog oder hier in den Kommentaren! Ich freue mich auf Eure Antworten.

Blogstöckchen – was ist das eigentlich?

Ein Blogger beginnt, denkt sich Fragen aus und beantwortet diese. Dann wirft er das Blogstöckchen weiter in Richtung anderer Blogger. Diese nehmen das Blogstöckchen auf, beantworten die Fragen und werfen das Stöckchen weiter. Man muss aber nicht warten, bis das Stöckchen in die richtige Richtung fliegt – man kann es sich auch einfach schnappen.

So weit die Theorie. Da es nicht jeder mag, mit Stöckchen beworfen zu werden, hat dieses hier eine etwas andere Entstehungsgeschichte. Dieses Blog-Stöckchen begann in der Facebook-Gruppe Sachbuch & Ratgeber – Buchtipps und Rezensionen von Lesern und Bloggern und verbreitet sich von dort aus hoffentlich schnell weiter.

Start des Blogstöckchens „Sachbücher & Ratgeber – 11 Fragen und 11 Buchempfehlungen“ ist der Welttag des Buches, 23. April 2017. Schnappt es Euch und tragt es weiter – gerne mit Grafik. Ihr könnt sie weiterverwenden. Ein Enddatum für das Blogstöckchen gibt es nicht, denn ich hoffe, dass das Stöckchen immer weiter wandert!

Wo auch immer ihr das Stöckchen findet: über einen Link zum Beitrag hier in den Kommentaren oder in der Facebook-Gruppe würde ich mich freuen!

Meine Antworten auf die Fragen findet Ihr hier auf meinem Blog. Wenn ihr mich über Eure Beiträge informiert, liste ich diese gerne hier auf und verlinke sie!

Sachbücher & Ratgeber - 11 Fragen und 11 Buchempfehlungen - Blogstöckchen
Blogstöckchen: Sachbücher & Ratgeber – 11 Fragen und 11 Buchempfehlungen. Die Grafik wurde mit Canva erstellt und kann gerne verwendet werden.

Sachbücher & Ratgeber:
Eure Antworten und Buchempfehlungen

Gala Darling – Falsche Wimpern, Vollmondrituale und radikale Selbstliebe

Gala Darling Radikale Selbstliebe Sachbuch

Ich gestehe, dass ich ziemlich lange gezögert habe, Radikale Selbstliebe von Gala Darling zu lesen.

Amerikanische Selbsthilfe-Autor*innen und ich, wir harmonieren meist nicht so sehr. Zu viel Yeah, zu viel we can Do it, zu viel Erfolgsgeschichten, zu viel Jubel. Ich bin Europäerin, Deutsche zudem. Ich mag es stiller, gerne etwas kompliziert und mit Tiefgang.

Genauso mag ich aber auch das Gegenteil – im passenden Moment. Komplizierte Texte und Erlebnisse hatte ich in letzter Zeit genug. Jetzt war so ein Moment für Leichtigkeit und Jubel, für Popcorn und Glitter.

Der wunderbare, knallbunte Instagram-Kanal der Autorin gab mir den letzten Anstoß, das Buch zu lesen.

Gala Darling ist vor allem eines: authentisch. Eine Revoluzzer-Lady mit Stil. Falsche Wimpern, Selbstliebe, Vollmondrituale und Fetisch-Klamotten – was daran könnte verkehrt sein?

Radikale Selbstliebe zu lesen macht Spaß. Dass ich für die meisten Botschaften und Tipps mal locker 20 Jahre zu alt bin, ignoriere ich an diesem Wochenende einfach.


Angaben zum Buch:

Gala Darling

Radikale Selbstliebe
Feier dich selbst!

 L.E.O Verlag


Ihr lest gerne Ratgeberbücher und interessiert euch für ein bewussteres Leben? Meine Buch-Tipps und Rezensionen dazu findet ihr hier auf meinem Buch-Blog GeschichtenAgentin.


Auf Radikale Selbstliebe folgt ein Tipp für noch radikalere, feministische Selbstfürsorge. Hier meine Rezension zum Buch von Svenja Gräfen:

In 33 Bieren durch Franken

Führer Biere FrankenKöstlich amüsiert habe ich mich bei der Lektüre von „33 Biere. Eine Reise durch Franken“. So köstlich amüsiert, dass es mir egal war, dass ich während des Lesens kein frisch gezapftes fränkisches Bier zur Hand hatte. Der Notvorrat an Flaschenbieren, den ich aus dem Urlaub in Franken mitgebracht hatte, schwand jedoch dahin.

Aber Anders Möhl und Elmar Tannert erzählen, schwadronieren und informieren ja nicht nur über das Bier aus Franken. Wer so viel Bier trinkt – alles nur zum hehren Zwecke der Recherche versteht sich – braucht auch etwas zu essen dazu. Nur etwas, im Sinne von Kleinigkeit, gibt es in Franken nicht. Neumodische Sitten, das war noch nie so, wo kämen wir da hin. Die Frage, ab welchem Alter man eigentlich einen Seniorenteller bestellen darf, wird leider auch diesmal nicht geklärt. Bleibt als Alternative eine Portion Zwetschgenbammes zu zweit zu bestellen und so dem Karpfen zu entgehen:

Der Karpfen spaltet das fränkische Volk in Liebhaber und Hasser – die ihn gerne auch Schlickwasserschweinebraten – sowie eine unbedeutende Minderheit, der er einfach egal ist. … Dieser Fisch indes versucht, mit allen Mitteln dem Verzehr zu entgehen. Er gründelt in modrigen Schlammgewässern in der Hoffnung, damit als ungenießbar zu gelten. Desweiteren wehrt er sich durch hauchdünne, nadelspitze Gabelgräten.
S. 82 – 33 Biere. Eine Reise durch Franken.

Die 33 Biere, auf die sich die Autoren nach vielen Ausflügen, Verkostungen und Abenteuer mit dem öffentlichen Nahverkehr schließlich einigen, sind natürlich eine völlig subjektive, aber dennoch gut begründete Auswahl. Ich kannte genau eines davon. Und ja, sie haben Recht! So sehr Recht, dass ich die anderen 32 Biere auch probieren möchte.

Dafür würde ich, zumindest für die Dauer des Franken-Urlaubs, auf Craft-Beer verzichten. Ein Franke braucht kein Craft Beer, denn gefühlt hat jedes fränkische Dorf noch seinen eigenen Gasthof mit Brauerei und ganz sicher hat jedes fränkische Bier seinen ganz eigenen Geschmack. Craft Beer ist nur was für arme Großstadt-Kinder wie mich, die sonst nie an vernünftiges Bier kämen.

… aber die meisten Frauen denken nur, dass sie kein Bier mögen, weil ihnen das von irgendwelchen Männern eingeredet wird, die jemanden brauchen, der sie nach Hause fährt, wenn sie betrunken sind. … Ich entgehe dieser Gefahr, indem ich gleich mehrere Tatbestände vortäusche: Ich erzähle von tragischen Autounfällen meiner Vergangenhiet … Ich lasse mich ab Einbruch der Dunkelheit an der Hand führen …
S. 90 Claudia Schulz, Die Frau des Bierpapstes in „33 Biere. Eine Reise durch Franken“

Angaben zum Buch:

Anders Möhl
Elmar Tannert

33 Biere
Eine Reise durch Franken

Ars Vivendi Verlag
ISBN 978-3-86913-641-7

Das könnte Dich auch interessieren: Ganz Franken ein einziger Brauereigasthof? Oder was man sonst im Urlaub bei Graupelschauern in Franken machen kann.

Willkommen in Night Vale: wenn eine Dusche den Glauben an ihren Menschen verliert

Willkommen in Night Vale - skurrile Urban Fantasy

Ich mag das Buch. Andere Leser haben Willkommen in Night Vale abgebrochen, blieben ratlos zurück oder waren begeistert. Bei mir zeichnete sich bereits nach 7 von 50 Kapiteln ein Mögen ab.

Ein so sehr mögen, dass ich andere Bücher – so ungefähr 10 an der Zahl – zur Seite gelegt habe.

Es ist ein warmes Mögen. So, wie man einen guten Freund mag, der für ein Hobby erstaunlich talentiert ist, das man selbst ein ganz klein wenig seltsam findet. Geocaching vielleicht, fotografieren mit abgelaufenen verranzten Filmen oder Indie-Musik sammeln und bewerten wie ein manisches Eichhörnchen.

So ein warmes Gefühl löst Willkommen in Night Vale mit seiner Seltsamkeit bei mir aus.

Das liegt an Passagen wie dieser hier:

In Catherines Büro gab es zwei Pflanzen, drei Stühle, zwei Tische, eine Kiste, sechs private Fotos in Stehrahmen, an der Wand eines von diesen klischeehaften Motivationspostern, auf dem zwei Krähen einer Waldkatze die Eingeweide herausreißen, und darunter die kitschige Zeile „Ohne Unterlass musst du den Blick zur Sonne richten.“
Seite 48

Nicht, dass diese Beschreibung wirklich für die Handlung wichtig wäre. Sie bietet einfachen einen Blick auf die Realität in dieser Kleinstadt. Hier haben auch Häuser Gedanken, die sie ihren Bewohnern im Schlaf oder morgens unter der Dusche einflüstern. Manchmal verliert aber auch eine Dusche ihren Glauben an ihren Menschen.

Ich glaube, meine Dusche kann das verstehen.

Ja aber, hat Willkommen in Night Vale auch eine Handlung?

Im letzten Drittel, nach der Begegnung mit den rosa Flamingos, die so gerne auf ihren 6 Beinen in der Wüste stehen und ihre Doppelschnäbel wetzen, ergibt auch alles einen Sinn. Dann ist dieser Wahnwitz namens Willkommen in Nightvale ein Buch über das Erwachsenwerden und darüber, in was für einer Welt wir leben könnten, wenn Väter ihren Job machen würden und sich um ihre Familie kümmern würden.

Das Ergebnis ist gut. Dafür hat es sich gelohnt, dass die beiden Heldinnen sich den Bibliothekaren gestellt  haben, die so gerne in der Nähe der schöngeistigen Literatur lauern und ihre Tentakel nach Besuchern ausstrecken.

Buchstapel, Willkommen in Night Vale ganz oben
Ganz oben: Willkommen in Night Vale auf dem Pocketbook Reader. Alle anderen Bücher mussten warten.

Infos zum Buch:

Joseph Fink und Jeffrey Cranor
Willkommen in Night Vale

Webseite zum Buch

Klett Cotta Verlag


Was könnte zu diesem Roman passen? Am besten schräge Phantastik. Zum Beispiel Space Opera, dass ich hier auch meinem Buchblog besprochen habe:

Siebeneisen zieht wieder los und sucht die Mumie des letzten Inka

Roman Siebeneisen Band 3

Diesmal will Siebeneisen alles richtig machen. Sollen doch Schatten und Wipperfürth selbst losziehen, um die Mumie des letzten Inkaherrschers zu finden. Er bleibt mit seiner Freundin Lawn zu Hause in New Orleans.

Nie wieder wird er sich vom Schnäppchenjagd-Logistiker Wipperfürth eine Reise organisieren lassen, bei der er Routen mit 11 Zwischenstopps nehmen muss, um ein paar Euro zu sparen!

Natürlich finden sich zum Showdown dann doch alle vier Freunde in der Wüste ein. Mit den Mafiosi und dem alten Padre hatten sie jedoch nicht gerechnet. Und natürlich ist die Sache mit der Mumie ganz anders als erwartet.

Wer die ersten beiden Bücher Donnerstags im fetten Hecht und Freitags in der faulen Kobra gelesen hat, weiß, was ihn bei Samstags im maskierten Waschbär erwartet. Allerdings muss sich der Siebeneisen-erfahrene Leser auf einen kleinen Hänger am Anfang gefasst machen, es dauert ein wenig, bis die Geschichte in Gang kommt, da Neueinsteigern erst einmal alle Infos zur Verfügung gestellt werden. Dieses Was bisher geschah ist zwar klasse verpackt, hat sich für mich aber zu sehr gezogen.

Das ändert sich, sobald alle Helden wieder on the road sind. Dann nimmt die Geschichte an Fahrt auf und Witze über Klischee-Touristen, die in nagelneuen Cowboystiefeln eine Wanderung in den Canyon beginnen und erst spät merken, dass sie den steilen Weg auch wieder hoch müssen, wechseln sich mit Anspielungen auf alle Klassiker der Abenteuerliteratur und wunderschönen Naturbeschreibungen ab.

Bleibt die Frage, warum um Himmels Willen Lawn und Siebeneisen immer noch mit den Chaoten Wipperfürth und Schatten befreundet sind. Aber es kommt mir so vor, als würde genau diese Frage im nächsten Band eine Rolle spielen. Es könnte sein, dass der vierte Band der Reihe uns nach Venedig führen wird. Ich bin gespannt!

Angaben zum Roman:

Stefan Nink

Sonntags im maskierten Waschbär

Band 3

Limes Verlag
ISBN: 978-3-8090-2656-3

Paperback

Wer die Buch-Reihe um Siebeneisen, Wipperfürth und Schatten noch nicht kennt, sollte mit dem Anfang beginnen: Donnerstags im fetten Hecht, Freitags in der faulen Kobra – meine Lese-Empfehlung!

Pubertäre Punk-Elfen – Die Elfen von New York wiedergelesen

Elfen von New York - Urban Fantasy
Heutiges Taschenbuch-Cover

Damit ich einen Roman aufhebe, muss er mich schon sehr beeindruckt haben oder mich an eine besondere Phase meines Lebens erinnern. Der Platz für Bücher in meiner Wohnung ist strikt begrenzt. Wenn die Bücher nicht mehr in das Regal passen, sortiere ich aus. Da ich mich meist auch noch nach 10 Jahren sehr gut an die Handlung eines Romans erinnern kann, hebe ich eher Sachbücher als Romane auf.

Das Kult-Buch, das bei mir drei Umzüge überstand

Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit habe ich nun einen aufgehobenen Roman wieder zur Hand genommen. „Die Elfen von New York“ von Martin Millar erschien 1994 bei Eichborn und kam 1996 als Taschenbuch bei DTV heraus. Wahrscheinlich habe ich es damals direkt nach Erscheinen des Taschenbuchs gelesen. Also sind jetzt 19 Jahre seit der Lektüre vergangen (hier ein HILFE-ich-werde-alt-Geräusch vorstellen).

Mich hat es damals mit seiner rotzfrechen Art beeindruckt und ich habe es drei Umzüge lang aufgehoben. Das will was heißen.

Der Ramones-Effekt: Ja, das war mal frisch.

Jetzt habe ich „Die Elfen von New York“ wieder gelesen. Ein bisschen ist es mir bei der Lektüre wie mit den Songs der Ramones ergangen. Das, was damals, wild, frisch und spaßig war, ist heute vertraut. Vergnüglich, aber nicht mehr revolutionär. Dumm, dass die Erwartungshaltung, die mein Leserhirn zu dem Buch gespeichert hatte, eine andere war.

Doch auch heute kann ich mich noch dieser Rezension anschließen:

Kurz gesagt: Ein irgendwie abgedrehtes Buch, das sich auf jeden Fall lohnt!
Fantasybuch.de

Zum Glück hat die Neuauflage ein neues Cover

Cover Elfen New York 1996
1996 – Cover der Taschenbuchausgabe

Das alte Cover verstehe ich allerdings auch heute noch nicht. Die beiden pubertären Punk-Elfen sind in zerfetzten Kilts unterwegs, die anderen New Yorker Elfen tragen jeweils Kleidung, die an ihre Heimatländer erinnert. Diese theatralische Figur auf dem Cover passt für mich nicht.

Heute hat das Buch, das man vielleicht als Vorläufer der Urban Fantasy bezeichnen könnte, ein Vorwort von Neil Gaiman. Ich hoffe, dass sich noch mehr geändert hat. ZUm Beispiel, dass der Übersetzungsfehler ausgebügelt wurde und aus dem Malz Whisky, dem die schottischen und irischen Elfen hinterher trauern, ein ordentlicher Malt Whisky wurde. In diesem Sinne: Slainte!


 Angaben zum Buch:

Martin Millar

Die Elfen von New York

Originaltitel:
The good fairies of New York

DTV Verlag


Auf dem Stapel der Bücher, die ich mal wieder lesen könnte, liegt mit „Ein Bär will nach oben“ von William Kotzwinkle noch ein weiterer Titel aus dem Eichborn Verlag. Damals hatte der Verlag mit der Fliege eine ganz eigene verlegerische Stimme, die leider im Laufe der Jahre unter die Konzern-Räder gekommen ist. Wie mir das Buch, das heute bei Rowohlt vertrieben wird, wohl jetzt gefallen würde?

Will ich es wirklich wissen?

Wie sind denn Eure Erfahrungen mit Büchern, die ihr nach langer Zeit ein zweites Mal lest?


 Auch in diesem Roman passieren Dinge, die nur in dieser Stadt möglich sind: Die Wächterinnen von New York

 

 

 

10 nutzlose Supertalente und ein super nützliches Bonus-Talent

Fahrrad Wand hoch - Supertalente gesucht
Nutzlose Supertalente gesucht!*

Es gibt so Dinge, die kann man wirklich großartig und beeindruckend.

Leider keine vernünftigen Dinge oder zum Geld verdienen nützliche Dinge. Mama arbeitet hat eine Liste mit 11 Supertalenten erstellt und mir damit so etwas wie einen Blogger-Ohrwurm in den Kopf gesetzt.

Diesen Blogger-Ohrwurm lasse ich nun frei – ab hinaus in die Blogosphäre mit Dir!

Hier ist, nach dem Buchmessen-ABC, dem ABC der Inspiration und dem 20 Dinge über mich Blogstöckchen meine neue Liste mit 10 absolut unnützen Supertalenten und einem absolut nützlichem unnützen Supertalent:

  1. Zu jeder Tages- und Nachtzeit, auch über Kopf und im Dunkeln: ich kann mir immer einen Zopf flechten.
  2. Heruntergefallene Kleidungsstücke kann ich mit den Zehen aufheben.
  3. Bei heißen Tellern und Schüsseln brauche ich keine Topflappen, denn ich kann sie mit bloßen Händen anfassen.
  4. Ich kann alles als Geschenk verpacken. Auch ein Schaukelpferd. Leider ist das mein einziges DIY-Talent.
  5. Auch nach 10 Jahren kann ich mich so gut an die Handlung eines Romans erinnern, dass ich ihn kein zweites Mal lesen brauche.
  6. Zeige mir eine Kiste oder einen Stapel Bücher und den dafür vorgesehenen Regalplatz. Ich kann sehr genau abschätzen, ob der Platz ausreichen wird.
  7. Das war doch die Stadt mit der Burg, wo wir dann Mittags den leckeren Kuchen gegessen haben, weil das Museum zu hatte … Ich bin sehr gut darin, neue Städte zu kreieren, indem ich alle Urlaubsziele zu einem einzigen zusammenfasse.
  8. Aus den Augenwinkeln heraus eine kleine Bewegung wahrnehmen und so Tiere entdecken, die nicht entdeckt werden wollen,  gehört definitiv zu meinen geheimen Supertalenten. Nutzlos ist es deswegen, weil Tiere, die direkt in meinem Blickfeld sind, von mir unentdeckt bleiben.
  9. Weltmeisterin bin ich im Teebeutel-vergessen. Ich kann daher über den Geschmack jeglicher Teesorten, die zu lange ziehen durften, referieren.
  10. So, wie andere Menschen den Himmel und die Wolken betrachten, kann ich mir einen Baum anschauen. Dafür kann ich alles stehen und liegen lassen.

Und nun mein super-nützliches Bonus-Talent:

Exakt dann, wenn der Korken mit einem satten Plopp die Sektflasche verlässt, komme ich auf der Party an. Immer.

Das wolltet Ihr doch sicherlich schon immer wissen, oder? Was sind denn Eure völlig nutzlosen Supertalente?

*Für ganz Neugierige: Das Foto habe ich hier aufgenommen.

 

 

 

Alles Quack! Duckomenta in Mannheim

Duckomenta Mannheim

Es ist fast ein wenig schade, dass die Anatiden anscheinend mit der Mond-Mission die Erde verlassen haben.

Aber gut, dass das Reiss-Engelhorn-Museum sich die Mühe gemacht hat, dass Wirken der Anatiden in der Welt- und Kunstgeschichte zu erforschen! Unser Leben wäre ärmer ohne sie. Was wäre die Welt ohne die Maler Monente und Manente? Ohne Duckfretete? Und was die Architektur ohne die Baumaus-Bewegung?

Was für ein Glück, dass sich ein renommiertes Museum diesem Thema widmet. Noch besser, dass ich einen schönen Sonntag Nachmittag mit Freunden in dieser Ausstellung mit Gute-Laune-Garantie verbringen konnte.

Doch plant bitte ausreichend Zeit für den Besuch der Duckomenta ein, denn die Ente steckt im Detail. Es lohnt sich, alle Erklärungstexte zu lesen!

Informationen zur Duckomenta-Ausstellung:

Die Duckomenta
Weltgeschichte neu ENTdeckt

Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim

13. September 2015 bis 24. April 2016

Alle Informationen zur Duckomenta auf der Seite des Museums

Den aktuellen Stand der Forschung könnt Ihr hier verfolgen.


Ein Museum, das bestens dazu passt: Dr. Erika Fuchs Museum

Naturkundemuseum Kassel #nkm3d

Naturkundemuseum Kassel Octopus in der Ausstellung #nkm3d
Huch! Tentakeln weg! #nkm3D

HUCH – wer will mir denn da die Handtasche ausräumen? Noch nicht mal mehr im Museum ist man sicher – unerhört!

Wenn schon am Eröffnungstag der Ausstellung im Naturkundemuseum Kassel solche Geschichten passieren – wo soll das alles hinführen?

Wo das im Laufe der nächsten Monate hinführt kann man tagesaktuell auf Instagram, Twitter und Facebook unter dem Hashtag #nkm3d – NaturKundeMuseum3D – beobachten.

Ich bin gespannt auf die Ideen und Bilder!

In dieser Ausstellung ist nämlich nicht nur Fotografieren erwünscht sondern auch der intensive Einsatz von Smartphones. Diese gemalten 3D-Tiere möchte raus aus dem Museum, raus in dieses Neuland – da helfe ich doch gerne beim auswildern!

3D Elefantenbild im Naturkundemuseum Kassel #nkm3D
Ätsch, mich machst Du nicht nass! #nkm3D

Ob das ganze nun wirklich etwas mit Kassel und seiner Naturgeschichte zu tun hat war mir, als Besucherin aus Mannheim, reichlich egal.

Ich hatte meinen Spaß – das war mir wichtiger.

Und ich glaube, dass sahen die meisten der herumsausenden Kinder genauso.Sie fanden die begehbaren Bilder einfach toll und ließen sich nur mit etwas Geduld oder Durchsetzungsvermögen dazu überreden, wenigstens einen Moment lang für ein Foto stillzuhalten. Mein Fotograf hatte es da einfacher mit mir!


Infos zur Ausstellung:

Naturkundemuseum Kassel im Ottoneum

Kassels Naturgeschichte 3D
… und Sie sind mittendrin!

Sonderausstellung bis September 2015

Pro-Tipp: Einige der Bilder sind begehbar, dafür müssen aber Schuhe ausgezogen werden. Also am besten darauf achten, dass die Socken keine Löcher haben! 😉


Ich gehe sehr, sehr gerne ins Museum – ihr auch? Dann klickt Euch doch mal durch meine Museums-Berichte!

Fliegende Zeilen – ein poetisches Spiel

Gesellschaftsspiel: Fliegende Zeilen

Fabulierspaß – allein schon für dieses Wort mag ich das Spiel „Fliegende Zeilen“.

Fabulieren ist ein Wort, das ich in meinen aktiven Sprachschatz aufnehmen sollte.

Der ist zwar durch das Bloggen auch dieses Jahr wieder größer geworden – nur E-Mail schreiben wirkt sich nicht so bereichernd auf den Wortschatz aus – aber es gibt immer noch ausreichend Platz in meiner Wortschatztruhe.

Im Spiel „Fliegende Zeilen“ bekommen die Fabulierspaß-Beteiligten zu vorgegebenen Zitaten Aufgaben gestellt. Die können zum Beispiel so lauten:

  • Verwenden Sie die Zeile für eine Lautsprecherdurchsage
  • Wandeln Sie die Zeile zu einer PC-Fehlermeldung um
  • Verwenden Sie die Zeile für ein Plädoyer vor Gericht, um ein Vergehen zu rechtfertigen
  • Erweitern Sie die Zeile zu einer Tragödie
  • Finden Sie einen Reim

Es gilt, aus Zitaten wie diesen einen originellen, schrägen, berührenden, witzigen, tragischen, verschachtelten, spannenden oder beeindruckenden Text zu erschaffen:

  • Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin (Thomas Brasch)
  • Mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnest (Heinrich Heine)
  • Nicht also kürren und schorren die Ratzen (Abraham a Santa Clara)
  • Tauschen Sie ein Wort! (Anne Boland)
  • Da hockt der dicke Gott und grinst (Kurt Tucholsky)

Die Zeit dafür ist knapp – gerade mal 90 Sekunden dauert es, bis die Sanduhr abgelaufen ist. Das beflügelt!

Dann will ich doch mal testen, was mir so einfällt – Zeit läuft!

„Tauschen Sie ein Wort“ lautet schon seit Generationen das Motto des kleinen Landes Wortistan. Aber mein Vater war Buchhalter. Er hatte nur Worte wie Jahresabschluss-Regelung, Bilanzierungsprognose und Rückstellungsauflösung. Diese Worte wollte niemand mit ihm tauschen, weswegen er mit uns auswanderte. (Beginn einer Tragödie)

Tauschen Sie ein Wort! – Wollen Sie dieses Wort wirklich tauschen? Ihr Tauschwort führte zu einem schweren Systemfehler. Das Programm beendet sich in 10 Sekunden. (PC-Fehlermeldung)

Der kleine Fabulierspaß möchte im Wörterparadies abgeholt werden – Danke. Ihr Tauschen-Sie-ein-Wort-Team! (Lautsprecherdurchsage)

Wieviele Punkte ich wohl von meinen Mitspielern dafür erhalten würde?

„Fliegende Zeilen – Ein poetisches Spiel um Sinn und Unsinn“ wandert in meine Wortschatztruhe. Es hat mich auch jenseits der Spielrunden auf gute Ideen gebracht und mir geholfen, Kreativitätsblockaden aufzulösen.


Weitere Angaben zum Spiel:

Fliegende Zeilen
Ein poetisches Spiel um Sinn und Unsinn

empfohlen ab 12 Jahren

Moses Verlag

Hier findet ihr einen ausführlichen Spieletest

Kurze Spielanleitung:

Durch Würfeln ermittelt ein Spieler die Aufgabe: soll ein Werbeslogan, ein Kurz-Krimi oder vielleicht ein Gedicht geschrieben werden?

Danach wird per Würfel eine Verszeile aus dem Beiheft bestimmt. Insgesamt stehen 219 höchst unterschiedliche Verszeilen zur Auswahl.

Alle Mitspieler haben nun 90 Sekunden Zeit, aus der Verszeile einen neuen Text zu schreiben. Anschließend bewerten die Mitspieler die poetischen Ergebnisse mit Punkten. Jeder bekommt Punkte, doch Originalität, Witz und Kreativität erzielen die höchste Punktzahl.


Mehr Fabulier- und Schreibspaß auf meinem Buch-Blog:

Sachen machen – was ich immer schon tun wollte

Sachen machen - Isabel Bogdan

„Sachen machen“ von Isabel Bogdan ist ein Buch, das man besser nicht am Jahresende lesen sollte, denn es könnte eine gewisse melancholische Grundtendenz verstärken – insbesondere dann, wenn die Liste der Sachen, die man machen wollte, mal wieder länger ist als die Liste der Sachen, die man getan hat.

Andererseits sollte man „Sachen machen“ gerade am Jahresende lesen, denn es gibt einem viele gute Ideen, was man im nächsten Jahr alles machen könnte und wie sich das anfühlen würde.

Hüpfen und rutschen steht auf jeden Fall ganz oben auf der Liste. Das kann man zum Beispiel bei einem Ü-18-Abend auf einem Indoor-Spielplatz für Kinder machen:

Das ist unter anderem deswegen eine tolle Sache, weil ich es dem Weltgeist ein bisschen übelnehme, dass er Hüpfburgen erst erfunden hat, als ich schon zu groß dafür war und nicht mehr reindurfte. Aber jetzt: Hüpfburg! Rutschen! Trampolin! Klettern! Jippie!

Viele der Sachen, die Isabel Bogdan im Laufe eines Jahres macht, haben mit Bewegungsfreude zu tun; manche wie Fisch-Pediküre oder Floaten aber auch mit still halten.

Eines ist jedoch allen Unternehmungen gemeinsam: die Autorin macht diese Sachen zum ersten Mal und geht mit ansteckender Freude ans Werk.

Könnte, wollte, sollte? Machen!

Dabei gibt sie ganz freimütig zu, dass sie ohne den wöchentlichen Termin zur Artikelabgabe die meisten dieser Sachen niemals gemacht hätte. Es wäre beim „könnte man mal machen …“ geblieben, das vielleicht mit einem „Wäre ja peinlich“ oder einem „dafür bin ich zu alt“ zur Ruhe gebracht worden wäre.

Es ist gerade diese offene Ehrlichkeit, die von Anfang an jeden besserwisserischen Druck aus dem Buch nimmt. „Sachen machen“ ist kein Ratgeber zur besseren Lebensführung – „Sachen machen“ ist pure, ansteckende Lebensfreude.


Infos zum Buch:

Isabel Bogdan

Sachen machen
Was ich schon immer mal tun wollte

Rowohlt Verlag


 Mehr Rezensionen zu Büchern von Isabel Bogdan auf meinem Buch-Blog: