Keine halben Sachen
Was für ein Buch! Antje Herden hat mit „Keine halben Sachen“ ein Jugendbuch über Drogen, über das erwachsen werden und über die Momente im Leben, in denen man falsch abbiegt, geschrieben. Die Geschichte wird ehrlich und authentisch erzählt und entwickelt schnell einen eigenen Sog. Die Sprache ist hart und präzise und lässt doch genug Raum für Empfindungen und Mitleid. Das Buch ist klug, aber niemals belehrend. Es nimmt die Jugendlichen ernst und bindet trotzdem die Perspektive der Erwachsenen mit ein. Robin ist ein ungewöhnlicher Protagonist für ein Jugendbuch. Er ist mehr Mitläufer als Außenseiter, fühlt sich aber doch nirgendwo so richtig dazugehörig. Wie auch: Er kreist so sehr um sich selbst, dass er seine Weggefährten kaum wahrnimmt. Er kennt Jungs, mit denen er abhängen kann, doch eine Beziehung zu ihnen baut er nicht auf. Weil sich nur mit sich selbst beschäftigt, langweilt er sich schnell. Da kommen Leo und die…
















