Radikale Selbstfürsorge

Buch auf Bettdecke: Radikale Selbstfürsorge jetzt! von Svenja Gräfen

Manchmal bedeutet radikale Selbstfürsorge, sich ins Bett zurückzuziehen und ein Buch zu lesen, das einem einfach nur gut tut. Einen Ratgeber, der nicht zur Selbstoptimierung, sondern zu Nachsicht rät. Der uns daran erinnert, viel häufiger nett zu uns zu sein.

Nicht, weil wir es verdient haben, sondern weil es egal ist, ob wir es verdient haben.

(Nebenbei bemerkt: Wer sich gut um sich selbst kümmert, kann sich auch besser um andere kümmern. Nützlicher Nebeneffekt, aber nicht der Hauptgrund, warum wir Selbstfürsorge ernst nehmen sollten.)

Wir brauchen Pausen nicht erst dann, wenn wir überarbeitet, müde und ausgelaugt sind. Erholungsphasen sind ein Menschenrecht.

Was radikale Selbstfürsorge nicht ist …

Genau in einer solchen Phase könnten wir statt zu einem teuren Wellness-Drink zu einem Buch wie „Radikale Selbstfürsorge. Jetzt!“ von Svenja Gräfen greifen. Einfach so, ohne eine Duftkerze anzumachen. Oder was auch immer der bunte kapitalistische Warenmarkt für solche Momente anpreist. Wir könnten uns einkuscheln und lesen. Häppchenweise, ganz in unserem eigenen Tempo. Denn Selbstfürsorge ist kein Leistungssport. Wir müssen gar nichts.

Erst dann, wenn wir das gar nichts Müssen ganz angenommen haben, können wir merken, was wir wirklich brauchen. Wenn es die Chips auf der Couch sind, dann ist das eben so. Aber vielleicht ist es ja beim nächsten Mal der Spaziergang. Nein, du sollst dir nicht vornehmen, jeden Tag durch den Park zu laufen. Nimm es dir einmal vor und freue dich, wenn es gelingt. Sei nett zu dir und gehe nachsichtig mit dem um, was du als Fehler bezeichnest. Möglicherweise ist es ja gar keiner, sondern nur Druck von außen, damit du brav dort bleibst, wo du bist?

… und wofür sie wirklich gut ist

Und dann, wenn wir so richtig erholt sind, in Baby-Schritten Selbstfürsorge gelernt haben und ganz in unserer Kraft angekommen sind – dann zertrümmern wir endlich ein für alle Mal dieses verdammte Patriarchat und Rassismus und Kapitalismus gleich mit!

Ich mag den Plan.


Infos zum Buch:

Svenja Gräfen

Radikale Selbstfürsorge. Jetzt!
Eine feministische perspektive

Mit Zeichnungen von Slinga Illustration

Eden Books

Ausführliche Rezension bei Digitur


Zwei feministische Bücher, die prima dazu passen:

Das Geheimnis des Atmens – eine Einführung in Pranayama

Sriram - Das Geheimnis des Atmens. Taschenbuch neben einem Buddha-Kopf

Wie sehr mir die letzten zwei Jahre die Luft abgeschnürt haben, habe ich erst gemerkt, als ich das schmale Büchlein „Das Geheimnis des Atems“ von Sriram gelesen habe. Darin erklärt er die Grundzüge des Pranayama, einem wichtigem Bestandteil des Yoga. Früher wurde das gerne mit Atemkontrolle übersetzt. Aber Vertiefung des Atems durch Achtsamkeit trifft es besser. Wichtige Werkzeuge sind dabei die Atembeobachtung, längeres Ausatmen und das Verweilen in der Atemstille, dem Wendepunkt zwischen Ein- und Ausatmen.

Da all das für mich nicht neu ist, fand ich es eine gute Idee, gleich mit der Wechselatmung zu beginnen. Diese Atemübung ist mir aus früheren Yogastunden vertraut. Das sollte klappen. Nun, es wurde eine Übung im lehrreichen Scheitern. Auch willkommen.

Also zurück zu den Anfängen. Was mir in diesen bedrückenden Tagen am besten hilft, ist mich auf meine Nasenspitze zu konzentrieren und zu beobachten, wie der Atem dort einströmt. Wenn ich dann die Reise meines Atems durch den Körper verfolge, spüre ich sehr genau was derzeit verhärtet, beengt und empfindungsarm ist. Aber ich spüre auch, wie quasi sofort Veränderungen einsetzen. Hier ein leichter Moment, dort ein klein wenig mehr Weite. Das schenkt mir Vertrauen. Es wird werden. Ich muss mich nur auf den Weg machen.

Wenn ein Buch all das auslösen kann, dann ist es ein Geschenk an die Lesenden. Möglich wird das durch die absolut präzisen Erklärungen und den Erfahrungsraum, den der Yogalehrer R. Sriram mit seinen Anleitungen für seine Schülerinnen und Schüler eröffnet. So wird das Buch zum Ort der Begegnung, an dem wir unser Menschsein erkunden können.


Bibliographische Angaben zum Buch:

R. Sriram
Das Geheimnis des Atmens
Mit Yoga die eigene Kraftquelle entdecken
Pranayama – Grundlagen und Übungen

Herder Verlag
Leseprobe

Hier findet ihr mehr von R. Sriram auf meinem Blog


Anmerkungen zum Buchlayout:

So großartig der Inhalt des Buches ist – das Layout macht mich nicht glücklich. Warum wurden wichtige Passagen in hellgrauen Großbuchstaben gesetzt? Hat mal jemand aus dem Verlag versucht, dass mit über 50-jährigen Augen bei durchschnittlichen Lichtverhältnissen zu lesen?

Sriram - Buchlayout,

Ein Buch, das gut dazu passt

Das Buch über das Älterwerden

Lucy Pollock. Das Buch über das Älterwerden für Menschen, die nicht darüber sprechen wollen

Keine Lektüre hat mich in diesem Jahr so berührt wie Lucy Pollocks Sachbuch über das Älterwerden. Gerade weil es mir im positiven Sinne so nahe ginge, fühlte ich mich lange Zeit nicht in der Lage, darüber zu bloggen. Jetzt will ich es versuchen, denn es ist ein Buch, dem ich so viele Leserinnen und Leser wünsche, wie nur möglich.

Dr. Lucy Pollock ist Fachärztin für Geriatrie. Kenntnisreich vermittelt sie den neuesten Stand der Forschung. Dabei verliert sie nie den Kontakt zum ganz normalen Alltag der Senior:innen und den Sorgen der Angehörigen. Doch das ist es nicht, weswegen mich ihr Buch so begeistert. Auch nicht die Tatsache, dass sie begnadet gut und abwechslungsreich erzählt. Was das Buch auszeichnet, ist die Haltung der Autorin zu ihrem Thema.

Lucy Pollock ist jemand, der die alten Menschen ins Herz geschlossen hat und sie so annimmt, wie sie sind. Gebrechlich und willensstark, schusselig und voller Erfahrung, kämpferisch und ängstlich, lebensklug und störrisch – sie akzeptiert sie. Sogar dann, wenn sie exakt das Gegenteil von dem tun, was Frau Doktor ihnen rät.

Für ihre Patient:innen und deren Angehörige hat Lucy Pollock viele alltagstaugliche Tipps parat. Dabei kommen auch Tabuthemen zur Sprache. Auf Inkontinenz und den Geruch von fauligen Zähnen geht sie genauso ein wie auf die Frage, wann jemand seinen Führerschein besser abgeben sollte. Sie erklärt, dass es verschiedene Formen von Demenz gibt und nicht alle davon so dramatisch verlaufen, wie unsere Schreckensbilder und Sorgen uns einreden wollen. Sie dröselt auseinander, wie der Berg an Medikamenten zustande kommt, der sich auf dem Nachttisch angesammelt hat, und erläutert, wie man die Nebenwirkungen verringern kann.

Dabei denkt sie immer die Familiensituation mit. Ihr ist bewusst, dass alte Menschen nicht alles aussprechen und Kinder nicht alles ansprechen möchten. Auch in diesen Fällen hilft sie weiter und vermittelt zwischen den Generationen.

„Das Buch über das Älterwerden“ ist realistisch und nimmt genau deswegen den Schrecken. Es ist faktenbasiert und erfahrungssatt. Doch vor allem ist es eines: zutiefst empathisch.


Weitere Infos:

Dr. Lucy Pollock
Das Buch über das Älterwerden
(für Leute, die nicht darüber sprechen wollen)

Übersetzt von Ulrike Becker

Dumont Verlag

Rezension bei Deutschlandfunk Kultur


Sachbücher und Ratgeber, die gut dazu passen:

Sänger müssen zweimal sterben

Peter Pannke - Sänger müssen zweimal sterben. Reisereportage und Erfahrungsbericht. Hintergrundwissen zur traditionellen Musik Indiens.
Das Buch liegt auf einem indischen Tablet.

Ob ganz Indien mit seinen Menschenmassen, Rikschas Motorrädern, Tempeln, Affen und was noch alles zur Geräuschkulisse beiträgt, wirklich Musik ist, wie der Klappentext behauptet? Ich wage es zu bezweifeln. Aber dass Indien einen eigenen intensiven Klang hat, bekommt sogar eine Touristin wie ich mit.

Peter Pannke hat das Land deutlich intensiver erlebt, als mir das damals in drei Wochen Urlaub gelingen konnte. Er hat lange mit der Sängerfamilie Mallik gelebt, die über 200 Jahre dem Maharadscha von Darbhanga als Hofmusiker gedient hatte. An diese Zeit und an alles, was daraus entstand, erinnert er sich, als er anlässlich einer Beerdigung versucht, in das von schweren Regenfällen überflutete Nordindien zu gelangen.

„Sänger müssen zweimal sterben“ ist ein wunderbar intensives Buch. Eines, das gar nicht erst versucht, Indien zu erklären. Stattdessen lässt uns Peter Pannke teilhaben an seinen Erfahrungen und erlaubt uns damit ein sehr direktes, sinnliches Erleben.

Entdeckt habe ich das Buch, das nicht mehr aufgelegt wird, in einem Lehrbuch zur Musikethnologie, dass ich hier besprochen habe. Gehofft hatte ich auf Erklärungen zu Ragas und zu der traditionellen indischen Musik, die ich sehr schätze, aber nicht verstehe. Bekommen habe ich sehr viel mehr: eine Indienreise, die von der Musik getragen wird und tiefe Einblicke in den Alltag der Menschen erlaubt.

Zuallererst ist Indien ein Geruch. Blitzartig findet er seinen Weg ins Stammhirn. Als nächstes ertönen Geräusche, dann flackern Bilder auf. Sehen kommt später, Denken zuletzt.

Peter Pannke – Einleitung zu seinem Buch „Sänger müssen zweimal sterben“

Weitere Angaben:

Peter Pannke
(Infos zum Autor )

Sänger müssen zweimal sterben
Eine Reise ins unerhörte Indien

Piper Malik


Ein Buch, das gut dazu passt: Ilja Trojanow – An den inneren Ufern Indiens

Kunst sehen – eine Schule des Wahrnehmens

Kunst sehen - Cezanne. Eine Hand hält das Din A4 große broschierte Buch vor ein Poster mit einer Landschaft von Cezanne

20 Sekunden. Es gibt Zahlen, die gehen mir nicht aus dem Kopf. Seit ich gelesen habe, dass Museumsbesucher im Schnitt nur 20 Sekunden vor einem Kunstwerk verweilen, beobachte ich mich beim Betrachten von Kunst. Wie schaue ich mir Bilder eigentlich an? Was nehme ich wahr, woran bleibt mein Blick hängen? Und wie oft lese ich zuerst das Erklärungsschild? Denke mir dann „Ah, ein typischer Cézanne!“ und gehe weiter zum nächsten Bild?

Wobei ich bei Cézanne nie einfach weitergehe. Deswegen war das der erste Band aus der Serie „Kunst sehen“ den ich mir angeschafft habe. Ich sage es gleich: weitere werden folgen, denn diese Kunstbuch-Reihe ist bemerkenswert.

Was sind die ersten Gedanken, wenn ich ein Bild betrachte? Häufig kreisen sie um Fragen wie „Wer hat es gemalt?“, „Was stellt es dar?“ und „Welcher Stil ist das?“. Ich aktiviere meine Erfahrung mit Kunst und gelange sehr schnell zur finalen Frage: Was will mir das Kunstwerk sagen? Michael Bockemühl schlägt einen anderen Weg vor. Er ermutigt uns, urteilsfrei Bilder zu betrachten.

Im Falle von Cezanne heißt das: Farben, Linien und Flächen anschauen. Wo ist Licht, wo Schatten? Gibt es einen Raum, eine Perspektive? Ist der Pinselstrich überall gleich? Wie wirkt das Bild, wenn ich ein Detail fixiere und wie, wenn ich es als Ganzes betrachte? Dabei das Motiv zu ignorieren fällt zunächst nicht leicht! Immer wieder rutsche ich in Interpretationen ab und kehre dann bewusst zu dem zurück, wofür Kunst gemacht wird. Michael Bockemühls Credo lautet:

„Der Künstler ermöglicht, was der Anschauende verwirklicht“

Michael Böckemühl – Kunst sehen

Die Buchreihe „Kunst sehen“ geht zurück auf eine öffentliche Vorlesungsreihe für Kunststudierende und Laien, die der Professor und Wahrnehmungsforscher Anfang der 1990er Jahre hielt. Sein Bildbetrachtungskonzept funktioniert für jeden, unabhängig von Vorkenntnissen, und ermöglicht damit echte Teilhabe.

Aber er belässt es nicht dabei, den Blick zu befreien und zugleich schulen. Seine Anleitungen zur Bildbetrachtung sind eng verwoben mit biographischen Details zu den Künstlern. Mit einer Fülle von Zitaten zeigt er, wie die Maler sich ihre Herangehensweise erarbeitet haben. Das ist geradezu ein Blick in das Atelier, der mich sehr fasziniert hat.

Kunst betrachten ist lebenslanges Lernen. Auf das Leben folgt das Üben – noch mehr Zeit, die ich in Museen verbringen werde!


Angaben zur Kunstbuch-Reihe direkt beim Verlag:

Bisher erschienen:
Malerei des 19. Jahrhunderts, Monet, Gauguin, van Gogh, Cézanne, Picasso, Kandinsky, Nolde, Mondrian, Klee, Dali, Rothko, Beuys
Weiter Bände in Planung – ich freue mich besonders auf Hans Arp und Henry Moore!


Mehr Infos zu den 20 Sekunden, die wir uns im Schnitt einem Kunstwerk zuwenden.


Weil (historisch bedingt) die Künstlerinnen in dieser Kunstbuch-Reihe zu kurz kommen, empfehle ich Euch noch diese drei Bücher:

Und dieses Buch schenkt euch ganz viele wertvolle Fragen, die helfen, Kunst im eigenen Tempo zu erkunden: Kunst selbst sehen. Ein Fragenbuch

Bäume in der Kunst

Bildband: Bäume in der Kunst. Das Buch liegt auf gelben Herbstlaub. Das Cover zeigt ein Gemälde einer weiß blühenden Kastanie.

Der nüchterne Titel „Bäume in der Kunst“ täuscht. Der kleinformatige Bildband mag minimalistisch daher kommen, doch in Wahrheit ist er ein Buchjuwel. In exzellenter Druckqualität zeigt er uns über 100 Baumbilder – Gemälde, Grafiken und Fotos von bekannten Künstlerinnen und Künstlern wie Georgia O’Keeffe und Van Gogh und (mir) weniger bekannten wie Claire Cansick und Paul Nash.

Durch die kluge Zusammenstellung, die zurückhaltenden, informativen und stimmigen Texte und die gelegentlich eingestreuten Zitaten entsteht eine Atmosphäre, die sich wirklich mit der eines Waldspaziergangs vergleichen lässt. Dann fühlt sich das Buch so an, wie Tschechow den Wald beschreibt:

Im Wald spürt man die Gegenwart Gottes.

Anton Tschechow – zitiert in „Bäume in der Kunst“

Prächtige Baumsolitäre, dunkle Wälder, lichte Feldränder. Bäume am Meer, im Gebirge und Hausbäume. Kastanien in voller Blüte und verbrannte Bäume auf Schlachtfeldern. Ab und an mal ein Tier oder in der Ferne ein Haus.

Menschen? Brauchen die Bäume nicht. Aber wir brauchen sie. Wer das so sieht, wird den Bildband immer wieder in die Hand nehmen – so wie ich!


Infos zum Bildband:

Angus Hyland und Kendra Wilson

Bäume in der Kunst

Übersetzt von Birgit Lamerz-Beckschäfer

160 Seiten mit 110 farbigen Abbildungen

Dumont Verlag


Bücher über Bäume und den Wald sind ein häufiges Thema für Blogbeiträge. Hier eine Auswahl an Lieblingsbüchern:

Und natürlich dieses Buch über die Evolution der Pflanzen:

Wie die Industrie nach Mannheim kam

Buch: Wie die Industrie nach Mannheim kam. Das Buch liegt auf verschiedenen alten Regionaltiteln wie Liebes altes Mannheim und Mannheimer Pioniere

Auch wenn es mir nicht so vorkommt: Meine Heimatstadt Mannheim ist eine Industriestadt. Doch wie wird eine Stadt, die um 1875 noch keine 50.000 Einwohner hatte und einem eher beschaulichen Rhythmus folgte, binnen weniger Jahrzehnte zur Heimat so vieler Unternehmen und Menschen?

Davon erzählt das Buch „Wie die Industrie nach Mannheim kam“ und verknüpft die Geschichte des industriellen Wandels eng mit der Biographie Friedrich Engelhorns. Er hatte in Mannheim schon viele Betriebe gegründet, so eine Fabrik für „Portatives Gas“ und eine Zinkhütte im Jungbusch. Doch er hatte Größeres vor. Wäre das Mannheimer Bürgertum nicht dagegen gewesen, stünde die BASF heute dort, wo jetzt das Nationaltheater steht, und würde sich über den Luisenpark am Neckar entlang bis nach Seckenheim ausdehnen. Unvorstellbar, oder?

Doch dieses Detail war nicht das Einzige, was mir, einer Mannheimer Ingenieurstochter die sich sehr für Industriekultur interessiert, neu war. Ob frühe Schwefelsäureproduktion im heutigen Vorort Wohlgelegen, die Bedeutung von Finanziers wie Salomon Aberle und Seligman Ladenburg oder der Bierkrawall von 1873 – in diesem Buch habe ich viel über die Geschichte Mannheims gelernt. Dabei geht der Autor Volker Keller auch auf die weniger schönen Seiten ein wie die Arbeitsbedingungen in der Jutefabrik in Sandhofen und die Enteignung jüdischer Unternehmer ein. So starb Adolf Bensinger, der 1929 die Schildkröt-Fabrik verkaufte und sein Vermögen für wohltätige Zwecke einsetzte, 1939 an Herzversagen – genau an dem Tag, an dem die Nationalsozialisten ihn enteigneten.

Und was in Mannheim alles entwickelt und produziert wurde: Goldpuder-Mehl aus der Pfalzmühle; der Stotz-Automat, der vor Kurzschlüssen schützt; Reifen aus der „Hutsch“, der Hutchinson-Fabrik; Schildkröt-Puppen; Medikamente von Boehringer oder Codein von Knoll, Papiere aus der Zellstoff-Fabrik auf dem Waldhof, die spätere PWA – die Liste ist lang und Volker Keller gelingt es, sie alle angemessen zu erwähnen!

Weil er sich im Sprachstil manchmal nicht so recht entscheiden kann, ob er für Kinder und Jugendliche oder für Erwachsene schreibt, erkläre ich sein Buch kurzerhand zum Familienbuch. Toll gestaltet mit vielen Infokästen und gut gewählten Illustrationen ist es ein echtes Lesevergnügen für alle, die an Industriekultur und der Geschichte Mannheims interessiert sind.


Infos zum Buch:

Volker Keller und Christoph Clasen

Wie die Industrie nach Mannheim kam.
Das Zeitalter Friedrich Engelhorns 1820-1900.

Hrsg. vom Friedrich-Engelhorn-Archiv e.V.
Redaktion: Stefanie Dunz

Verlag Regionalkultur


Hier findet ihr mehr Bücher über Mannheim, Pfalz und Odenwald auf meinem Blog.

Eines, das ganz besonders gut dazu passt: Mannheims Belle Époque


Mehr Informationen zur Industrie-Geschichte Mannheims findet ihr auf der Website von Industriekultur Rhein-Neckar (und zu dem Haus, in dem ich wohne, gibt es dort auch einen Beitrag)

Meine Suche nach dem ultimativen Motivationsbuch geht weiter

Buch: Kein Sport ist auch keine Lösung
Das ultimative Motivationsprogramm für Bewegungsmuffel. Der Ratgeber von Kerstin Friedrich liegt auf einer kleinen Faszienrolle.

Natürlich sollte ich mehr Sport machen. Da ich mich gerne bewege, dürfte das ja auch kein Problem sein. Ist es aber doch. Denn erstens strenge ich mich ungern an und zweitens bekomme ich keine Regelmäßigkeit in mein Training. Der Titel „Kein Sport ist auch keine Lösung. Das ultimative Motivationstraining für Bewegungsmuffel“ klang bei dieser Ausgangslage sehr vielversprechend.

Gleich im Einstiegskapitel erzählt Kerstin Friedrich so herzerfrischend offen davon, wie sie mit 60 Jahren durch eine Wette zum Sport fand, dass ich mir dachte: Dieses Buch und ich, das wird was. Dass es dann anders kam, liegt sicherlich auch daran, dass ich mit gleichförmigem, diszipliniertem Training ein Problem habe. Deswegen wollte ich den Ratgeber ja lesen!

Doch wir fanden nicht zusammen. Kerstin Friedrich ist jemand, der bereit ist, sich stur zu quälen. Die Vorfreude auf das, was sie danach kann, nämlich lange Radreisen unternehmen und an Laufwettkämpfen teilnehmen, ist ihr Motivation genug. Alle anderen lockt sie mit der Aussicht, dank Sport gut älter zu werden. Sie erklärt schlüssig und pointiert, was wir im Alter davon haben, wenn wir beweglich bleiben, Muskelmasse erhalten und die Kondition stärken.

Vielleicht wäre es mit mir und dem Buch besser gelaufen, wenn es einen anderen dramaturgischen Aufbau hätte. Auf das wunderbar motivierende Einstiegskapitel folgt etwas, was ich nur als Rant bezeichnen kann. Mit spürbarer Wut im Bauch lässt sich Kerstin Friedrich darüber aus, dass wir ja nicht wirklich gut älter werden würden, sondern einfach nur länger krank bleiben. Das sei so, weil dann Ärzte, Krankenkassen und Pharmaindustrie möglichst viel an uns verdienen würden. Dieses Kapitel steht für mich wie ein Fremdkörper im Buch und brachte mich in eine kritische Grundhaltung, die dazu führte, dass ich ab da an jeder unlogischen Stelle hängen geblieben bin.

So betont sie den Wert von Krafttraining im Alter, gibt aber selbst zu, dass sie sich nur durch Hörbücher und Podcasts dazu motivieren kann. Stattdessen schwärmt sie lieber vom Laufen und Radfahren, was sie richtig gerne macht. Das ist zwar erfrischend ehrlich, bringt mich aber auch nicht an die Hantelbank.

Jetzt ist es sicherlich so, dass eine Leserin, die sich gerne vor dem Training drückt, schon ganz unbewusst nach Gründen Ausschau hält, die sie vor zukünftiger Anstrengung bewahren. Lag es also am Buch oder an mir? Ich weiß es nicht und setze meine Suche nach dem ultimativen Motivationsbuch fort.


Angaben zum Buch:

Kerstin Friederich
Kein Sport ist auch keine Lösung
Das ultimative Motivationsprogramm für Bewegungsmuffel

Patmos Verlag


Doch aus jedem Motivationsbuch bleiben ein paar Tipps hängen, die ich tatsächlich umsetze. Bei diesem hier genauso wie bei den Büchern von dieser Liste:

Kopf frei: wie wir unserem gestressten Gehirn helfen können

Buchcover: Kopf frei!
Wie Sie Klarheit, Konzentration und Kreativität gewinnen.
Im digitalen Alltag leistungsfähig und gesund bleiben. Das Buch liegt auf einem Metallgitter über Herbstlaub.

Mein Gehirn ist nicht schuld. Ob ich in der Küche stehe und mich nicht erinnern kann, was ich holen wollte, zum wiederholten Male Instagram öffne oder ob ich drei Schritte weg vom Auto schon nicht mehr weiß, ob ich es abgeschlossen habe: Diese Zerstreutheit hat nichts mit dem Zustand meines Gehirns zu tun.

Es mangelt mir auch nicht an Aufmerksamkeit, denn aufmerksam sind wir immer. Vielmehr liegt es an der Art und Weise, wie ich mit meinem Gehirn umgehe, und an fehlendem Wissen darüber, was es braucht, um seine Arbeit gut zu erledigen.

Die gute Nachricht daran: Das lässt sich ändern. Und nein, das Buch von Volker Busch ist kein Selbstoptimierungsratgeber, wie ich noch mehr Leistungsfähigkeit aus mir herauspressen kann. Ganz im Gegenteil.

Hier geht es um bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit, damit wir die Balance im Leben wieder finden können. Zudem gibt es jede Menge Tipps, wie wir in einer Welt voller Informationen und digitaler Ablenkungen bei uns selbst bleiben können.

Dafür gibt uns Volker Busch drei Module voller Erklärungen, Beispielen und praktischen Übungen an die Hand. Das gliedert er so:

  • Klarheit – die selektive Aufmerksamkeit, die wir benötigen, um unsere Umwelt bewusst wahrzunehmen und Wichtiges aus dem Unwichtigen herauszufiltern.
  • Konzentration – die Aufmerksamkeit wie ein Scheinwerfer auf das richten, dass es gerade zu tun gilt, und zu erkennen, wann dieser Scheinwerfer nötig ist und wann nicht.
  • Kreativität – eine herumschweifende Form der Aufmerksamkeit, die den Blick weitet und so neue Ideen zulässt.

Schon allein diese Unterscheidung war für mich ein Augenöffner. Niemand kann den ganzen Tag lang konzentriert sein. Das ist auch gar nicht nötig. Viel wichtiger ist es, zu wissen, welche Form von Aufmerksamkeit ich wozu benötige, und wie ich sie aus mir heraus erschaffen kann. Dafür ist bewusstes Wahrnehmen genauso wertvoll wie gelegentliche Langeweile und zerstreuende Pausen.

Was das Buch so wohltuend macht, ist die Mischung aus Wissenschaft, Lebensnähe und praktischen Vorschlägen. Natürlich sind altbekannte Klassiker dabei. Multitasking macht blöd im Kopf, schalte das Handy aus, geh raus in die Natur und übrigens bedeutet Serien schauen noch lange keine Entspannung. Wissen wir alles, halten wir uns aber trotzdem nicht dran. Volker Busch kennt die Menschen. Er erklärt uns deswegen auch gleich, warum wir die Ratschläge so gerne ignorieren und wie wir es schaffen können, trotzdem unser Verhalten zu ändern. Aber vor allem zeigt er uns, was wir dadurch gewinnen werden!


Infos zum Sachbuch:

Prof. Dr. Volker Busch

Kopf frei!
Wie Sie Klarheit, Konzentration und Kreativität gewinnen
Im digitalen Alltag leistungsfähig und gesund bleiben


Droemer Knaur


Vier Rezensionen zu Büchern, die gut dazu passen:



Die Surrealistin: Roman über Leonora Carrington. Und über Max Ernst.

Die Surrealistin. Biographischer Roman über die surrealistische Malerin Leonora Carrington.

Mich auf Leonora Carringtons Bilder einzulassen erfordert immer Mut. Es ist, als würde ich in der Dämmerung auf einem Sprungbrett stehen. Unter mir schimmerndes Wasser. Darin Schemen von Menschen, Wesen und Tieren, die nicht so aussehen, wie die Tiere, die mir vertraut sind. Nichts davon erscheint auf den ersten Blick gefährlich. Doch kann ich dem Frieden trauen? Bin ich bereit, einzutauchen und mich den dort wirkenden Kräften zu überlassen?

Meine Rationalität sucht in dieser Situation einen Ausweg und beginnt, Fragen zu stellen: Was ist das für ein Mensch, der so malen kann? Wie hat sie es gemalt, woher kam die Inspiration? Und muss man ein wenig verrückt sein, um solche Bilder zu erschaffen?

Fragen, um die auch der biographische Roman „Die Surrealistin“ von Michaela Carter kreist. Auf fast alle findet er eine Antwort. Nicht alle davon überzeugen mich, denn zu viele davon sind mit Max Ernst verknüpft. Zumindest war das der Eindruck, der bei mir entstand, weil Max Ernst viel Raum einnimmt. Doch das ist ein Kunstgriff, auf den ich beim Lesen hereingefallen bin. Max Ernst dominiert die Handlung zweimal. Einmal liefert er die Anschub-Energie, die Leonora Carrington braucht, um sich aus der Herrschaft ihres Vaters zu befreien. Die größte Präsenz hat er jedoch in der Phase, als Leonora auf der Flucht ist und sich selbst dabei verliert. So wird er zum Spiegel ihrer Abwesenheit.

Wie kann man nur solche Bilder malen?

Denn „Die Surrealistin“ ist kein voyeuristisches Buch. Es wahrt den Respekt und lässt Leonora Carrington ihre Geheimnisse, ohne die ihre Bilder nicht entstehen könnte. Offensichtlich hat die Malerin einen sehr direkten Zugang zu der Traumwelt, der Anderswelt, dem Land hinter den Spiegeln. Doch um sicher dorthin und wieder zurück zu gelangen braucht sie das richtige Maß an Sicherheit und Freiraum, an Zerbrechlichkeit und Kraft, an Wildheit und Ruhe. Nichts davon ist selbstverständlich, wenn sich die Welt im Krieg befindet.

Ein klein wenig Voyeurismus erlaubt sich die Autorin Michaela Carter doch. Ihr Blick auf Nebenfiguren ist pointiert. Mit den Auftritten von Peggy Guggenheim, Dali und Gala, Andre Breton, Dorothea Tanning, Leonor Fini und vielen anderen wird der gesamte Kreis der Surrealisten zum Leben erweckt.

Fazit: gelungen. Aber …

Alles in allem ist „Die Surrealistin“ ein sehr gelungener biographischer Roman. Ein wenig lässt er uns am Leben der Pariser Künstlerszene um Salvador Dali und Pablo Picasso teilhaben. Auch ein Anti-Kriegsroman steckt in dem Buch. Zugleich ist er die Geschichte einer Emanzipation und legt dar, was es braucht, um Kunst zu schaffen. Nur die Liebesgeschichte, die hätte es für mich nicht in dem Umfang gebraucht.

Doch jetzt weiß ich, dass ich es wagen könnte, mich vom Sprungbrett in das schimmernde Wasser fallen zu lassen. Die Tiere und Wesen auf den Bildern der Leonora Carrington sind nicht gefährlicher als das Leben selbst. Nur ob ich den Weg zurück finden würde – darüber bin ich mir immer noch nicht sicher.


Infos zum Buch:

Michaela Carter
Die Surrealistin

Übersetzt von Silke Jellinghaus und Katharina Naumann

Kindler im Rowohlt Verlag


Mehr über den Surrealismus auf dem Blog Elementares Lesen – ihr habe ich den Buchtipp zu verdanken! Ausführliche Rezension des Hörbuchs bei Petras Bücherapotheke. Sie geht sehr schön auf die Sprache des Romans ein.


Zwei Bücher, die gut dazu passen:

Das Licht hinter den Wolken

Oliver Plaschka - Das Licht hinter den Wolken. Fantasy Roman. Aufgenommen im Garten neben einem Deko-Gargoyle.

Viel Spaß hatte ich in diesem Sommer mit Oliver Plaschkas „Das Licht hinter den Wolken“, ein High-Fantasy-Roman, der schon 2013 erschienen ist. Wie mir überhaupt in diesem Jahr mal wieder richtig bewusst wurde, dass ich bei Romanen bis an mein Lebensende lesen könnte, was jetzt schon lieferbar ist. Wir sitzen auf einem Buchschatz.

Kaum angefangen, schon schweife ich ab. Den Eindruck erweckt Oliver Plaschka manchmal auch. Aber ihr wisst ja: traue niemals einem Rollenspieler. Es gibt keine unnötigen Details, keine unnützen Charakterzüge und natürlich auch keine falschen Fährten. Niemals.

Für Leser:innen, die stets die Kontrolle behalten und immer wissen wollen, an welchem Punkt der Handlung sie sich gerade befinden, ist das nichts. Schon allein die geniale Verknüpfung von dem Anfang, der ein Ende und doch ein Beginn ist, wird sie auf die Palme bringen. Für Leserinnen wie mich, die gerne bereit sind, sich der Führung des Buches zu überlassen, ist „Das Licht hinter den Wolken“ ein großes Vergnügen und ein Sprachgenuss.

Wer also Lust hat auf einen komplex verschachtelten und doch kristallklaren Fantasy-Roman hat, dem sei das Buch ans Herz gelegt.

Infos zum Buch:

Oliver Plaschka
Das Licht hinter den Wolken
Lied des Zwei-Ringe-Lands

Illustriert von Karin Graf

Hobbit Presse

(Taschenbuch oder Hardcover)
Klett-Cotta Verlag


Rezension von Eva Bergschneider bei Phantastik-Couch

Hier findet ihr mehr Fantasy-Tipps auf meinem Blog – darunter auch einige Bücher von Oliver Plaschka:

Mehr SF geht nicht: Amalthea

Neal Stephenson - Amalthea. Science Fiction

Die Menschheit geht einmal unter, erfindet sich neu, macht aber dann mit den gleichen Fehlern weiter. Dazwischen sehr lange Beschreibungen von Technik. Das ist mein Versuch, den 1056 Seiten starken Science-Fiction „Amalthea“ von Neil Stephenson zusammenzufassen. Was in der Umschreibung fehlt: meine Faszination, die Begeisterung und der gute Grund, warum ich das Mammutwerk in gerade mal sieben Wochen ausgelesen hatte – obwohl ich in der Zeit noch etliche andere Bücher beendet habe.

Wahrscheinlich ist es ein Naturgesetz, dass ein Buch von über 1000 Seiten Längen aufweist. Bei „Amalthea“ vermute ich jedoch, dass jeder etwas anderes als zu ausufernd empfindet. Bei mir waren es seitenlange Beschreibungen der Orbitalmechanik. Andere dürften wohl bei den Überlegungen, wie aus menschlichen Charakterzügen gesellschaftliche Strömungen entstehen, die dann wiederum zu neuen Ethnien führen, schnell weiter geblättert haben.

Genauso wird wohl jeder Leser und jede Leserin eine andere Wendung als überraschend empfindet, obwohl Stephenson wirklich alles, was passiert, auch akribisch ankündigt. Denn nichts geschieht ohne Grund: Diese Science-Fiction-Welt ist in einem Maße durchdacht, wie ich es noch nie erlebt habe.

Wie die Menschheit sich beinahe selbst abschafft – und doch überlebt

Neal Stephenson schreibt detailverliebt. Insbesondere technischen Phänomenen und gesellschaftlichen Entwicklungen widmet er sich mit der Gründlichkeit eines Nerds. Doch jedes dieser Details ist handlungsentscheidend. So leitet zum Beispiel die Frage „Was machen Brillenträger im All, wenn sich auf Grund der fehlenden Schwerkraft die Augäpfel verformen und deswegen die Sehkraft abnimmt?“ über zu Gefahren, die die überlebende Menschheit stark bedrohen. Menschen werden im All nicht sonderlich alt. Schon allein die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben oder bei einem Unfall ums Leben zu kommen, ist deutlich höher, als wir es auf der Erde gewohnt sind.

Die Überlebenswahrscheinlichkeit der rund 1500 Menschen auf der Raumstation ist also nicht hoch. Zudem geht schief, was schief gehen kann, und die Menschen machen das, was sie gut können: sich einander das Leben schwer. Zum Schluss bleiben 8 Frauen übrig – und eine große genetische Datenbank.

Was folgt, bezeichnet Hartmut Kasper im Deutschlandfunk als „einer der spektakulärsten Zeitsprünge der Literaturgeschichte“. 5000 Jahre später … leben drei Milliarden Menschen im Orbit. Sie sind dabei, die alte Erde, die nach einem Jahrhunderte andauernden Meteoritenschauer komplett zerstört und unbewohnbar ist, wieder zu besiedeln. So viel sei verraten: ein friedlicher Garten Eden ist das nicht.

Es gäbe noch viel zu bloggen. Zum Beispiel über die Bedeutung, die Neal Stephenson einem Heldenepos als Gründungsmythos einer Zivilisation einräumt. Oder seine Betrachtungen darüber, wie eine Kommunikation via Social Media bestimmte Eskalationen vorantreibt. Natürlich auch über die Tatsache, dass in diesem Buch letztlich Frauen das Überleben der Menschheit sichern. Doch dann mache ich als Bloggerin genau das, was Neal Stephenson mit seinem Science-Fiction passiert ist. Mein Beitrag entwickelt Überlänge. Und von Längen aber ich bei aller Liebe zum großartigen Werk erst einmal genug.


Infos zum Buch:

Neal Stephenson
Amalthea

Übersetzt von Juliane Gräbener-Müller und Nikolaus Stingl

Goldmann Taschenbuch


SF, die deutlich kürzer ist: Micro Science Fiction