• GeschichtenAgentin ist der Buch-Blog und das Lese-Tagebuch von Dagmar Eckhardt. Sachbücher und Ratgeber, Fantasy und Romane, Backlist und Neuerscheinungen: Ich lese immer viele Bücher gleichzeitig und erzähle hier auf meinem Buchblog, was sie mit mir machen. Keine klassischen Rezensionen, sondern persönliche, ehrliche Eindrücke aus Leserinnen-Sicht und mit einem Blick auf die Buchbranche. Denn ich war Buchhändlerin und bin es tief im Herzen geblieben. Abseits der Bücher findest du mich in Museen oder in der Pfalz und im Wald, auch darüber blogge ich. Stöber durch meine Buchtipps und Rezensionen und finde dein nächstes Lieblingsbuch!

Die Natur der Zukunft – wie wird sie aussehen?

In der Natur der Zukunft zählt der Kuckuck zu den Verlierern. Als Zugvogel orientiert er sich an den Taglängen. Doch was sich Jahrhunderte lang bewährt hat, wird im Klimawandel zum Problem. Wenn der Kuckuck jetzt aus dem Winterquartier zurückkommt, brüten seine Wirtsvögel schon längst und er kann ihnen keine Eier mehr unterschieben. Denn die Vögel, die hier überwintern, orientieren sich am Nahrungsangebot. Milde Winter bringen es mit sich, dass es früher Insekten gibt, mit denen man die Jungen füttern kann. Also wird eher gebrütet! Das…

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Von Hausbesetzern und genialen Dilletanten: Käthe Kruse erzählt aus ihrem Leben

Zu „Lob des Imperfekts“ von Käthe Kruse habe ich gegriffen, weil ich auf Hintergrundinfos gehofft hatte: zu der Gruppe „Die tödliche Doris“, zu Punk in Deutschland in den 80er Jahren und zu all den Menschen, die damals als „Geniale Dilletanten“ unterwegs waren. Bekommen habe ich etwas anderes als erwartet und eigentlich viel mehr. Musik, Kunst und Wohnen sind die Themen, zu denen Käthe Kruse berichtet. Das sagt zumindest der Untertitel. Doch da sich all das nicht trennen lässt, erzählt sie aus ihrem Leben. Dabei empfand…

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Punk und New Wave in Deutschland. Wie alles begann.

War ich die Letzte meiner Generation, die das Buch noch nicht gelesen hatte? Und dass, obwohl Punk und New Wave mein Erwachsenwerden geprägt haben? Und ich heute hauptsächlich Musik höre, die ohne die Pionierarbeit von deutschen Musikern und Musikerinnen wie FM Einheit und Peter Hein, Gudrun Gut und Annette Humpe ganz anders klingen würde? Und ohne Aufklärungsarbeit von Journalisten wie Diedrich Diederichsen anders gedacht werden würde? Andererseits schadet es überhaupt nichts, den Doku-Roman „Verschwende deine Jugend“ 20 Jahre nach Erscheinen und gut 30 Jahre nach…

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Lazy Confessions. Sammelband mit Texten von Martin Büsser.

Autonom, emanzipatorisch, analytisch: Für mich sind Martin Büssers Texte Suchscheinwerfer, die vom Tellerrand in alle Richtungen leuchten. Ein Autor, von dem ich alle paar Monate etwas lesen MUSS. Dabei packt mich jedes Mal der blanke Neid: Ich will so schreiben, so kritisieren können! Weil ich auf meinem Blog schon häufiger von meiner Faszination für Büssers Kritiken und Texte berichte habe – nämlich hier, hier und hier – gibt es zum gerade ausgelesenen Buch „Lazy Confessions. Artikel, Interviews und Bekenntnisse aus zwei Jahrzehnten.“ nur Zitate: Gegenüber…

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BUNG – Bund zum Schutz der Unterweltbewohner, Nachtwesen und Geister

Die meisten Bücher, die ich auf meinen Blogs bespreche, sind in mittelgroßen oder kleinen Verlagen erschienen. Bei dem Jugendbuch BUNG, dass ich als Überraschungspost in meinem Briefkasten fand, verhält es sich anders. Dieses Buch gibt es als kostenlosen Download auf der Website der Herausgeber UND als Kauf-Version bei epubli. Ja, so habe ich auch geguckt. Doch sobald ich jemanden entdecke, der den Vertrieb von Büchern anders denkt, schaue ich genauer hin. Bei BUNG fand ich einen überraschend konstruierten Fantasy-Roman für Jugendliche, ein interessantes Kollektiv statt…

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Sind Bananen schlimm? Über 100 konkrete Beispiele für unseren CO2-Abdruck

Was ist besser für Umwelt und Klima: Apfel oder Banane? Papierhandtuch oder Händetrockner? E-Book oder gebrauchtes Taschenbuch? Wer sich jetzt denkt „Woher soll ich das wissen?“ dem empfehle ich das Sachbuch „Wie schlimm sind Bananen? Der CO2-Abdruck von fast allem.“ Allen anderen empfehle ich das Buch erst recht. Mike Berners-Lee, Autor von „Es gibt keinen Planet B.“, gibt uns mit seinem Buch Entscheidungshilfen für das alltägliche Leben an die Hand. Seine Herangehensweise stellt, da er sämtliche Berechnungen transparent macht, die Leser zufrieden, die alles selbst…

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In 80 Jahren eine neue Welt: ein Weg zur digital-ökologischen Wende

Eine „Was wäre wenn Geschichte“, die, gerade weil sie mit dem unfertigen Charme einer Fingerübung daher kommt, aufzeigt, wie sich das Leben einer Beispielfamilie in den nächsten 80 Jahre verändern könnte, wenn wir Klimarettung ernst nehmen. Kein wissenschaftliches Sachbuch zum Klimawandel, sondern romanhaftes Erzählen rund um einen wissenschaftlichen Kern. So würde ich das Buch „In 80 Jahren eine neue Welt“ umschreiben. Die Handlung beginnt mit einer fünfköpfigen Familie, die in einem Haus mit der Energieeffizienz FFF (Baujahr 1970) lebt. Die Kinder und Enkel zerstreut es…

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Mehr, als ich jemals über Ernährung wissen wollte: How not to diet

„How not to diet“ ist ein Mammutwerk mit 751 Seiten über gesunde Ernährung, die dazu beiträgt, nicht übergewichtig zu werden. Gefühlt kommen in dem Buch auf jede Aussage drei wissenschaftliche Studien, wovon eine gleich widerlegt, eine kritisch hinterfragt und die dritte anerkennend zitiert wird. Die Fülle an Fakten und ihre Einordnung hilft, Lobby-Arbeit von echter Forschung zu unterscheiden. Doch das ist zugleich die Stärke und die Schwäche des Buches. Auf der einen Seite gibt es allen Lesern das Rüstzeug an die Hand, sich zukünftig alleine…

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Die Zwanziger Jahre – wild und weltweit

Die Zwanziger Jahre! Berlin! Ja, klar, kennen wir. Aber eben auch Paris, Wien und Moskau. Genauso wie Chicago, Tokio und Shanghai. In kleinen, locker zu lesenden Kapitel-Häppchen zeigt dieser Bildband, das jede Ecke der Welt ihre eigenen Zwanziger Jahre erlebte. Das weiße Amerika begann den Jazz zu entdecken; das schwarze Amerika mit der Harlem Renaissance ein neues Selbstbewusstsein unter dem Motto „New negro“. In Berlin flanierten die Flapper und in Japan die „Modan Garu“, kurz Mogas genannt. In Moskau entstanden die Arbeiterklubs und in Italien…

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Wasteland – Hoffnung in einer postapokalyptischen Welt

Aus gutem Grund lese ich kaum Dystopien. „Wasteland“ hat mich jedoch mit seiner geschlechtergerechten Sprache neugierig gemacht. Was muss ich mir unter Gender-sensibler Phantastik vorstellen? Sternchen überall? Lässt sich so was lesen? Und wenn ja – wie gut? Eines vorneweg: Es liest sich bestens und kommt ohne Sternchen aus. Ich habe die Tatsache, dass hier möglichst geschlechtergerecht formuliert wird, fast überall überlesen. Aufgefallen ist es mir nur dann, wenn es um nonbinäre Personen ging. Über Pronomen wie „ser“ oder „xier“ stolpere ich derzeit noch –…

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Alte Wege. Einfach losgehen? Von wegen.

Wir kamen nicht zusammen, dieses Buch und ich. Dabei ist es in einer schönen klaren, exakten und zugleich poetischen Sprache geschrieben. Zudem handelt es vom Draußen sein, vom Wandern und Gehen. Auch davon, dass alles zusammenhängt – das Gestern mit dem Heute, jeder Mensch mit jedem anderen, die Sprache mit der Welt und einfach alles mit der Natur. Es hätte exakt mein neues Lieblingsbuch aus dem Genre Nature Writing sein können. Doch ich wollte den Erzähler mehr als einmal schütteln. Hätte er nicht wenigstens ein…

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Der Deutsche Sprachverein und sein Kampf gegen Fremdwörter

Das Buch beginnt grandios mit der Lebensgeschichte des Generalpostmeisters Heinrich Stephan (1831 bis 1897). Seine Mission war es, eine einheitliche und verständliche Terminologie für das frisch vereinte deutsche Postwesen zu schaffen. Einschreiben statt rekommandiert oder Umschlag statt Couvert sind nur zwei Beispiele dafür. Auch bei der Bahn gab es viel zu tun: Aus dem französischen Billet wurde damals eine deutsche Fahrkarte. Womit auch die Hauptschlagrichtung der Sprachpfleger klar wird: Es galt, französische Begriffe zu vermeiden. Was mehr mit der Haltung gegenüber dem „Erzfeind Frankreich“ als…

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Giora Feidman- der Klezmer-Musiker erzählt aus seinem Leben

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ein älterer Herr Geschichten von früher so erzählt, dass ihr euch denkt: Den hätte ich gerne als Opa? So erging es mir bei der Lektüre von Giora Feidmans „Klang der Hoffnung“. Der Musiker kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen – und meist auch wieder zurück. In seinen Erzählfluss eingebettet sind Betrachtungen über die Musik und darüber, warum er nicht werktreu spielen kann. Denn Feidman spielt eigentlich nie Mozart oder alte jüdische Lieder – er spielt immer Feidman, weil er seine Seele…

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Rettet die Berge (vor Menschen wie mir)

Es sind einfach zu viele Menschen, die in die Berge wollen. Wer einmal beim Wandern die Route erwischt hat, die im Zickzack unter dem Skilift auf den Berg führt, weiß, wovon Reinhold Messner in seinem Buch „Rettet die Berge!“ spricht. Im Sommer sind die Abfahrtshänge eine öde Mondlandschaft, im Winter überfüllt. Bergsehnsüchte stillen diese Brachen nicht. Wer Ruhe und Einsamkeit in den Bergen sucht, muss suchen. Wandern in Gruppen, Gipfelbesteigung im Gänsemarsch und Downhill-Fahrten in einem Tempo, dass der Mountainbiker die Landschaft nicht mehr wahrnehmen…

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Die Rolle, der Kobold und meine Faszien

Es gibt etwas, was die Faszienrolle von anderen Fitness-Moden unterscheidet: Sie hat sich in meinem Alltag bewährt. Während das Theraband zusammengeknüllt in der Ecke liegt, die Hantelbank vor sich hin staubt, kommt die Faszienrolle immer mal wieder zum Einsatz. Kurz. Zum Auflockern zwischendurch. Insbesondere dann, wenn der obere Rücken Alarm schreit, weil ich zu lange starr am Schreibtisch saß. Aufstehen, rumrollen, dehnen. Das verbessert die Durchblutung, lockert die Muskulatur und macht den Kopf frei. Schön, oder? Wenn da nur nicht dieser Nörgel-Kobold in mir wäre:…

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August Macke – Paradies? Paradies!

Das, was nur außerhalb der vier Wände meiner Wohnung und außerhalb meines Hirn stattfinden kann, fehlt. Die Anregungen, die Beobachtungen, die Begegnungen und alles, was nur im Zusammenspiel entsteht – ich vermisse es. So sehr, dass ich jetzt doch bereit war, mich auf ein Zoom-Kultur-Event einzulassen. Mein Fazit vorneweg: Es war inspirierend und ich werde lange davon zehren können. Aber es hat mir genauso schmerzlich bewusst gemacht, wie sehr mir das draußen fehlt. Ich will wieder in Bilder hineinfallen können. Vor ihnen ruhig verweilen. Oder…

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Ein Ritt durch die DDR-Kultur. Mittendrin: wir Leser.

Wie viel Gegenkultur steckte in der Kultur der DDR? Das ist eine Fragestellung, die sich mein westlich geformtes Gehirn nicht gestellt hätte, wenn nicht dreierlei gewesen wäre: Die Begegnung mit Kinderbüchern wie „Ede und Unku“, die in den Paketen meiner Ost-Verwandtschaft steckten, mit denen sie sich für unsere West-Päckchen bedankten. Die ausführliche Reportage im Deutschlandfunk über Punks in der DDR, anlässlich des Erscheinens des Samplers „Too Much Future – Punkrock GDR 1980-1989“. Und das bemerkenswerte Buch von Marko Martin „Die verdrängte Zeit. Vom Verschwinden und…

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700 Seiten in 14 Tagen: Der Wüstenplanet.

Natürlich hat die Pandemie mein Lesen verändert. Ich lese eher noch mehr, aber anders. Bücher zum Eintauchen sind angesagt. Geschichten zum Abschalten und Wegträumen, Fluchtlektüre. Jetzt war Dune, der Wüstenplanet das passende Buch für mich. Ja, den hatte ich tatsächlich noch nicht gelesen (Wüstenstaub auf mein Haupt). Und auch den Film nicht gesehen. Das wiederum verwundert nicht, da Film einfach nicht mein Medium ist. Die 700 Seiten hatte ich in 14 Tagen weggeschwartet. Ein sicheres Indiz, dass der SF-Klassiker für mich eine gute Fluchtlektüre war.…

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William Gibson – Cyberspace. Kurzgeschichten.

Ausgelesen – und das gleich in zweierlei Hinsicht. Einmal „Cyberspace“ (Original: Burning chrome), die Sammlung mit Kurzgeschichten aus dem Jahr 1986, die nur noch antiquarisch erhältlich ist. Und einmal alles, was von William Gibson ins Deutsche übersetzt wurde. Den deutschen Titel des Buches finde ich genau so unsäglich wie die halbnackte Frau auf dem Vorsatz-Blatt. Nun, those were the days. Der Tropen Verlag, wo Gibson heute erscheint, ist da stilsicherer. In der ersten Hälfte des Buches dachte ich noch, dass es sich nur für Hardcore-Fans…

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Besser als gute Vorsätze: Haikus schreiben.

Mehr schreiben gehört sicherlich nicht zu meinen guten Vorsätzen für das neue Jahr. Ich schreibe so viel wie noch nie in meinem Leben, vor allem über Bücher – nur eben beruflich. Auch „mehr bloggen“ wird es nicht auf die Liste der guten Vorsätze schaffen, denn es gibt Corporate Blogs, die von mir gefüllt werden wollen. Ich werde also sowieso mehr bloggen – nur nicht unbedingt auf meinen eigenen Blogs. Trotzdem drehen sich viele meiner Überlegungen, was ich nächstes Jahr verändern möchte, um das Schreiben. Nicht…

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Keine halben Sachen

Was für ein Buch! Antje Herden hat mit „Keine halben Sachen“ ein Jugendbuch über Drogen, über das erwachsen werden und über die Momente im Leben, in denen man falsch abbiegt, geschrieben. Die Geschichte wird ehrlich und authentisch erzählt und entwickelt schnell einen eigenen Sog. Die Sprache ist hart und präzise und lässt doch genug Raum für Empfindungen und Mitleid. Das Buch ist klug, aber niemals belehrend. Es nimmt die Jugendlichen ernst und bindet trotzdem die Perspektive der Erwachsenen mit ein. Robin ist ein ungewöhnlicher Protagonist…

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Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen. Katalog zur Ausstellung und ein Museumsbesuch in Crimmitschau

In diesem Jahr leide ich definitiv an Vitamin-M-Mangel, Museums-Mangel. Museen und Reisen kamen zu kurz. Aber immerhin habe ich das geschafft, was wir Wessis meiner Meinung nach immer noch viel zu selten tun: Ich war im Osten unterwegs. Diesmal führte mich die Route von Leipzig aus über Land nach Zwickau. Gelockt hat mich die große Landesausstellung „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen.“ Wer die Ausstellung verpasst hat: Der Katalog ist ein guter Ersatz! Er fasst das Wichtigste aus den einzelnen Ausstellungen in Zwickau, Chemnitz, Freiberg,…

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Die Memoiren der Jella Lepman, Gründerin der Internationalen Jugendbibliothek

Jella Lepman - Biografie

Die Nazis nahmen ihr die Heimat und das Verhalten der deutschen Bürger machte sie fassungslos. Doch als das amerikanische Militär bei Jella Lepman 1945 anfragte, ob sie bereit wäre, sich in Deutschland für die „Re-Education“ der Frauen und Kinder zu engagieren, sagte sie ja. Dabei folgte sie der Logik des Herzens: Was auch immer während der Nazi-Diktatur geschehen war, die Kinder waren nicht schuld. Ihre Hoffnung war groß: Die Kinder werden den Erwachsenen den Weg weisen. Das Werkzeug dafür: Bücher. Kinderbücher aus aller Welt, die…

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Mama Superstar: Heimat ist, was Mütter daraus machen

Töchter erzählen über das Leben ihrer „Migrant Mamas“, Mütter, die nicht in Deutschland geboren wurden. Um genau zu sein: Sie feiern ihre Mütter, denn jetzt, wo sie selbst junge Erwachsene sind, können sie all das würdigen, was ihnen als Jugendliche noch peinlich war. Oder auch das, was ihnen als Kind ein Gefühl von anders sein gab – sei es, weil im Treppenhaus nur vor ihrer Haustür die Schuhe standen, oder weil es aus ihrer Küche so ganz anders roch als in den Küchen ihrer Freunde.…

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Banksy. Street-Art ist vergänglich. Dieses Buch nicht.

Bei Banksy war ich mir nie sicher, ob ich jetzt fasziniert oder genervt bin. Fasziniert, weil die unterschiedlichsten Menschen ihn großartig finden – darunter Menschen, die eigentlich mit Streetart oder moderner Kunst nichts am Hut haben. Genervt wegen seiner Überpräsenz in den Medien und weil viele das kleine Mädchen mit dem Ballon einfach niedlich finden, ohne auch nur einen Gedanken an eine mögliche, gesellschaftskritische Botschaft zu verschwenden. Ein wenig erinnert mich das an Keith Haring in den 80er Jahren. Seine Bilder waren damals überall –…

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Zeitmanagement weiter denken: Intervalle statt Büro-Arbeitszeiten

Vom klassischen Zeitmanagement zu einem Buch mit dem Untertitel „Arbeitest du noch oder lebst du schon?“: Es wirkt wie ein weiter Weg, den Lothar Seiwert mit seinen Ratgebern zurückgelegt hat. Mit seinen ersten Büchern habe ich gelernt, einen Filofax-Kalender zu führen (und ihn jedes Jahr aufs Neue ungefähr ab April ignoriert.) Mit „Noch mehr Zeit für das Wesentliche. Zeitmanagement neu entdecken.“ näherte er sich schon mehr meiner Art zu denken und zu leben an. Hier schwang die Frage mit, was im Leben mir wie viel…

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Anita Rée – biographischer Roman von Karen Grol

Meine ganz private Kunst-Welt wandelt sich. Während ich mir früher Ausstellungen nach dem Motto „Diesen Künstler wollte ich schon immer mal sehen“ heraussuchte, ist es heute viel häufiger ein „Dich kenn ich nicht, dich schaue ich mir an“. „Umbruch“ in der Mannheimer Kunsthalle war dafür eine gute Gelegenheit. Gleich auf dem Ausstellungsplakat begegnete mir ein Blick, den ich so schnell nicht vergessen werde: das Porträt der Hildegard Heise, gemalt von Anita Rée. NEUE SACHLICHKEIT IST (AUCH) WEIBLICHDas erste Kapitel der Ausstellung zeigt – rund 100…

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Die Künstlerinnen. Werke aus fünf Jahrhunderten

Dieses Buch hätte ich gerne schon früher gekannt, denn es ist keine Aufzählung à la „50 Künstlerinnen, die Du kennen solltest“. Susie Hodge möchte mit ihrem Buch viel mehr erreichen. Ihr genügt es nicht, unseren Blick auf Künstlerinnen zu lenken – sie will Zusammenhänge sichtbar machen. Welche Ausbildung stand den Frauen offen? Waren Sie Teil einer Avantgardebewegung oder einer Künstlergruppe? Wie wurden sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen und was haben sie tatsächlich zur Kunstgeschichte beigetragen? Welche Stile, Motive und Themen haben sie aufgegriffen und war…

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Rassismus verlernen. Eine Anleitung.

Womit soll ich bei dieser Buchbesprechung? Vielleicht mit jenen 30 Sekunden auf dem Fahrrad. Ich war 10 Jahre alt. Ein Kopftuch war für mich ein normales Kleidungsstück. Meine Mutter trug es beim Wandern, meine Oma bei der Hausarbeit und ich, wenn ich Ohrenschmerzen hatte. So wie an jenem Tag, als ein Junge aus meinem Vorort mir „Scheiß Türkin“ hinterher brüllte. Lange Jahre habe ich die Geschichte so erzählt, dass ich an dem Tag erlebt und gelernt habe, was Rassismus bedeutet. Das würde ich heute nicht…

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Lernen, mit der Natur zu reden: die Biographie R. Ogilvie Crombies

Wenn heute von der Findhorn-Community die Rede ist, wird meist von einem Ökodorf gesprochen. Vielleicht fällt auch der Begriff Selbstversorger oder Permakultur. Vor 20 Jahren war das noch anders. Damals stand entweder die selbstverwaltete Dorfgemeinschaft oder die spirituelle Lebensgemeinschaft im Mittelpunkt der Berichterstattung. Das ist wohl der Grund, warum „Angenehm aus der Zeit gefallen“ mein erster Gedanke nach der Lektüre von R. Ogilvie Crombies „Der Mann, der mit den Elfen sprach“ war. In diesem Buch geht es um die spirituelle Seite Findhorns – also genau…

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